Pfähle

Bohrpfähle sind zylindrische Körper aus Beton (mit oder ohne Bewehrung), die durch verschiedene Verfahren in den Boden eingebracht werden. Sie leiten hohe Bauwerkslasten in tiefer liegende tragfähige Bodenschichten ab, bilden aneinandergereiht oder überschnitten eine stützende Wand für eine Baugrube/Geländesprung oder sperren Grundwasser ab. Entsprechend der vorgesehenen Nutzung können Länge, Durchmesser, Material, Ausbildung und Anordnung der Pfähle variiert werden.

 

 

Arten des Verfahrens

Mit dem Kelly-Verfahren werden unverrohrte, teilverrohrte, vollverrohrte oder suspensionsgestützte Bohrpfähle hergestellt. An einer teleskopierbaren Kellystange ist das Bohrwerkzeug befestigt, mit dem der Boden schrittweise aus der Verrohrung entfernt wird. Das Bohrrohr wird kontinuierlich in den Boden eingedreht und bis zum Erreichen der Endteufe ausgebohrt.

Das DKS ist die Verknüpfung des SOB-Verfahrens mit durchgehender Bohrschnecke mit dem Kelly-Verfahren mit Verrohrung. Das Ergebnis ist eine verrohrte Bohrung, hergestellt mit einer Endlosschnecke (DKS 620, 880 mm). Besonders vorteilhaft ist dieses Verfahren bei hochanstehendem Grundwasser und auftriebsgefährdeten Bodenschichten, die im Kelly-Verfahren ein Bohren unter Wasserauflast erfordern.

Das SOB-Verfahren ist ein Drehbohrverfahren, welches eine hohe Bohrleistung ermöglicht (SOB 630, 750, 880 mm). Bei dieser Methode wird eine Endlosschnecke als Bohrwerkzeug verwendet. Nach Erreichen der Endteufe wird durch das Seelenrohr der Hohlschnecke von unten nach oben betoniert. Der Einbau der Bewehrung erfolgt nachträglich, falls erforderlich unterstützt durch Vibration.

Der Vollverdrängerpfahl hat gegenüber dem SOB-Pfahl den entscheidenden Vorteil, dass nahezu kein Bohrgut zu Tage gefördert wird. Er kommt in verdrängbaren Böden zum Einsatz. Der Bohrstrang besteht aus einem Schneckenanfänger, dem Verdrängerkörper und einem Verlängerungsrohr. Beim Abbohren und beim Ziehen wird der anstehende Boden verdrängt. Das Betonieren und Bewehren erfolgt analog zum SOB-Pfahl.

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