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Dammsanierung im Hochgebirge: Bauer-Großdrehbohrgeräte arbeiten in 2.200 m Höhe

  • 16-09-2019
  •   BMA NewsClick

Kärnten, Österreich – Die Kraftwerksgruppe Fragant in den Hohen Tauern stellt mit einer Jahreserzeugung von 790 Millionen Kilowattstunden seit vielen Jahrzehnten Kärntens Stromversorgung sicher. Ein energiewirtschaftliches Konzept, das europaweit einzigartig ist:

 

Hochgebirgsseen wurden zu Speichern ausgebaut, die durch natürliche Zuflüsse und mit aus tiefer liegenden Speichern hinaufgepumptem Wasser gefüllt werden.

 

Weil einige der Anlagen bereits über 50 Jahre alt sind, wird nun an zwei großen Sanierungsprojekten gearbeitet:

 

Der Wurtendamm, der als Unterwasserspeicher für das Pumpspeicherkraftwerk Feldsee dient, erhält eine neue Asphaltoberflächendichtung.

 

Noch umfangreicher sind die Arbeiten beim Feldseedamm auf mehr als 2.200 m Seehöhe. Zur Abdichtung des Dammuntergrundes stellte die Porr Bau GmbH aus Wien eine überschnittene Bohrpfahlwand mit 1.180 mm Durchmesser und bis 27 m Tiefe her.

 

Zum Einsatz kamen eine BAUER BG 36 und eine BAUER BG 40. Zu den besonderen Herausforderungen, neben der extremen Höhenlage und den sehr harten Felsschichten, gehörte in der Bauphase auch der enge Zeitrahmen.

 

Darüber hinaus stellte die hochgelegene Baustelle auch extreme Ansprüche an die Logistik:

 

Meter für Meter ging es für den selbstfahrenden, per Funk bedienbaren Schwertransport hinauf zu seinem Einsatzort. Insgesamt mussten 1.100 Höhenmeter und eine enge, 10 km lange Passstraße mit einer Steigung von bis zu 25 % überwunden werden.

 

Das Ziel möglichst geringer Stillstandszeiten konnte zur vollsten Zufriedenheit des Bauherrn umgesetzt werden – trotz stark wechselnder Wetterbedingungen samt Schneeverwehungen und Wind noch in den Sommermonat Juni hinein.