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Erfahrungsbericht Bachelorarbeit bei der BAUER Maschinen GmbH

Mein Name ist Florian Wagner und ich studiere an der Technischen Hochschule Ingolstadt Wirtschaftsingenieurwesen. Der Studiengang gliedert sich zu etwa 30% in betriebswirtschaftliche Vorlesungen und zu 70% in Vorlesungen des Maschinenbaus. Von Oktober 2015 bis März 2016 verfasste ich zum Abschluss des Studiums bei der BAUER Maschinen GmbH in der Abteilung Parts&Service meine Bachelorarbeit.

 

Für mich gab es mehrere Gründe, mich bei BAUER für eine Studienabschlussarbeit zu bewerben. Da ich nur unweit vom Firmenhauptsitz Schrobenhausen wohne, konnte ich die Entwicklung des Konzerns unweigerlich schon immer verfolgen. Während einem in der Schulzeit die Firma hauptsächlich wegen der hoch in den Himmel ragenden Masten der Maschinen in der typischen gelben Farbe, die man an den Standorten in Aresing und Schrobenhausen im Vorbeifahren sehen konnte, bekannt war, so beschäftigte man sich während des Studiums genauer mit den Geschäftsfeldern des Konzerns und seinem Auftreten als global agierender Konzern. Auch durch Ferienjobs während der Semesterferien konnte ich die BAUER Maschinen GmbH bereits kennen lernen. Dort arbeitete ich im Werk Aresing in der Getriebemontage zusammen mit einem Facharbeiter an den KDK’s, dem Kraft-Dreh-Kopf, der hydraulisch betrieben wird und für die Drehbewegung des Bohrwerkzeugs an den Drehbohrgeräten sorgt. In dieser Zeit konnte ich die Produktion der BG’s, ihren Aufbau und die Funktionen der einzelnen Bauteile kennen lernen. Schon damals beeindruckte mich das hohe Know-How der Mitarbeiter, die gut organisierte Fertigung und dasständige Bestreben nach dem Erreichen der höchstmöglichen Produktqualität.

 

Außerdem berichteten mir zwei Studenten aus dem Freundeskreis, die bereits bei BAUER ihre Studienabschlussarbeit verfassten, von ihren guten Erfahrungen in der Firma.

 

So bewarb ich mich auf ein im Karriere-Portal ausgeschriebenes Thema, das sowohl betriebswirtschaftliches als auch ingenieurwissenschaftliches Wissen verlangte und konnte die Stelle letztenendes antreten. Die Bachelorarbeit handelte über Bohrwerkzeuge, die in Verbindung mit der Kelly-Stange am Bohrgerät zur Erstellung der Bohrlöcher für Pfahlgründungen oder andere Spezialtiefbauarbeiten eingesetzt werden. Das Thema beinhaltete eine Markt- und Wettbewerbsanalysedieser Kelly-Bohrwerkzeuge und zudem eine Produktkostenoptimierung. So wurden zum BeispielKundenanforderungen analysiert, ein Rechenmodell zur Abschätzung des Absatzvolumens entwickelt, Wettbewerber ermittelt und hinsichtlich ihres Qualitäts- und Preisniveaus bewertet, Kostentreiber der Bohrwerkzeuge identifiziert und Konzepte zur Produktkostenoptimierung erarbeitet. Dabei arbeitete ich mit den verschiedensten Abteilungen der BAUER Maschinen GmbH zusammen, angefangen von der Entwicklung&Konstruktion der Bohrwerkzeuge, der Arbeitsvorbereitung, dem Einkauf und dem Vertrieb bis hin zu den Ansprechpartnern der ausländischen Bohrwerkzeug-Fertigungsstätten in Malaysia, USA, China und Russland.

Dazu konnte ich zu Beginn der Bachelorarbeit für einige Tage in der Bohrwerkzeugproduktion in Edelshausen mitarbeiten und erhielt somit einen schnellen Einblick in die Thematik.

 

Als Highlight bleibt mir mit Sicherheit auch der Besuch einer Baustelle in Erinnerung, bei dem ich ein Bohrgerät samt Bohrwerkzeug im Einsatz erleben konnte.

 

Die Aufgaben empfand ich als sehr herausfordernd. Manche Stolpersteine, die im Vorfeld so nicht von mir erwartet wurden, mussten überwunden werden und ich habe vermutlich mehr Zeit in die Abschlussarbeit gesteckt, als der durchschnittliche Student. Wer also die Herausforderung sucht und komplexe Probleme zielgerichtet bearbeiten will, der ist bei der BAUER Maschinen GmbH genau richtig.

 

Dabei möchte in noch die hervorragende Begleitung der Bachelorarbeit durch meinen Betreuer Fabian Denk, der mir jederzeit als Ansprechpartner zur Verfügung stand und sowohl fachlich als auch persönlich eine große Unterstützung war, hervorheben.

 

Weiterhin empfand ich die flachen Hierarchieebenen und die fast schon familiäre Atmosphäre im Unternehmen als sehr beeindruckend. Ein firmeninternes Eisstock-Turnier, bei dem von Produktionsmitarbeitern über kaufmännische Leiter bis hin zu Vorstandsmitgliedern alle um einen Pokal wetteifern gibt es wohl in keiner zweiten Aktiengesellschaft.

 

Auch wenn ich mit meiner Bachelorarbeit keine Revolution im Bereich Bohrwerkzeuge geschaffen habe, so hoffe ich, dass ich das mir entgegengebrachte Vertrauen rechtfertigen konnte und mit meiner Arbeit auch hilfreiche Informationen und Ansätze für die Zukunft liefern konnte.