Gründungsarbeiten in Münchner Stadtteil Neuperlach

  • 22.07.2019
  •   BST

München – Günstiger Wohnraum ist knapp, vor allem in Großstädten wie Berlin, Frankfurt oder München. Auch Unternehmen stellt dies vor Herausforderungen, wenn beispielsweise Mitarbeiter auf Montage über einen längeren Zeitraum eine Unterkunft in einer fremden Stadt benötigen. Dieses Problem wird oftmals durch sogenannte „Boardinghouses“ gelöst, die als ein „Zuhause auf Zeit“ Zimmer oder Apartments mit hotelähnlichen Leistungen für Arbeitnehmer zur Verfügung stellen, dabei aber weitaus kostengünstiger sind.

 

Auch im Münchner Stadtteil Neuperlach entsteht aktuell ein solches Boardinghouse Hotel. Die BAUER Spezialtiefbau GmbH wurde vom Auftraggeber SWI Schimpel & Winter Projektbau GmbH mit der Durchführung verschiedener Spezialtiefbauarbeiten für die Herstellung der Baugrube zwischen dem Neuperlacher U- und S-Bahnhof, den Gleisen der Bahnlinie und der Carl-Wery-Straße beauftragt. „Für das Projekt muss eine ca. 6.500 m² große Baugrube bis in eine Tiefe von 12 m unter Geländeoberfläche hergestellt werden“, so Eduard Holdenried, Projektleiter bei Bauer Spezialtiefbau.

 

Insgesamt werden ca. 65 Bohrpfähle mit einem Durchmesser von 900 mm und Längen zwischen 9 und 22 m sowie weitere rund 65 Pfähle mit einem Durchmesser von 1.200‑mm bis zu einer Länge von 20 m mit einer BAUER BG 39 ausgeführt. „Die so entstehende Bohrpfahlwand wird im Anschluss mit ca. 40 bis zu 11-litzigen Ankern rückverankert“, so Eduard Holdenried. Zudem werden ca. 1.000 m² Berliner Verbau als Vorverbau bis in eine Tiefe von 6-8 m hergestellt und unterhalb eine 17 m tiefe Mixed-in-Place-Dichtwand (MIP) mit einer Mächtigkeit von 550 mm zur Abdichtung bis in den Stauer – einer bindige Bodenschicht – ausgeführt. Weiter werden der Vorverbau und die MIP-Wand mit insgesamt ca. 160 Ankern gesichert, wovon 40 als Daueranker verbaut werden, die auch nach Fertigstellung des Bauwerks aktiv im Boden verbleiben.

 

„Eine besondere Herausforderung stellen die tiefliegenden, mächtigen, wasserführenden Bodenschichten in rund 20 m Tiefe dar. Entsprechend werden sowohl der Berliner Verbau, als auch die MIP-Dichtwand ein- bzw. zweilagig rückverankert,“ erklärt Eduard Holdenried. Für die Arbeiten kommen eine KLEMM KR 806 B 03 mit DKS Ausstattung und eine KR 806 B 02 sowie eine RG 25 S und eine RG 14 T der RTG Rammtechnik zum Einsatz. Die Spezialtiefbauarbeiten dauerten von November 2019 bis Juli 2019.