BAUER Spezialtiefbau baut neues Becken an der Schleuse Zerben

  • 12.09.2013
  •   Fachpressemeldungen

Berlin - Die Schleuse Zerben des Elbe-Havel-Kanals – Kreis Jerichower Land im Raum zwischen Magdeburg und Berlin – erhält ein neues Schleusenbecken. Das Projekt ist der nächste Schritt im Ausbauprogramm der Wasserstraßen-Verbindung zwischen Ruhrgebiet und Berlin. Bauherr ist das Wasserstraßen-Neubauamt Magdeburg im Auftrag des Verkehrsministeriums der Bundesrepublik Deutschland.

 

Die Spezialtiefbauarbeiten für die neue Schleuse werden von der BAUER Spezialtiefbau GmbH aus dem oberbayerischen Schrobenhausen ausgeführt. Mit Zerben ist Bauer bereits an der vierten Schleuse dieser Ost-West-Wasserstraßentrasse tätig. Größtes Projekt war die Gründung für die Doppelsparschleuse Hohenwarthe, weiter stellte Bauer auch die Baugruben der modernen Schleusenbecken Sülfeld und Wusterwitz her.

 

Das Konzept der Modernisierung von Zerben ist mit dem von Wusterwitz vergleichbar: Parallel zur bestehenden Schleuse entsteht ein neues größeres Schleusenbecken, das auf die Größen der Euro-Schubverbände ausgerichtet ist. Ab 2016 soll die neue Schleuse in Betrieb gehen. Die alte Schleuse bleibt bestehen, damit sie als Ersatzanlage für künftige Revisionsarbeiten zur Verfügung steht.

 

Für die neue Schleuse stellt Bauer eine 265 Meter lange, im schlanken Mittelteil 22,5 Meter breite und bis zu 17 Meter tiefe Baugrube her. Zur Baugrubenumschließung wird – mit einem Schlitzwandgreifer an einem Bauer-Kran MC 64 – eine 80 Zentimeter starke Schlitzwand ausgeführt, insgesamt 10.000 Quadratmeter. Die horizontale Abdichtung bildet eine Unterwasserbetonsohle, die mit 930 Auftriebspfählen rückverhängt wird. Im oberen Bereich wird die Baugrube mit 35 Stahlbeton-Steifen von 1,5 Metern Höhe und 1 Meter Breite ausgesteift.

 

Eine weitere umfangreiche Aufgabe sind die 20.000 Quadratmeter Spundwand – mit bis zu 17 Meter tiefen Bohlen – im Bereich des oberen und unteren Vorhafens. Dazu wird ein RTG-Gerät eingesetzt. Kurzfristig war auch eine BG 28 im Einsatz, mit der die Auflagerpfähle für die Aussteifung hergestellt wurden. Die Spezialtiefbauarbeiten werden im November 2014 abgeschlossen werden.