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Neuentwicklung KLEMM Bohrtechnik GmbH – Bohrgerät KR 704-2E

  • 21-02-2019
  •   BMA NewsClick

Der maschinelle Tiefbau ist im urbanen Umfeld, insbesondere innerhalb bestehender Gebäude, auf hochspezialisierte Baumaschinen angewiesen. Das Bohrgerät KR 704-2E mit seinen kompakten Abmessungen wurde genau dafür entwickelt. Der Elektroantrieb ermöglicht ein Arbeiten ohne Abgasemissionen und mit geringster Geräuschentwicklung.

 

Mit einer minimalen Grundgerätebreite von 750 mm und der Möglichkeit, Teleskoplafetten zu verwenden, ist das Bohrgerät in der Lage, selbstfahrend in Gebäuden mit engen Türöffnungen und geringen Raumhöhen zu manövrieren. Somit lassen sich unter diffizilen Bedingungen Spezialtiefbauaufgaben ausführen, vor allem Mikropfähle für Fundamente und Unterfangungen bestehender Fundamente durch Hochdruckinjektionssäulen.

 

Die Teleskoplafette bietet die Möglichkeit in Raumhöhen von 2,20 bis 3,20 m (oder optional 2,50 bis 3,50 m) zu arbeiten. Bohrgestänge und Schutzrohre lassen sich mit einer Nutzlänge von 1.500 mm (bzw. 2.000 mm) verwenden. Die Teleskoplafette bietet eine Rückzugkraft von 60 kN.

 

Die Kinematik der Lafette lässt ein seitliches Verschwenken der Bohrachse zu (± 35°), dies verbessert die Manövrierbarkeit und ermöglicht, Bohrpunkte in Gebäudeecken anzufahren. Durch die Längsverschiebung des Oberwagens um 300 mm lässt sich die Lafette feinfühlig über dem Bohrpunkt ausrichten, ohne dass das Bohrgerät umpositioniert werden muss.

 

Das Hydrauliksystem ist durch eine Load-Sensing Pumpe und eine lastdruckunabhängige Volumenstromregelung gekennzeichnet. Die Mobilsteuerblöcke kommunizieren direkt mit dem CAN-Bus und reagieren sehr feinfühlig und exakt reproduzierbar. Der Systemdruck für die Bohrfunktionen beträgt 350 bar. Mit dem neuen Hydraulikkonzept ist nun auch der Betrieb eines Hydraulikhammers möglich.

 

Unter beengten Verhältnissen bietet die (Funk-) Fernsteuerbarkeit des Bohrgerätes viele Vorteile für das Bedienpersonal. Alle Funktionen (Fahren, Einrichten und Bohren) sind ferngesteuert ausführbar. Das Gerät entspricht der EN 16228, das heißt für das Arbeiten ohne trennende Schutzeinrichtung unter besonderen Bedingungen ist die Betriebsart „special protective mode“ (SPM) verfügbar, ebenso „restricted operation mode“ (ROM) für den Bohrgestängewechsel.

 

Zur optimalen Anpassung an die jeweilige Bohraufgabe stehen mehrere Lafettenaufbauten und eine breite Palette an KLEMM-Bohrzubehör zur Verfügung.

 

 

Das erste Bohrgerät dieses Typs befindet sich bereits im Baustelleneinsatz. Dem internationalen Fachpublikum wird die KLEMM KR 704-2E offiziell auf der bauma 2019 in München vorgestellt.

 

Bildnachweis / Kontakt: KLEMM Bohrtechnik GmbH, Wintersohler Str. 5, 57489 Drolshagen
  Jutta Clemens (Tel. 02761 705101 / j.clemens@klemm-mail.de)
   www.KLEMM-BOHRTECHNIK.de