Feierliche Wiedereröffnung des Forggensee-Staudamms

  • 10.10.2019
  •   BST Fachpressemeldungen

Roßhaupten, Deutschland – Der Verkehr rollt wieder über die Dammkrone, die Stromerzeugung läuft auf Hochtouren und der Forggensee ist wieder mit Wasser gefüllt: Nach einer Gesamtbauzeit von nur 16 Monaten und unter höchstem Einsatz aller Beteiligten konnte die Sanierung des Forggensee-Staudamms in Roßhaupten bereits im Juli 2019 erfolgreich abgeschlossen werden. Nach der Fertigstellung der neuen Straße auf der Dammkrone – samt Geh- und Fahrradweg – und dem Abschluss aller weiteren Arbeiten, wurde der Staudamm Roßhaupten am 12. September im Rahmen einer feierlichen Zeremonie wiedereröffnet.

 

Dr. Klaus Engels, Direktor Wasserkraft von Uniper in Deutschland, lobte nach der Begrüßung aller anwesenden Würdenträger die außergewöhnlich gute und konstruktive Zusammenarbeit der Mitwirkenden und zeigte sich dankbar angesichts des reibungslosen Ablaufs des anspruchsvollen Projekts. Dr. Rüdiger Detsch, Ministerialdirektor des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz, stellte die besondere Bedeutung des Forggensees als „Perle des Allgäu“ in den Fokus und lobte die Arbeit der BAUER Spezialtiefbau GmbH, die mit diesem Projekt neue Maßstäbe gesetzt habe.

 

Bauer war vom Kraftwerksbetreiber Uniper Kraftwerke GmbH mit der Ausführung von 13.500 m² Schlitzwand zur Abdichtung des Damms beauftragt worden. Die besonderen Herausforderungen bei diesem Projekt lagen darin, dass die Schlitzwand nur von der 11 m breiten und damit sehr schmalen Dammkrone aus hergestellt werden konnte; diese lag zudem nicht in der Mitte des Damms, sondern ungünstig seitlich versetzt. Die 1 m dicke und 70 m tiefe Schlitzwand wurde in zwei Arbeitsschritten und mit Einbindung in sehr harten Fels ausgeführt. Zunächst erfolgte der Aushub auf den oberen 40 m des Dammkörpers mithilfe eines Schlitzwandgreifers an einem BAUER MC 64 Seilbagger. Die restlichen 30 m unterhalb der eigentlichen Dammaufschüttung wurden mittels Schlitzwandfräse an einem MC 96 Seilbagger abgetragen. Die Schlitzwandarbeiten von Bauer wurden an sieben Tagen pro Woche und in Tag- und Nachtschicht – also im 24-Stunden-Betrieb – ausgeführt.

 

Prof. Thomas Bauer, Aufsichtsratsvorsitzender der BAUER Gruppe, lobte im Rahmen der Feierlichkeiten entsprechend die ausgezeichnete Leistung der gesamten Baustellenmannschaft und bedankte sich bei den Beteiligten für die optimale Zusammenarbeit. Er sei sehr stolz darauf, dass Bauer nach dem Projekt am Sylvensteinspeicher nun einen weiteren Staudamm in Bayern habe sanieren dürfen. Landrätin Maria Rita Zinnecker ging ebenfalls auf die große Bedeutung des Forggensees für die Region ein und beendete ihre Grußworte mit besten Wünschen für die neue Dammabdichtung, die gesamte Region und den Forggensee selbst.

 

Idyllisch in der Nähe von Schloss Neuschwanstein im sogenannten Königswinkel gelegen, wird der vom Lech durchflossene bayerische Forggensee sowohl als Naherholungsgebiet, als auch als touristisches Ziel genutzt. Der fünftgrößte See Bayerns und flächenmäßig größte Stausee Deutschlands dient zudem der Stromerzeugung und der Hochwasserregulierung nach Einsetzen der Schneeschmelze in den Alpen. Um das Kraftwerk und auch den Hochwasserschutz für die Zukunft zu rüsten, wurde von März 2018 bis April 2019 von der BAUER Spezialtiefbau GmbH die Erneuerung der Dammabdichtung ausgeführt.

 

Auf die Rolle der Wasserkraft als Schlüsseltechnologie im Energie-Mix ging Eckhart Rümmler, Mitglied des Vorstands von Uniper, nochmals gesondert ein und verwies im Rahmen der Arbeiten am Staudamm Roßhaupten auf die Wichtigkeit der Arbeitssicherheit und den Gesamterfolg des Projekts.