Von komplexen Bauprojekten, Innovationen und der Digitalisierung im Spezialtiefbau: Symposium „Schrobenhausener Tage“ bei Bauer Spezialtiefbau

  • 15.05.2018
  •   Fachpressemeldungen

Schrobenhausen – Die Veranstaltung hat Tradition: Seit genau 30 Jahren lädt die BAUER Spezialtiefbau GmbH zur Vortragsreihe „Schrobenhausener Tage“ in das Konferenzgebäude nach Schrobenhausen. Rund 340 Gäste, überwiegend aus der Bauwirtschaft und der Forschung, waren Ende April 2018 der Einladung gefolgt. Zusätzlich reisten dieses Jahr etwa 80 internationale Teilnehmer an. Die Zuhörer erwartete eine gelungene Mischung aus spannenden Vorträgen über ungewöhnliche und komplexe Bauprojekte sowie Innovationen im Spezialtiefbau.

 

Begrüßt wurden die Gäste am internationalen Tag von Bauer Spezialtiefbau-Geschäftsführer Arnulf Christa, Prof. Thomas Bauer, Vorstandsvorsitzender der BAUER AG, und Hans-Joachim Bliss, seit vielen Jahren Mitglied der Geschäftsleitung bei Bauer Spezialtiefbau. Letzterer führte durch das Programm der internationalen Veranstaltung, das in englischer Sprache abgehalten wurde. Die Gäste, insgesamt 21 Nationalitäten, kamen aus Europa, dem Nahen, Mittleren und Fernen Osten, den USA sowie Kanada. Die Vorträge drehten sich um große infrastrukturelle Baumaßnahmen, wie die Hongkong-Macao-Brücke, den Tunnelbau am Suezkanal in Ägypten oder die U-Bahn-Station Ampang Park in Kuala Lumpur. Weiter ging es über die Diamantenmine Diavik im Norden Kanadas, eine Polyhalit-Mine in England und das Kohlekraftwerk Punta Catalina in der Dominikanischen Republik bis hin zu einem Luxusressort in Montenegro. Im abschließenden Vortrag bot Geschäftsleiter Florian Bauer einen Einblick in die Bereiche Innovationen und Digitalisierung bei Bauer.

 

Am zweiten Tag begrüßten Walter Haus und Arnulf Christa viele Gäste zum deutschsprachigen Symposium. Zum letzten Mal führte Walter Haus, langjähriges Mitglied der Geschäftsleitung von Bauer Spezialtiefbau, durch das Programm. Den Auftakt bildeten Projekte in Deutschland, die sich allesamt einzigartigen Herausforderungen im Spezialtiefbau stellen mussten, wie z. B. in München, wo unter dem sechsspurig befahrenen Altstadtring bei fortlaufendem Verkehr eine mehrgeschossige Tiefgarage entsteht. Dafür wie auch für den Vortrag zum Projekt Kö-Bogen II in Düsseldorf konnten die Bauherren als Co-Redner gewonnen werden. Sie stellten neben den perfekt gemeisterten Herausforderungen insbesondere die gute und sachliche Zusammenarbeit mit den Bauer-Mitarbeitern hervor. Weitere Themen waren eine Baugrube „mit Bestand“ in Stuttgart und eine Deponieeinkapselung in Bad Dürkheim, für die eigens ein neuer Baustoff entwickelt wurde.

 

Der zweite Vortragsblock mit dem Schwerpunkt Innovationen begann mit einem Rückblick auf die Erfindung des Bauer-Ankers vor 60 Jahren. Es folgten Ausführungen zur Doppelkopftechnik, zur Digitalisierung und zu BIM sowie zu einem Gründungskonzept im Seeton, einem äußerst schwierig zu bearbeitenden Boden im Chiemgau. Gastredner Prof. Dr. Roberto Cudmani von der Technischen Universität München komplettierte die Riege der Vortragenden. Abschließend wurden drei internationale Projekte vorgestellt: der Corniche Tower in Abu Dhabi, die Herstellung von Schächten für eine großangelegte Mine in England, in der Polyhalit – ein organischer Dünger – abgebaut werden soll und der Bau des Ismailia-Tunnels unter dem Suezkanal, bei dem das neu entwickelte Soil-Freezing zum Einsatz kommt, wie der externe Referent Michael Löffler berichtete.

 

Am Abend hatten die nationalen wie internationalen Gäste die Möglichkeit, dem Vortrag von Thomas Bauer zu folgen. Zu diesem Zweck war ein Simultandolmetscher engagiert und die fremdsprachigen Zuhörer mit Headsets ausgestattet worden. In seiner Rede sprach der Vorstandsvorsitzende über Firmenkultur im Allgemeinen und die gelebte Bauer-Kultur im Speziellen, „denn je größer ein Unternehmen wird, umso wichtiger wird die aktive Gestaltung der Unternehmenskultur.“