Career

Walter Fröhlich, Geschäftsbereichsleiter Parts & Service, BAUER Maschinen GmbH

Herr Fröhlich, Ihr Karriereweg bei Bauer begann 1979 mit einer Ausbildung zum Maschinenschlosser. Wie ging es weiter?

 

Ich hatte bereits das letzte halbe Jahr meiner Ausbildungszeit in der Montage gearbeitet und war dabei viel auf Baustellen unterwegs gewesen. Nachdem ich meine Ausbildung verkürzen und erfolgreich abschließen konnte, wurde ich direkt übernommen und weiterhin in diesem Bereich eingesetzt. Die Arbeit im Außendienst kam mir anfangs wie ein kleines Abenteuer vor und ich habe sehr schnell sehr viel gelernt. Mir wurde bald klar, dass ich auch schulisch meinen Horizont erweitern wollte und machte somit eine Weiterbildung zum Maschinenbaumeister. Nach meinem Abschluss stieg ich zunächst wieder in meine alte Position ein, bis ich stellvertretender Abteilungsleiter der damaligen „Montage 1“ wurde. Etwa ein Jahr später wurde eine neue Abteilung zur Komponentenfertigung gegründet, deren Leitung ich übernahm.

 

Für wie viele Mitarbeiter waren Sie zu dieser Zeit verantwortlich?

 

Mein Team bestand zunächst aus zehn neuen Mitarbeitern und wuchs über die Jahre auf 35 an. Auch die Arbeit im Ausland nahm nach und nach zu, da unsere Schlitzwandfräsen zu einem Großteil für den asiatischen Raum gefertigt wurden. Bei diesen Aufenthalten handelte es sich nur um Kurzeinsätze von wenigen Tagen oder Wochen, doch rückblickend muss ich sagen, dass eine langfristige Entsendung bestimmt auch eine wertvolle Erfahrung gewesen wäre.

Die Position des Abteilungsleiters hatte ich etwa elf Jahre lang inne, bis ich mit Mitte 30 erneut den Wunsch nach einer Weiterbildung bekam und für neun Monate eine Schulung zum technischen Betriebswirt absolvierte.

 

Haben Sie im Anschluss an Ihre Weiterbildungsmaßnahme sofort eine passende Stelle erhalten?

 

Ich erhielt bereits während meiner Abwesenheit einen überraschenden Anruf von einem der damaligen Geschäftsführer. Dieser bot mir die Möglichkeit an, anstatt in meine alte Position zurückzukehren, eine Stelle als Sachbearbeiter in der Arbeitsvorbereitung anzunehmen. Zwar fiel es mir anfangs nicht ganz leicht, nach so langer Zeit die Verantwortung für meine Mitarbeiter komplett abzugeben, doch ich nahm sein Angebot an.

In der Arbeitsvorbereitung wurde ich mit einem Spezialprojekt auf dem Gebiet der Vor- und Nachkalkulation beauftragt. Die Arbeit in diesem Bereich war fachlich zwar interessant, doch ich merkte nach einer Weile, dass der Posten nicht optimal zu mir passte. Der Arbeitsalltag war sehr geregelt, beinahe automatisiert und mir fehlte es an Spontanität und Abwechslung, was ich schließlich auch meinem Chef mitteilte.

 

Und fanden Sie Gehör?

 

Absolut. Mein damaliger Vorgesetzter befasste sich mit meiner Situation und machte sich ausgiebig Gedanken dazu. Als ich dann eines Tages aus dem Urlaub zurückkehrte, führte er mich direkt zum Fertigwarenlager. Dort war die Stelle des Abteilungsleiters frei geworden und somit bekam ich im Jahr 2001 eine neue Aufgabe. Über die Jahre wurde das Fertigwarenlager nach und nach erweitert und bekam Zuwachs durch andere Bereiche wie der Reparaturabteilung und der Zentralen Auftragsabwicklung. Somit hatte ich schließlich die Verantwortung für etwa 100 Mitarbeiter. 2011 fand schließlich eine Umstrukturierung des Unternehmens zu Geschäftsbereichen statt. Ein Teil meiner Abteilungen wurde in den Geschäftsbereich Parts & Service übernommen und ich wurde mit dessen Leitung beauftragt.

 

Wie sieht seither Ihr Arbeitsalltag aus?

 

Wenn ich morgens ins Büro komme, weiß ich im Grunde nicht, was der Tag bringt. Sowohl die Art, als auch der Ort meiner Arbeit ist sehr vielseitig. Ich bin viel in der Welt unterwegs, da ich versuche, jede große ausländische Niederlassung wenigstens alle zwei Jahre zu besuchen und mir ein Bild vor Ort zu machen. Zudem treffe ich auch hin und wieder internationale Kunden. Gleichzeitig möchte ich so viel wie möglich für meine Mitarbeiter in Schrobenhausen da sein und stehe somit vor der Herausforderung, auf zwei Hochzeiten zu tanzen. Glücklicherweise sind mir drei Abteilungsleiter unterstellt, die eine hilfreiche Entlastung sind.

Meine typischen Tätigkeiten in Schrobenhausen bestehen zu 70% aus Schreibtischarbeit in Form von Preiskalkulationen, Strategieentwicklungen, Besprechungen zu neuen Projekten usw. Ein großer Teil meiner Arbeit besteht außerdem aus Personalthemen wie Mitarbeitergesprächen und Vorstellungsterminen.

 

Was macht Ihrer Meinung nach Bauer als Arbeitgeber aus?

 

Bauer bringt seinen Mitarbeitern sehr viel Vertrauen entgegen. Natürlich bekommt jeder klare Aufgaben und Ziele gesetzt, doch was die Vorgehensweise angeht sind die Mitarbeiter sehr frei. Dadurch hat jeder die Möglichkeit kreativ zu arbeiten, neue Ideen einzubringen und auch mal nach rechts und links zu schauen, statt nur stur geradeaus.

Außerdem ist Bauer ein Unternehmen, bei dem Leistung und Engagement honoriert werden. Man bekommt hier auf allen Ebenen die Chance sich zu beweisen und wird – unabhängig vom Bildungsgrad – entsprechend gefördert, wenn man seine Sache gut macht. So stehen einem fleißigen und talentierten Mitarbeiter alle Türen im Unternehmen offen. In diesem Sinne versuche ich ebenfalls Potenziale in meinen eigenen Reihen aufzudecken und voranzutreiben. In vielen Bereichen gehört hier die Entsendung ins Ausland dazu. Bauer ist ein internationales Unternehmen mit internationalen Kunden und benötigt sein Personal natürlich auch vor Ort. Im Gegenzug bekommen Mitarbeiter - zum Teil sogar Auszubildende - die Chance, wertvolle Erfahrungen an den verschiedensten Orten der Welt zu sammeln und dabei ein hohes Maß an Verantwortung zu übernehmen.