Bauer Spezialtiefbau führt Ertüchtigung am Center Hill Damm aus

  • 13.03.2014
  •   Fachpressemeldungen

Tennessee, USA – Seit Frühjahr 2013 ist BAUER Foundation Corp., lokale Tochter der BAUER Spezialtiefbau GmbH, für eine äußerst anspruchsvolle Dammsanierung verantwortlich. Der Center Hill Damm im US-Bundesstaat Tennessee wurde 1948 zur Flussregulierung und Energiegewinnung erbaut. Im Laufe der Zeit zeigte er Lücken und Brüche im Seitenbereich, Auswaschungen im Fels und große Kavernen destabilisieren das gesamte System und führen zu Wasserverlusten. Das United States Army Corps of Engineers (USACE), Nashville District, beauftragte Bauer mit einem Projekt über 108 Mio. US-Dollar für eine Dichtwand. Für die BAUER Gruppe ist es der größte bisher erhaltene Einzelauftrag.

 

Erster Schritt war die Verbreiterung der Dammkrone, um Raum und Standfestigkeit für die Großgeräte zu schaffen. Bei den Baumaßnahmen selbst ist erst eine Umhüllungswand im Erdteil des Dammes auszuführen. Bearbeitet werden Tiefen bis 100 Meter mit Felseinbindung von 30 bis 50 Meter. Die gesamte Wand ist 280 Meter lang.

 

 Die Anforderungen sind enorm. Verlangt ist höchstgenaue Vertikalität, für ein Schlitzwandpanel oder einen Bohrpfahl sind in 100 Metern Tiefe nur 25 Zentimeter Abweichung zulässig. Für die 60.000 Kubikmeter Beton, die verbaut werden müssen, hat der Lieferant in Baustellennähe ein Betonwerk eingerichtet. Auch die Baustellenlogistik ist auf Grund der Raumbegrenzung eine große Herausforderung.

 

Das Projekt wird mit den leistungsfähigsten Geräten der BAUER Maschinen GmbH ausgeführt, die teilweise eigens dafür modifiziert oder sogar speziell angefertigt wurden: Neben einer Schlitzwandfräse BC 50 – Panelgröße 3,20 mal 2,25 Meter – an einem Bauer-Kran MC 128 sind ein Schlitzwandgreifer an einem MC 96 und ein Drehbohrgerät BG 50 mit einer 100 Meter langen Kelly im Einsatz. Erstmals kommt eine neue Technik bei der Herstellung der Dichtwand zum Tragen, ausgeführt mit einem Wassara-Wasser-Hammer an einem Klemm- Bohrgerät KR 806.

 

Alle Vorgänge werden computergestützt überwacht. 220 Beschäftigte arbeiten rund um die Uhr in drei Schichten. Die Fertigstellung ist für Frühjahr 2015 geplant. Ein ganzes Jahr dauerten allein die vorbereitenden Arbeiten, die Mobilisierung und Baustelleneinrichtung.