Offshore-Gründungen

Die Weltmeere bieten ein erhebliches Potenzial zur Gewinnung erneuerbarer Energien mithilfe von Wind, Wellen und Gezeitenströmungen. Die sichere Einleitung der für die Verankerung von Rotoren oder Turbinen notwendigen Kräfte in den Meeresboden ist dabei unabdingbar. Bauer Spezialtiefbau verfügt über verschiedene neuartige Geräte und innovative Verfahren, die eine sichere und wirtschaftliche Gründung auch bei harten, felsartigen Böden und bei schwierigen Randbedingungen ermöglichen. Der Fokus liegt dabei vor allen Dingen auf den Bohrtechniken – der Kernkompetenz der BAUER Gruppe.

Methods

Speziell für felsigen Untergrund und hohe Strömungsge-schwindigkeiten hat Bauer ein neuartiges Unterwasserbohr-verfahren entwickelt und diese neue Technik erstmals bei der Gründung einer Gezeitenturbine in den Gewässern von Orkney, an der nördlichen Spitze Schottlands, erfolgreich eingesetzt. Das Unterwasserbohrgerät BSD 3000 wird bei Offshore-Gründungen von einem Arbeitsschiff aus auf dem Meeresboden abgesetzt und ferngesteuert betrieben. Ge-bohrt wird im Drehbohrverfahren mit vollflächigem Rollen- meißel, Schwergestänge und Luftspülung.

Neues Bild

Gründungen für Offshore-Windkraftanlagen werden üblicherweise als Stahlrohr-Rammpfähle ausgeführt. Bei ungünstigen Bodenverhältnissen kann es jedoch vorkommen, dass einzelne lokale Rammpfähle ihre planmäßige Endtiefe nicht erreichen und auch nicht tiefer gerammt werden können. In solchen Fällen kommt das sogenannte Entlastungsbohren zur Anwendung. Dabei werden die Rammpfähle ausgebohrt und im Anschluss bis zur Endtiefe weiter eingerammt. Um dabei schnell und effizient bohren zu können, hat Bauer Spezialtiefbau den Dive Drill entwickelt. Der Dive Drill bohrt ferngesteuert das teilweise eingerammte Pfahlrohr aus und kann auch große  Blöcke vor dem Pfahlrohr entfernen. Der Bohrdurchmesser liegt bei maximal 3 m, die maximale Bohrtiefe bei 120 m.

Gründungen für Offsohre-Windkraftanalagen auf felsigen Böden benötigen ein spezielles Verfahren, da die Rammtechnik dort nicht eingesetzt werden kann. Der Dive Drill C40 U ist eine Weiterentwicklung des herkömmlichen Dive Drill. Das „U“ steht dabei für „Unterschneiden“, da der Bohrkopf unterhalb des Bohrrohrs freischneiden kann. Der Dive Drill wird vom Schiffskran direkt in das temporäre Bohrrohr eingehoben, wodurch sich der Dive Drill immer an der unteren Spitze des Bohrrohres befindet und sich dort verklemmt. Es entsteht eine vollverrohrte Bohrung, in deren Schutz Pfahlrohr und Pfahlmörtel eingebracht werden können.

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