Career

„Ich freue mich bereits auf diese neue Herausforderung. Denn langweilig wird es einem als dualer Student nicht so schnell.“

 

Bereits vor dem Abitur spielte ich mit dem Gedanken ein zukünftiger dualer Maschinenbaustudent zu werden. Die Vorteile lagen auf der Hand: Ich wollte nicht nur rein theoretisch Lernen, sondern das Gelernte auch praxisbezogen in einer Firma anwenden und verstehen. Somit machte ich mich auf die Suche und entschied mich letztendlich für die BAUER Maschinen GmbH in Schrobenhausen.

 

Ausschlaggeben waren hierfür eine familiäre Unternehmensführung, das Model des dualen Studiums (Studium mit vertiefter Praxis) sowie ein persönlicher Betreuer bzw. Ansprechpartner für das komplette Studium.

 

Angefangen hat mein duales Studium Ende Juli 2012, also noch circa zehn Wochen vor Semesterbeginn.

 

In den ersten sechs Wochen durfte ich in der Lehrwerkstatt grundlegende Dinge über die Bearbeitung von Metall kennenlernen. Hierzu zählten etliche Schweißverfahren sowie Drehen und Fräsen, als auch die Bearbeitung von Hand. Besonders gefallen hat mir dabei, dass man wirklich sehr schnell selbst mit den Maschinen und Geräten in Kontakt kam. Diese ersten Erfahrungen, die ich hierbei gesammelt habe, konnte ich mittlerweile bereits in dem Fach Fertigungsverfahren vertiefen.

 

In den darauffolgenden vier Wochen vor meinem 1. Semester durfte ich dann die Konstruktionsabteilung meines persönlichen Betreuers kennenlernen. Hierfür habe ich einen eigenen Arbeitsplatz mitsamt PC-Ausrüstung bekommen und konnte so kleinere CAD- und Excel-Aufgaben für meine Kollegen übernehmen – Highlight war eine Exkursion auf eine Baustelle in München, bei der ich die BG40 (Bohrgerät) im laufenden Betrieb bestaunen konnte. In dieser Zeit habe ich natürlich recht schnell neue Kontakte in der Firma geknüpft und einen sehr konkreten Einblick in mein zukünftiges Maschinenbau-Studium bekommen.

 

Anschließend begann am 1. Oktober 2012 mein Maschinenbaustudium an der Technischen Hochschule in Ingolstadt. Auffallend an der Hochschule sind die kleinen Studiengruppen von maximal 50 Leuten, die modernen Gebäude und Einrichtungen sowie die relativ jungen Professoren.

 

Das Studium an sich fängt mit den Grundlagen an, steigert sich jedoch sehr schnell und man muss gerade am Anfang aufpassen, dass man nicht den Anschluss verliert. Auch deshalb, weil man erst am Ende des Semesters eine Prüfung pro Fach schreibt und somit während des Semesters keinen Leistungsstand hat. Die meisten Professoren versuchen dies jedoch durch viele Übungsaufgaben in den Vorlesungsstunden, durch zusätzliche Tutorien (Lehrveranstaltung von älteren Studenten) und durch Praktika in den Laboren zu kompensieren. In den relativ kurzen Wintersemesterferien arbeitete ich dann in der Montage. Hier werden die großen Bohrgeräte zusammengebaut und ausführlich getestet. Dies ist insofern interessant und nützlich, da man hier einen tieferen Einblick in den Aufbau und in die Funktionsweise der großen Geräte bekommt.

Darauffolgend begann das zweite Semester am 15. März 2013. Dieses Semester baut im Wesentlichen auf dem ersten Semester auf. So hat man zum Beispiel die Fächer Mathe 2, Werkstofftechnik 2 und Technische Mechanik 2 – aber auch neue Fächer wie Fertigungsverfahren und ein Praktikum im Werkstofflabor.

 

Soweit zu meinem aktuellen Stand meines dualen Studiums. In den Sommersemesterferien werde ich als nächstes die Abteilung Qualitätssicherung kennenlernen und freue mich bereits auf diese neue Herausforderung. Denn langweilig wird es einem als dualer Student nicht so schnell.


Jakob Reiter
Maschinenbau
Dualer Student bei der BAUER Maschinen GmbH seit September 2012