BAUER Spezialtiefbau Ges.m.b.H. gründet neue Lärmschutzwände der Tauern Autobahn A10 bei Reitdorf

  • 16.07.2018
  •   BST

Reitdorf, Salzburg – Im Zuge der Umweltentlastungsmaßnahmen für die Tauern Autobahn A10 bei Reitdorf errichtet die ASFINAG Bau Management GmbH neue Lärmschutzwände. Die BAUER Spezialtiefbau Ges.m.b.H. wurde im Zuge dessen als Subunternehmer derHaider & Co. Hoch- und Tiefbau GmbH mit den Pfahlgründungsarbeiten beauftragt. Von August bis Oktober 2017 und von März bis April 2018 stellte Bauer im Bereich der gekrümmten Lärmschutzwände LSW 3 und LSW 6 etwa 7.000 m verrohrte Bohrpfähle mit einem Durchmesser von 620 mm her. Im Gebiet der Gewässerschutzanlage Knoten Ennstal und unterhalb bestehender Hochspannungsleitungen im Bereich der Lärmschutzwand LSW 3 brachte Bauer etwa 2.200 m Duktilpfähle mit einem Nennaußendurchmesser von 118 mm x 9 mm ein.

 

 

Im gesamten Baubereich fanden sich verschiedene geologische Scichten: Die oberflächennahe, mehrere Meter starke Dammschüttung besteht aus locker gelagerten, teils steinigen, schwach schluffigen Kiesen. Der unterhalb dieser Schicht befindliche Talschotter des Ennstals setzt sich zusammen aus Schwemmkiesen und Schwemmsandlagen mit lockerer bis vorwiegend mitteldichter Lagerung; das im Bereich der Lärmschutzwand LSW 6 Richtungsfahrbahn Salzburg nahe der Geländeoberfläche befindliche Festgestein besteht aus Phylliten bzw. Grünschiefern der Grauwackenzone.

 

Aufgrund der geringen Lagerungsdichten in der Dammschüttung wurde eine „schwimmende Pfahlgründung“ in den Kiesen des natürlichen Untergrunds ausgeführt, wobei die Lastabtragung über Mantelreibung erfolgte. Im anstehenden Felsabschnitt wurden die Lasten über Spitzendruck abgeleitet. Die Bohrpfähle wurden bis zu 8 m in den Talschotter abgeteuft bzw. bis zu 1,5 m in den Fels eingebunden.

 

In den Sommermonaten wird die Tauern Autobahn A10 alljährlich mit Urlaubs- und Schwerlastverkehr hoch belastet. Um die Verkehrssicherheit während der Arbeiten zu gewährleisten und die Verkehrsströme nicht zusätzlich zu behindern, wurde die Fahrbahnbreite der Autobahn nicht wesentlich eingeschränkt und die Bohrpfahlarbeiten unter stark beengten Platzverhältnissen – teils von zusätzlichen, seitlichen Schüttungen aus – durchgeführt. Im Bereich der Lärmschutzwand LSW 3 Richtungsfahrbahn Villach wurde zudem Fels angetroffen, sodass zusätzliche Arbeitsstunden für das Einbinden der Bohrpfähle in die harten Bodenschichten aufgewendet werden mussten.

 

 

Um den straffen Terminplan fristgerecht einzuhalten, arbeiteten zeitweise zwei Großdrehbohrgeräte BAUER BG 15 und BG 20 H sowie eine Duktilpfahl-Rammeinheit gleichzeitig am Baufeld. Die schwierigen geologischen Randbedingungen, die sehr beengten Platzverhältnisse und die Bauzeit, die hohe Leistungsfähigkeit verlangte, waren die besonderen Herausforderungen, denen sich Bauer bei diesem Projekt erfolgreich stellte.