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Gerhard Winter, Leiter Facility Management, BAUER Aktiengesellschaft

Herr Winter, Sie sind seit über 20 Jahren Leiter des Facility Managements. Was genau ist unter dieser Abteilung zu verstehen?

 

Das Facility Management der BAUER AG ist weitaus vielseitiger als man auf den ersten Blick glauben würde. Als ich 1992 Leiter dieser Abteilung wurde, bezeichnete man uns noch als „Gebäudeverwaltung“. Ich war verantwortlich für acht gewerbliche Mitarbeiter, die die Gebäude der Firma BAUER instand hielten. Über die Jahre sind wir mehr und mehr gewachsen und haben viele zusätzliche Aufgaben übernommen. Beispielsweise gehören heute die Kfz-Werkstatt sowie die Reprostation zu uns und wir kümmern uns um den Postdienst. Ein weiterer großer Bereich unserer Abteilung besteht in der Organisation von Firmenhandys, Springerfahrzeugen und Mietwagen. Außerdem gewinnt das Eventmanagement stetig an Bedeutung, denn mittlerweile sind wir für jährlich über 900 interne und externe Veranstaltungen, unter anderem unsere Hausausstellung, im Einsatz. Außerdem sind wir für den gesamten Einkauf der BAUER AG, inklusive dem IT-Einkauf, verantwortlich und übernehmen natürlich weiterhin alle typischen FM-Aufgaben wie technischen Angelegenheiten und die Gebäudeinstandhaltung. So sind über die Jahre aus den 8 Arbeitern knapp 70 Mitarbeiter geworden.

 

Sie tragen also die Verantwortung für ein sehr großes Team. Eingestiegen sind Sie bei Bauer zunächst jedoch als auszubildender Industriekaufmann. Wie sind Sie schließlich zum Facility Management gekommen?

Nachdem ich meine Ausbildung 1987 erfolgreich abgeschlossen hatte, wechselte ich zunächst zur maschinentechnischen Abteilung, die damals noch Bestandteil der BAUER Spezialtiefbau GmbH war. Als ich im August 1991 erfuhr, dass ich nicht mehr zum Wehrdienst eingezogen werden würde, war schließlich klar, dass einer beruflichen Neuorientierung oder Weiterentwicklung nichts mehr im Wege stand. Zu dieser Zeit war ich bereits eine Weile in der Maschinenversorgung tätig, wodurch ich in Kontakt mit vielen Leuten stand und bereits organisatorische Aufgaben übernommen hatte. Letztendlich kam mir der Gedanke, dass mir genau diese Kombination großen Spaß bereitet. Im Februar 1992 hing dann die Stellenausschreibung für den Leiter der Gebäudeverwaltung am Schwarzen Brett und eins führte zum anderen.

Und welche Aufgaben zählen seitdem zu Ihrem typischen Tätigkeitsbereich?

Mein Aufgabengebiet ist extrem vielseitig und abwechslungsreich. Kein Tag ist zu 100% planbar. In dem breiten Aufgabenspektrum des Facility Managements gibt es permanent Entscheidungen zu treffen und Neuplanungen vorzunehmen. Meine Mitarbeiter arbeiten zwar sehr selbstständig und ich kann mich auf das gesamte Team verlassen, nichtsdestotrotz müssen viele Entscheidungen von mir selbst getroffen werden. Außerdem stehe ich als Koordinator über allen Bereichen der Abteilung, indem ich beispielsweise Engpässe wie Mitarbeiterausfälle ausgleiche und Sonderaufgaben verteile.

Das klingt nach einem stressigen Arbeitsalltag. Würden Sie einen geregelteren Beruf nicht vorziehen?

Im Gegenteil, ich liebe diesen Abwechslungsreichtum! Kein Tag ist wie der andere und es wird mir niemals langweilig. Zudem habe ich durch meine Position mit vielen Mitarbeitern aus den verschiedensten Abteilungen zu tun und lerne so viele interessante Menschen kennen.

Sie sind nun seit 30 Jahren bei Bauer. Gibt es einen Grund für diese Treue?

Ich finde Bauer ist ein hervorragendes Unternehmen. Besonders von der gelebten Familienkultur bin ich begeistert. Statt sich hinter verschlossenen Türen zu verschanzen, tritt die Geschäftsführung und -leitung hier bodenständig auf und hat stets ein offenes Ohr für ihre Mitarbeiter. Das zeigt sich beispielsweise daran, dass Prof. Thomas Bauer persönlich zu Gast bei unserem Stammtisch für neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter war.

Und diese offene Gesprächskultur leben wir auch in meiner Abteilung voll und ganz aus. Ich lege großen Wert auf die Meinung meines Teams und bin immer offen für Anregungen von Seiten neuer Mitarbeiter.