Sanierungsprojekt Schwarze Pumpe: Ein Bauabschnitt folgt auf den anderen

  • 08-07-2020
  •   BREaking News

Schwarze Pumpe – Die Vergangenheit hat ihre Spuren hinterlassen: Das ehemalige Gaskombinat auf dem Areal des Industrieparks Schwarze Pumpe im Freistaat Sachsen sowie im Bundesland Brandenburg bestand früher aus mehreren vernetzten Gaswerken, Kokereien und Brikettfabriken, durch die eine erhebliche Verunreinigung ausging. Als Folge sind Grundwasser und Boden durch diverse Schadstoffe immer noch schwer belastet. Seit 2017 führen nun die BAUER Resources GmbH und die BAUER Spezialtiefbau GmbH mit einem Partner umfangreiche Bodensanierungsarbeiten im Industriepark Schwarze Pumpe im Auftrag der LMBV durch. Das Ziel: Durch Quellstärkereduzierung mittels Bodenaustausch den Schadstoffeintrag in das Grundwasser zu verringern.

Die Aufgabenstellung ist gigantisch: So werden sechs Bauabschnitte mit ca.1,3 km Primärspundwänden bis in eine Tiefe von 20 m eingekapselt. Weitere 147 Einzelspundwandkästen mit einer Grundfläche von jeweils 10 x 11 m werden errichtet, der Bodenaushub erfolgt mit einem Spezialbagger bis in eine Tiefe von 14 m. „Während der Umsetzung der gesamten Sanierungsmaßnahmen werden sehr hohe Anforderungen an den Arbeits- und Umweltschutz gestellt. Mittels zweier mobiler Luftabsauganlagen und mehrerer Nebelkanonen werden beim Bodenaustausch Schadstoffbelastungen der Umgebungsluft wirksam unterbunden. Zudem wird die Umgebungsluft permanent innerhalb und außerhalb der Baustelle messtechnisch überwacht, sodass für die Umgebung keine Gefahr besteht“, erläutert Holm Uhlig, Projektleiter bei der BAUER Resources GmbH.

Nach dem Aushub wird der kontaminierte Boden mittels verschließbarer Lkws abtransportiert und zur Reinigung in die speziell errichtete vakuumthermische Bodenreinigungsanlage auf dem Werksgelände gebracht. Dort werden vorhandene Stoffe aus dem ausgehobenen Boden entfernt. Anschließend wird der gereinigte Boden zusammen mit dem unbelasteten Voraushub zur Wiederverfüllung der Bauabschnitte genutzt.

„Der Bauabschnitt ‚Teerscheidung Ost‘ konnte bereits 2019 erfolgreich abgeschlossen werden“, berichtet LMBV-Abteilungsleiter Karsten Handro. Er umfasste die Errichtung von acht Spundwandkästen und den Aushub von ca. 20.000 m³ Boden. Die Arbeiten im Aushubbereich „Vorlagetanks“ sind schon in vollem Gange und der erste Bauabschnitt wird voraussichtlich Ende März beendet sein. „Das Team arbeitet zielstrebig daran, die Sanierungsmaßnahmen bei den verbleibenden Bauabschnitten planmäßig zum Abschluss zu bringen“, so Holm Uhlig.

Die Arbeiten seitens Bauer sollen termingerecht bis Ende 2022 abgeschlossen werden. Bis dahin werden insgesamt über 286.000 t kontaminierter Boden bewegt und gereinigt. Nach Projektabschluss kann die Fläche wieder von Industrie und Gewerbe genutzt werden.

Details zum Projekt erklärt das folgende Video:

 

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