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Die elektrische BAUER eBG 33 – das Bohrgerät der Zukunft

  • 13-09-2021
  •   BMA NewsClick

Auf der diesjährigen Hausausstellung haben wir unser erstes elektrifiziertes Bohrgerät präsentiert – die neue eBG.

 

Anstelle eines Dieselmotors wird das Bohrgerät mit Strom betrieben, es benötigt also keinen fossilen Brennstoff und arbeitet äußerst geräuscharm – perfekt für den innerstädtischen Einsatz.

 

„Das Thema Elektrifizierung beschäftigt uns schon länger“, erklärt Christian Heinecker, Leiter unseres Geschäftsbereichs Bohrgeräte. „Früher war das Thema aber auf spezielle Kundenbedürfnisse oder Projekte abgestimmt.“

 

Bislang war die Elektrifizierung bei Bauer-Geräten nur vereinzelt zum Zug gekommen, etwa beim Dive Drill, einem Bohrgerät, das vom Schiff aus im Rahmen von Unterwasserbohrungen betrieben wird und bei dem elektrisch betriebene Hydraulikaggregate verbaut wurden.

 

Die neue eBG 33 ist mit mehr als 400 kW Antriebsleistung im mittleren Segment der Bohrgerätereihe angesiedelt, liegt also in der Größenordnung einer BG 28 bis BG 36.

 

Sie deckt damit einen sehr großen Bereich an Einsatzmöglichkeiten auf der Baustelle ab: Neben dem klassischen Kellybohrverfahren können mit der eBG 33 ebenso Hochleistungsverfahren wie Bodenmischverfahren, z. B. das Cutter Soil Mixing (CSM) oder das Bohren im Doppelkopfverfahren, ausgeführt werden. Sogar der Anbau einer Bauer-Schlitzwandfräse.

 

Der durchschnittliche Dieselverbrauch bei Bohrgeräten dieser Größenordnung ist enorm. Bei einem längeren Einsatz einer eBG 33 können die Betriebskosten erheblich reduziert werden.

 

Um die gleiche Leistung wie eine Bauer-BG mit Dieselmotor bieten zu können, hat man sich bei der eBG 33 für eine Lösung mit direkter Stromversorgung entschieden. Ein derzeit verfügbares Akku-System könnte die in dieser Größenklasse notwendige Leistung nicht aufbringen. Der Vorlauf auf der Baustelle muss entsprechend über mehrere Monate geplant sein, damit die Stromversorgung auch gewährleistet ist.

 

Eine besondere Herausforderung stellt die Kabelführung für eine gesicherte Stromzufuhr dar. Die Lösung ist ein sogenannter Power Loop - ein dicker Schlauch mit festem Schutzmantel, in dessen Innerem insgesamt sieben Kabel laufen. Für eine maximale Mobilität ist der Kabelschlauch an einem neu konstruierten Schlauchführungsarm montiert.

 

Der Motor benötigt ganze 690 Volt, die 400-V-Spannung wird für die Klimaanlage und Heizung benötigt. Weiter bietet eine 230-V-Steckdose die Möglichkeit, auf der Baustelle schnell zusätzliche Anbauteile, wie einen Schlagschrauber, anzustecken. Die Bordsteuerung benötigt, wie gewohnt, 24 Volt.

 

 

„Wir freuen uns, dass mit der eBG eines der Hauptarbeitsgeräte im Spezialtiefbau nun lokal komplett CO2-frei betrieben werden kann. Möglich wurde die Entwicklung durch die enge Zusammenarbeit mit unseren Kunden, aber vor allem auch durch das enorme Engagement unseres Projektteams, dem großer Dank gebührt“, wie Christian Heinecker betont.

 

 

 

 

Alle Bilder: @BAUER Group

Zur Pressemitteilung: Die neue BAUER eBG 33 – das Bohrgerät für eine elektrische Zukunft