Erweiterung des BAUER-Werks in Aresing: Spatenstich für neue Produktions- und Logistikhalle
- 22.000 m² große Halle für Materialwirtschaft, Vor- und Elektronikmontage, Qualitätssicherung und Versand
- Neues Kunden- und Trainingscenter als dreigeschossiger Neubau mit Schulungsräumen und rund 2.900 m² Trainingsgelände konzipiert
- Umfassende Modernisierung der Energie-, Verkehrs- und Werksinfrastruktur
Aresing – Die Erweiterung des Werks der BAUER Maschinen GmbH in Aresing nimmt weiter Gestalt an: Am 9. Oktober wurde mit einem symbolischen Spatenstich der Bau der neuen Produktions- und Logistikhalle feierlich gewürdigt. An der Zeremonie nahmen neben Mehrheitsaktionär Alfons Doblinger auch Vertreter des Landratsamts sowie der Gemeinden Aresing und Schrobenhausen teil. Hinzu kamen die Geschäftsführer der BAUER Management GmbH und der BAUER Maschinen GmbH, Vertreter der Werksleitung sowie des BAUER Kunden- und Trainingscenters, der DIBAG Industriebau AG und der GOLDBECK-Süd GmbH.
„Die Werkserweiterung als Gesamtinvestition ist ein klares Bekenntnis zum Standort, zur Region und vor allem zu unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern“, betonte Dr. Martin Beck, Geschäftsführer der BAUER Management GmbH. „Mit GOLDBECK als Generalübernehmer haben wir einen Partner, der die Umsetzung des Neubaus aus einer Hand verantwortet.“
Auch Mehrheitsaktionär Alfons Doblinger sieht darin eine eindeutige Bestätigung des Zukunftskurses der BAUER Gruppe: „Angesichts der globalen Herausforderungen in unserem Geschäft ist es essenziell, dass wir unsere Kapazitäten und unsere Innovationskraft konsequent ausbauen. Diese Investition ist weit mehr als nur ein Bauprojekt: Sie ist ein strategischer Impuls für die gesamte BAUER Gruppe und zugleich ein starkes Zeichen für die Region. Wir investieren in die Zukunft des Standorts Bayern und stärken damit die Wettbewerbsfähigkeit unserer gesamten Gruppe auf dem Weltmarkt.“
Vorbereitende Maßnahmen in den vergangenen Monaten
Neben Parkplätzen und weiteren infrastrukturellen Maßnahmen, darunter Regenrückhaltebecken für den Hochwasserschutz, sind die Produktions- und Logistikhalle sowie das Kunden- und Trainingscenter die signifikantesten Neubauten auf dem Werksgelände. Die Arbeiten verlaufen nach Plan: Die Erdarbeiten für die neue Halle sind abgeschlossen, auch die vorbereitenden Maßnahmen für das Kunden- und Trainingscenter wurden bereits umgesetzt. Erschließung und Neuordnung des Werksgeländes sind ebenfalls fortgeschritten. Eine temporäre Versandfläche mit Turmdrehkran stellt sicher, dass der Betrieb bis zur Fertigstellung der neuen Halle weiterlaufen kann. Zudem wurden die Hangentwässerung und die erforderlichen Verrohrungen hergestellt. Das außergewöhnlich trockene Frühjahr begünstigte den Bauablauf. Dadurch konnten die vorbereitenden Arbeiten ohne größere witterungsbedingte Unterbrechungen ausgeführt werden.
Materialwirtschaft, Vormontage, Qualitätssicherung und Versand unter einem Dach
Die neue Produktions- und Logistikhalle erhält eine Grundfläche von rund 22.000 m² und wird in der maximalen Ausdehnung 240 m lang sowie bis zu 100 m breit sein. In der Halle sind künftig unter anderem die Materialwirtschaft, die Vor- und Elektronikmontage, die Qualitätssicherung sowie der Versand untergebracht. Zudem entsteht ein moderner Bereich für die Montage von Elektronik-Komponenten mit integriertem Schulungsbereich für die Ausbildung von Elektronikern und Mechatronikern. Insgesamt verkürzt die räumliche Bündelung der Abteilungen nicht nur Transportwege, sondern reduziert Schnittstellen und vereinfacht Materialflüsse innerhalb des Werks.
