Valentins Weg zum Industriemechaniker

 

Schrobenhausen – Valentin Greger ist im zweiten Ausbildungsjahr zum Industriemechaniker. Hier spricht er über seine Erfahrungen, die Lehrzeit und seine Zukunftspläne.

Schrobenhausen – Valentin Greger ist im zweiten Ausbildungsjahr zum Industriemechaniker. Hier spricht er über seine Erfahrungen, die Lehrzeit und seine Zukunftspläne.

Warum hast du dich für genau diesen Ausbildungsplatz entschieden?
Am Anfang war ich mir noch unsicher und habe verschiedene Berufe verglichen – darunter auch Zerspanungsmechaniker. Der Beruf Industriemechaniker hat mich schließlich überzeugt, weil die Tätigkeit so abwechslungsreich ist. Die Arbeit mit Metall, gerade im Maschinenbau finde ich sehr spannend.

Was gehört zu deinen Hauptaufgaben?
In der Lehrwerkstatt habe ich meine Grundausbildung erhalten. Inzwischen arbeite ich an hydraulischen Installationen, stelle Kleinteile bereit, schleife Bolzen und unterstütze bei der Montage. Im Werk zeigen uns die Gesellen wichtige Handgriffe.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei dir aus?
Mein Tag beginnt meist um halb sieben. Zuerst schreibe ich mein Berichtsheft, dann geht es an die Arbeit. Nach der Brotzeit um neun Uhr folgt der längste Arbeitsblock; zurzeit bin ich im Getriebebau. Nach dem Mittagessen arbeite ich noch zwei bis drei Stunden weiter, bevor ich meinen Arbeitsplatz aufräume.

Was lernst du während deiner Ausbildung?
Ich lerne Arbeits- bzw. Installationspläne zu lesen, Schraubverbindungen und hydraulische Installationen richtig auszuführen. Im Grundkurs üben wir grundlegende Fertigkeiten wie Gewinde schneiden oder Löcher bohren – später werden diese Kenntnisse im Werk vertieft.

Was macht dir am meisten am Arbeitsalltag Spaß?
Am meisten gefällt mir die gute Zusammenarbeit. Die Gesellen nehmen sich Zeit, uns Dinge zu erklären, und wir dürfen selbst Verantwortung übernehmen. Besonders viel Spaß macht es mir, nach Zeichnung etwas eigenverantwortlich zusammenzubauen und dabei ein Verständnis zu entwickeln, wie die Technik dahinter funktioniert.

Welche Anforderungen stellt Bauer an dich?
Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit und Lernbereitschaft sind besonders wichtig. Man sollte sich nicht einfach nur treiben lassen sondern Eigeninitiative zeigen und Interesse an der Arbeit haben. 

Valentin Greger mit Kollegin in der Bauer Lehrwerkstatt, im Hintergrund weitere Azubildende bei der Arbeit

Die Arbeitsatmosphäre ist super, die Kollegen sind hilfsbereit und unter den Azubis herrscht ein starker Zusammenhalt. Bei Bauer kann man sich langfristig wohlfühlen.“

Valentin Greger
Auszubildender zum Industriemechaniker

Hast du bereits eigene Aufgaben oder Projekte, die du eigenverantwortlich steuerst?
Schon in der Lehrwerkstatt habe ich kleinere Aufträge bearbeitet, wie das Nachdrehen von Buchsen oder das Anfertigen von Schrauben. Auch beim Getriebebau darf ich selbstständig arbeiten – etwa beim Ausrichten einer Rolldrehverbindung oder dem Nachziehen mit dem hydraulischen Schraubenschlüssel. Das ist ein echter Vertrauensbeweis, denn der Vorgang wird dokumentiert und dem Kunden wird die Dokumentation mit dem Gerät zusammen übergeben.

Hast du vor deiner Ausbildung ein Praktikum gemacht?
Ich habe mehrere Praktika absolviert – unter anderem im kaufmännischen Bereich, in der Elektronik und bei einem Heizungsbauer. Besonders die Arbeit in der Industrie hat mir gefallen, weil die Bedingungen und Weiterbildungsmöglichkeiten dort sehr gut sind.

Was für Aufstiegsmöglichkeiten gibt es in deinem Beruf?
Man kann sich vom Gesellen zum Vorarbeiter weiterentwickeln, den Meister oder Techniker machen oder später Maschinenbau studieren, etwa in Richtung Konstruktion. Ich könnte mir vorstellen, den Techniker zu machen, weil ich gerne praktisch arbeite. Alternativ reizt mich ein Studium.

Welche Eigenschaften sollte man für deine Ausbildung auf alle Fälle mitbringen?
Interesse an Technik ist wichtig, Man sollte Mathe und Physik beherrschen und ein gewisses Verständnis für Zusammenhänge mitbringen. Teamfähigkeit und Belastbarkeit sind ebenfalls wichtig.

Was war bisher die größte Herausforderung in deiner Ausbildung und wie hast du sie gemeistert?
Der Pneumatikkurs war ziemlich anspruchsvoll. Mit Übung und dem Austausch mit Kollegen konnte ich aber Routine entwickeln und das Thema gut meistern.

Wie stehen die Übernahmechancen nach deiner Ausbildung?
Sehr gut. Bauer bildet für den eigenen Bedarf aus. Mit guten Prüfungsergebnissen hat man beste Chancen auf eine Übernahme.

Hast du einen Tipp für künftige Azubis?
Macht vorher ein Praktikum und sammelt Eindrücke in verschiedenen Berufen. Startet motiviert in die Ausbildung – das zahlt sich schnell aus. Und manchmal lohnt es sich, eine Extrameile zu gehen.