Bauer führt Bahndammsanierung aus

  • 01.08.2019
  •   BST Fachpressemeldungen

Vilseck, Deutschland – Rund 1,6 Milliarden Euro investiert die Bahn nach eigenen Angaben heuer in Bayern für mehr Qualität im Schienennetz. Ab April wurde auch die Bahnstrecke zwischen Neukirchen (bei Sulzbach-Rosenberg) und Vilseck saniert. Die Bahnstrecke 5060 ist eine Abzweigung der Verbindung Nürnberg-Schwandorf, die bei Neukirchen in Richtung Weiden abzweigt. Seit 2016 durfte sie nicht mehr mit Neigetechnik – einer Funktion, durch die Züge schneller fahren können – oder von Güterzügen befahren werden, denn die alte Strecke war für die hohen Geschwindigkeiten und schweren Lasten nicht mehr sicher genug. Mit der Sanierung des rund 11 km langen Gleisabschnitts zwischen Neukirchen und Vilseck wurde die Strecke nun modernisiert und die Gleise ausgebaut. Für die Sanierung der insgesamt drei Bahndämme wurde die BAUER Spezialtiefbau GmbH von der DB Netz AG beauftragt.

 

Während einer Vollsperrung der Bahnstrecke wurden rund 42.000 m² Mixed-in-Place-Lamellen als Einzellamellen hergestellt. „Das ist eine große Besonderheit und eine Premiere für uns“, so Stefan Ferstl, Projektleiter der Bauer Spezialtiefbau. Für die Ausführung der Arbeiten im MIP-Verfahren hatte Bauer aufgrund der hohen Sicherheitsstandards der Bahn eine eigene Zulassung zur Betriebserprobung erhalten. „Dieses Verfahren, bei dem der anstehende Boden direkt als Zuschlagstoff für die benötigten Betonsäulen verwendet wird, konnten wir so zum ersten Mal auf einem Bahndamm ausführen.“ Insgesamt wurden ca. 2.700 Einzellamellen auf drei verschiedenen Bahndämmen hergestellt.

 

Um den straffen Zeitplan einzuhalten und um die Strecke möglichst schnell wieder für den Bahnverkehr freigeben zu können, führten sechs Arbeitskolonnen die Bohrungen aus, wodurch jeweils zwei Geräte in Tag- und Nachtschicht besetzt waren. Zusätzlich wurde an Feiertagen und an einem Wochenende gearbeitet. Zum Einsatz kamen eine RTG RG 27 und RG 25 sowie zwei RG 19, außerdem eine BAUER BG 24. Zur weiteren Stabilisierung des Damms wurden ca. 50.000 m² Geogitter verlegt sowie rund 10.000 t Zement und 180 t Fließmittel verbaut – eine zusätzliche logistische Herausforderung.

Die Arbeiten von Bauer-Seite hatten Mitte Mai begonnen und konnten termingerecht zum 10. Juli abgeschlossen werden – für das Projektteam um Stefan Ferstl ein voller Erfolg.