Bohrgeräte für Rettungsschächte in China: BAUER Gruppe verkauft sechs RBT90-Tiefbohrgeräte

  • 16.11.2012
  •   Fachpressemeldungen

Schrobenhausen – Mitte September vereinbarte die PRAKLA Bohrtechnik GmbH, ein Unternehmen der BAUER Gruppe und Tochter der BAUER Maschinen GmbH, die Lieferung von sechs Universalbohrgeräten des Typs RBT90 an das chinesische Kohleförderunternehmen China National Coal Development Co. Ltd. Mit den Geräten sollen künftig im Notfall Rettungsschächte abgebohrt werden, um verschüttete Bergarbeiter schnell und sicher bergen zu können.

 

„Mit dem Verkauf haben wir einen weiteren großen Schritt in der Strategie unseres neuen Geschäftsfelds Tiefbohrtechnik unternommen“, so Prof. Thomas Bauer, Vorstandsvorsitzender der BAUER AG. „Wir sind stolz darauf, dass unsere Geräte für eine so verantwortungsvolle Aufgabe, die letztlich eine hohe materialtechnische Zuverlässigkeit erfordert, zum Einsatz kommen.“

 

Die RBT90-Bohrgeräte der PRAKLA Bohrtechnik GmbH zeichnen sich vor allem durch ihre hohe Mobilität aus: Aufgebaut auf einem LKW-Trailer, können sie per Zugmaschine schnell zu unterschiedlichen Einsatzorten gebracht werden. Die sechs Geräte werden im Bauer Maschinen-Werk am Firmenstammsitz im bayerischen Schrobenhausen gefertigt. Die Auslieferung erfolgt an sechs Minenbetreibergesellschaften innerhalb der nächsten zwölf Monate.

 

Die Universalbohrgeräte der PRAKLA Bohrtechnik GmbH sind prinzipiell für verschiedenste Anwendungen und Bohrverfahren konzipiert, so dass die vom Kunden geforderten technischen Parameter voll erfüllt werden konnten. RBT90-Bohrgeräte verfügen über eine maximale Hakenlast von 90 Tonnen. Die größtmögliche Bohrtiefe bei kleinen Durchmessern beträgt 3.000 Meter, bei Bohrungen mit 700 Millimetern Durchmesser, wie sie beispielsweise auch in China vorgesehen sind, können bis zu 700 Meter tiefe Bohrungen abgeteuft werden.

 

Ähnlich tief war beispielsweise der Rettungsschacht, der im Herbst 2010 in Chile gebohrt werden musste. Eine spektakuläre Bergungsaktion sorgte damals als „Wunder von Chile“ weltweit für Schlagzeilen: Insgesamt 33 in der Gold- und Silbermine San José verschüttete Kumpel mussten 69 Tage lang bis zu ihrer Rettung ausharren. Nachdem ein knapp 700 Meter tiefer Rettungsschacht gebohrt worden war, gelang es schließlich, mittels einer Rettungskapsel alle Bergleute erfolgreich zu bergen.