Kunden- und Trainingscenter für Schulung, Anwendung und Austausch
Zeitgleich mit der neuen Produktions- und Logistikhalle erfolgt der Hochbau für das neue Kunden- und Trainingscenter mit den geplanten Außenmaßen von 39,7 x 14,6 m. Das Gebäude wird von GOLDBECK in zukunftsweisender Systembauweise realisiert. Dadurch werden Größe und Architektur des Gebäudes bereits im Laufe dieses Jahres deutlich erkennbar sein. Die Beheizung und Kühlung des Gebäudes erfolgt über eine luftgekühlte Wärmepumpenanlage. Bei der Planung wurden zudem Wanderkorridore und Schutzbereiche für Reptilien und Amphibien sowie die aktuellen Anforderungen des Vogelschutzes berücksichtigt.
In dem Gebäude finden künftig Kundenveranstaltungen, Schulungen, Workshops, Produktpräsentationen und Vertriebsveranstaltungen statt. Auf dem angrenzenden, rund 2.900 m² großen Trainingsgelände können Maschinen, Verfahren und Anwendungen unter praxisnahen Bedingungen demonstriert und erprobt werden. Vorgesehen sind Gerätefahrertrainings, Service- und Wartungsschulungen, Produktschulungen, Vertriebsqualifizierungen, Sicherheitstrainings, Anwendungsschulungen sowie internationale Train-the-Trainer-Programme. Hinzu kommen kundenindividuelle Qualifizierungsangebote.
Ganzheitliche Standort- und Projektentwicklung
Die Entwicklung des neuen Produktionsstandorts wurde durch die DIBAG Industriebau AG als ganzheitliche Standort- und Projektentwicklung realisiert. In enger Abstimmung mit der Gemeinde wurde ein neuer Bebauungsplan erarbeitet und damit die rechtlichen Grundlagen des Vorhabens geschaffen. Zudem verantwortete die DIBAG die vollständige Erschließung des Areals. Dazu zählten unter anderem die Baufeldfreimachung, das Regenwassermanagement sowie die Umsetzung komplexer Maßnahmen zum Natur- und Artenschutz.
Als Projektsteuerer übernahm die DIBAG auch die strategische Planung: Sie entwickelte den städtebaulichen Entwurf, analysierte und optimierte die Betriebsabläufe der BAUER Gruppe und steuerte die architektonische Gestaltung sowie die Freiflächenplanung in enger Kooperation mit spezialisierten Projektpartnern. Aktuell koordiniert die DIBAG die gesamten Baumaßnahmen der neuen Halle, des Kunden- und Trainingscenters und der Außenanlagen.
„Mit der DIBAG Industriebau AG haben wir als Projektentwicklerin der Doblinger Unternehmensgruppe die Weichen für eine zukunftssichere Gewerbeflächenentwicklung der BAUER Maschinen GmbH gestellt. Ein besonderer Dank gilt dabei der Gemeinde Aresing sowie dem Landratsamt für die konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Wir sind überzeugt, dass die optimierten Betriebsabläufe am neu entwickelten Standort die ideale Basis für das weitere Wachstum der BAUER Maschinen GmbH bilden“, so DIBAG-Vorstand Sebastian Kuhlen.
GOLDBECK übernimmt als Generalübernehmer die Realisierung der Neubauten – von der Planung bis zur schlüsselfertigen Übergabe. Die gebündelte Verantwortung soll eine koordinierte Umsetzung des Bauvorhabens gewährleisten.
Ausbau der Energieinfrastruktur
Neben den beiden Neubauten modernisiert BAUER Maschinen auch die Infrastruktur des Standorts. Damit werden die Voraussetzungen für den Betrieb elektrifizierter Großgeräte, ein standortweites Energiemanagement, Photovoltaikanlagen mit Batteriespeicher sowie eine künftige Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge geschaffen. Für weitere Bereiche des Gesamtprojekts ist außerdem eine Geothermieanlage vorgesehen. Die dafür erforderlichen Bohrungen führt die BAUER Resources GmbH mit Bohrgeräten der KLEMM Bohrtechnik GmbH aus.
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