Bauen für die Olympiade in Sotschi am Schwarzen Meer - Zeitweise 64 Bohrgeräte der BAUER Maschinen GmbH im Einsatz

  • 25.10.2011
  •   Fachpressemeldungen

Schrobenhausen – Im russischen Sotschi am Schwarzen Meer finden im Februar 2014 die Olympischen Winterspiele statt. Eine Olympiade benötigt im Vorfeld zahlreiche Baumaßnahmen. Neben dem Bau von Sportstätten und Hotels bestimmt der Bau neuer Straßen und Bahnlinien seit zwei Jahren das Bild der Großbaustelle. Die BAUER AG aus dem bayerischen Schrobenhausen ist mit mehreren ihrer Firmen in Sotschi tätig.

 

Neue Sportanlagen und Brücken brauchen eine solide Gründung, brauchen Spezialtiefbau. So führt BAUER Technologie, die russische Tochterfirma der BAUER Spezialtiefbau GmbH, verschiedene Projekte aus. Vor allem aber sind zahlreiche Drehbohrgeräte der BAUER Maschinen GmbH an den verschiedenen Baustellen zu sehen. Zeitweise waren 64 Bauer-Großgeräte gleichzeitig im Einsatz, überwiegend der Typ BG 28, aber auch mehrere Geräte der Größen-ordnung BG 36. Fünf Geräte liefen bei BAUER Technologie, die anderen 59 Maschinen gehören einer ganzen Reihe wichtiger russischer Bauunternehmen, die aus den verschiedensten Regionen nach Sotschi gekommen sind. Die schwierige Geologie vor Ort, ziemlich schwerer Boden, fordert den ganzen Spezialtiefbau; Pfähle müssen bis 30 und gar 40 Meter tief abgebohrt werden.

 

Sotschi ist Russlands größter Urlaubs- und Badeort. Im Sommer reichen die Temperaturen bis 40 Grad Celsius, „richtiger Winter“ herrscht oben in den Bergen, im Tal liegt die mittlere Wintertemperatur immer noch bei plus 10 Grad Celsius. Das heißt bei den Russen: „Wir machen dort eine Winter-Olympiade, wo das ganze Land im Sommer Urlaub macht.“ Das ganze große Land schaut erwartungsvoll auf das Riesenprojekt im Süden. Schließlich sollen die Spiele auch ein Beispiel der berühmten russischen Gastfreundlichkeit geben, man will die Vielfalt der Kultur zeigen und ein wunderbares Stück Natur; um diese Natur zu schonen, werden neue Trassen nicht an den  Berghängen durch die Wälder geschlagen, sondern entlang des Flusstales geführt.

 

Für die Olympiade werden elf Sportstätten neu gebaut, sie sollen zum Jahresende 2012 fertiggestellt sein. Unten am Meer in der Bucht „Imeretinskaja Nizmennostj“ wird der Olympia Park mit fünf Stadien für verschiedene Sportarten gebaut, außerdem die zentrale Arena für Eröffnungs- und Abschlussfeier und die Siegerehrungen. Am bergigen Gelände entstehen – ebenfalls neu – Biathlon und Ski Komplex, Bobbahn, Ski-Center, Snowboard und Freestyle Center und die Skisprungschanze.

 

Durch die Olympischen Spiele erhält der gesamte Großraum Sochi mit seinen vielen kleinen Kurorten, die bislang unter der Last unzureichender Verkehrsverhältnisse zu leiden hatten, eine völlig neue Infrastruktur. Für den Besucherverkehr werden parallel über fast 50 Kilometer eine Autobahn und eine Eisenbahnstrecke neu gebaut. Beide Strecken verlaufen schließlich beim Eingang ins Stadtzentrum über 1420 Meter aufgeständert in fünf bis sechs Meter Höhe entlang des Bergflusses Mzimta auf Betonpfählen. Damit die Trassen eine möglichst gerade Linien bekommen, werden auf der Strecke insgesamt zwölf Tunnels mit der Gesamtlänge von 26 Kilometern gebaut. Zur Gesamtplanung gehört auch der Bau dreier neuer Bahnhöfe.