BAUER Spezialtiefbau GmbH an Sanierung der Staatsoper Berlin beteiligt

  • 05.03.2015
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Berlin – Seit Herbst 2010 findet die aufwendigste Sanierungsmaßnahme in der Geschichte der Staatsoper Berlin statt: Unter Einhaltung von denkmalpflegerischen Aspekten werden bautechnische Mängel beseitigt und die stark veraltete Gebäudeausstattung sowie Bühnentechnik auf ein neues technisches Niveau gebracht. Verbessert werden ebenfalls die Barrierefreiheit, die Klimatechnik und der Brandschutz. Die äußere Bauform wird dabei bewahrt und restauriert.

 

Die Generalsanierung beinhaltet eine ganze Reihe von Spezialtiefbaumaßnahmen, mit der der Berliner Senat die BAUER Spezialtiefbau GmbH und deren Arge-Partner Keller Grundbau GmbH beauftragt hat. Im besonderen Fokus für den Spezialtiefbau stand die Errichtung eines unterirdischen Bauwerks, das künftig das Opernhaus mit dem Neubau des Probenzentrums auf dem Gelände des ehemaligen Magazingebäudes verbinden wird und durch das die Hauptschlagader für die Technik der Oper verläuft. Hierfür wurde vom Bauherrn die Herstellung einer komplexen Trogbaugrube ausgeschrieben. Seit Juni 2011 führt die BAUER Spezialtiefbau GmbH als technischer Geschäftsführer zusammen mit ihrem Arge-Partner die Arbeiten hierfür aus. Etwa Mitte 2015 werden die Spezialtiefbauarbeiten abgeschlossen sein.

 

Die Herstellung der rund 3.300 Quadratmeter großen Trogbaugrube beinhaltet ein breites Spektrum an Einzelgewerken. Unter anderem stellte die Arbeitsgemeinschaft 1.300 Quadratmeter Stahlbetonschlitzwand, 720 Quadratmeter Schlitzdichtwand mit eingestellter Spundwand und 5.200 Quadratmeter überschnittene Pfahlwand mit Durchmessern von bis zu 1.200 mm her. Zusätzlich wurden 1.020 laufende Meter Gründungspfähle bis über 30 Meter tief abgebohrt. Zum Einsatz kamen unter anderem zwei BAUER BG 28 Bohrgeräte, zwei Klemm-Bohrgeräte der Typen KR 806-2B und 806-7 sowie ein Bauer-Schlitzwandgreifer an einem MC 64 Seilbagger.

 

Da von früheren Baumaßnahmen historische Bauwerksreste im Baufeld bekannt waren, wurden zu Baubeginn mehrere Erkundungsbohrungen mit einem Drehbohrgerät BG 28 vorgenommen. Diese zeigten, dass vor allem in der Schlitzwandtrasse weit mehr Bauwerksreste vorhanden waren, als zuvor angenommen. Mehrere vorhandene Hindernisse – unter anderem auch ein Tresorraum eines durch Bomben zerstörten Bankgebäudes – und diverse Holz- sowie später auch Stahlfunde von früheren Bauwerksgründungen machten mehrfache Anpassungen der ursprünglichen Planung notwendig. So wurden beispielsweise umfangreiche Hochdruckinjektionskörper zur Unterfangung der Oper eingebracht. Mittels einer neunmonatigen Bodenvereisung wurden zudem Teile des Unterfangungsbereichs des Bühnenhauses abgedichtet.