Grundsteinlegung am Thomas-Wimmer-Ring

  • 25.07.2018
  •   BST

München – Die bayerische Landeshauptstadt wächst rasant: Bis 2035 rechnet man mit rund 1,85 Mio. Einwohnern, Tendenz weiterhin steigend. Dieses Wachstum wirkt sich schon jetzt auf die Bautätigkeit in München aus, denn Baugrund ist knapp und damit teuer. Eine Lösung: in die Tiefe gehen. So wurde am Freitag, 13. Juli 2018, feierlich der Grundstein für den neuen Mobilitätshotspot am Thomas-Wimmer-Ring gelegt, der nach seiner Fertigstellung in zwei Jahren Stellplätze für 520 Autos sowie die Möglichkeit des E-Carsharing und eine Fahrradstation bietet. Auch oberirdisch werden eine filigrane Glas-Stahlbeton-Konstruktion und dezente Lichtkunst Akzente setzen und die bisher wenig beachteten Grünflächen am Thomas-Wimmer-Ring durch Bäume, Wege und Stadtplätze deutlich aufgewertet.

 

Projektentwickler und Bauherr der dreistöckigen, barrierefreien Tiefgarage ist die WÖHR + BAUER GmbH. Das Unternehmen errichtet die Tiefgarage als Ersatz für ein Parkhaus in der Hildegardstraße und realisiert dort stattdessen zwei Stadthäuser mit Penthouse, Hotel und Gewerbe. Die Spezialtiefbauarbeiten der Tiefgarage führte die BAUER Spezialtiefbau GmbH aus.

 

Mit zwei BAUER BG 28 Drehbohrgeräten wurden ab Anfang Mai 2017 zunächst die Bohrpfahlwand –bestehend aus 482 Pfählen – für die Umschließung der 12 m tiefen Baugrube hergestellt und diese mithilfe von zwei Ankerbohrgeräten der KLEMM Bohrtechnik GmbH durch Verpressanker gesichert. Damit der Verkehr während der Bauphase auf dem Thomas-Wimmer-Ring weiterhin in jede Richtung auf zwei Spuren fließen kann, ist das Baufeld in zwei Bereiche (West und Ost) unterteilt.

 

Nach Fertigstellung der östlichen Tiefgaragenhälfte wird eine Verlegung des Verkehrs auf die fertige Hälfte vorgenommen, um den Bau des westlichen Teils zu ermöglichen.

 

Im November 2017 konnte die BAUER Resources GmbH schließlich mit den Aushubarbeiten der Baugrube auf der Ostseite beginnen – und diese nach dem Aushub von 40.000 m³ Erdreich vor kurzem abschließen. Mit der Grundsteinlegung geht Münchens derzeit größtes Infrastrukturprojekt nun in die Phase des Rohbaus.

 

Münchens zweiter Bürgermeister Josef Schmid lobte in seiner Rede zur feierlichen Grundsteinlegung den visionären Geist des Infrastruktur-Projekts, der den Parksuchverkehr vermindere und den Umstieg auf andere Verkehrsmittel ermögliche. Kommunalreferent Axel Markwardt betonte die überzeugende Leistung von WÖHR + BAUER bei diesem Bauvorhaben und bedankte sich für die langjährige Partnerschaft bei der Umsetzung anspruchsvoller Immobilienprojekte.

 

Wolfgang Roeck, Geschäftsführer der WÖHR + BAUER GmbH, betonte, dass das weitere Wachstum Münchens die heutigen Verkehrssysteme der Stadt an ihre Grenzen bringe und mit dem Mobilitätshotspot am Thomas-Wimmer-Ring ein Baustein geschaffen werde, um den Verkehr zukunftsfähiger zu organisieren: „Infrastruktur ist ein zentrales Thema für den Großraum München,“ so Wolfgang Roeck.