West Link Projekt, Korsvägen Station


Göteborg, Schweden

Beim Bauvorhaben West Link Projekt handelt es sich um eine 6 km lange Bahnstrecke, die durch die Stadt Göteborg verläuft. Durch die Maßnahme wird die Pendlerkapazität deutlich erhöht und gleichzeitig die Fahrtzeit zwischen der Stadt Göteborg und dem Hauptbahnhof verkürzt. Da die neue Strecke West Link zum Teil oberirdisch und zum Teil in Trögen und Tunneln verläuft, befinden sich drei Stationen unter der Erde, nämlich Central Station, Haga und Korsvägen.

Das Los Korsvägen wurde der Arge West Link Contractors zugeschlagen. Diese besteht aus dem schwedischen Auftragnehmer NCC und dem deutschen Wayss & Freytag.

Bauers lokale Tochterfirma Sverige Bauer firmierte sich zusammen mit der schwedischen Firma Aasleff A/S unter dem Dach der „Aasleff BAUER Foundation Contractors ABFC“, um die zahlreichen Spezialtiefbauarbeiten des Los Korsvägen auszuführen. Zu den Arbeiten gehören Verbauwände durch überschnittene Bohrpfahlwände und Spundwände. Darüber hinaus stellte ABFC auch RD-Gründungspfähle und Primärstützen her und nahm Felsinjektionen zur Verbesserung des Interfacebereichs unterhalb der Pfahlwandsohle vor.

 

Die überschnittenen Pfahlwände bestehen aus Bohrpfählen mit Durchmessern von 1.200 mm, die bis in eine Tiefe von ca. 35 m reichen und zum Teil bis zu 2,5 m in soliden Fels (extrem fester Granit) in eingebettet wurden. ABFC mobilisierte zwei BAUER BG 39 und entsprechende Bohrwerkzeuge und Verrohrungsanlagen. Ein Multi-Hammer Drill (MHD) wurde ebenfalls eingesetzt, um die Bohrung für die Primärstützen weit in den Granitblock zu treiben.

 

Die Arbeiten für die überschnittenen Verbauwände wurden mit einem Injektionsschleier unterhalb der überschnittenen Pfahlwand und im zum Teil klüftigen Granit abgeschlossen, um die vorgegebenen Durchlässigkeitswerte von 1x10-8 m /s einzuhalten und um die Baugrube trocken ausheben zu können. 125 Bohrlöcher bis zu einer Tiefe von 37 m wurden hergestellt und verpresst. Ebenso wurden Durchlässigkeitstests durchgeführt.