BAUER AG verzeichnet schwaches erstes Halbjahr, aber sehr guten Auftragsbestand

  • 14.08.2013
  •   irrelease
  • Gesamtkonzernleistung mit 724,5 Mio. Euro um 3,3 Prozent über Vorjahr
  • Auftragsbestand mit Steigerung um 11,6 Prozent bei 868,6 Mio. Euro auf Allzeithoch
  • Nachsteuerergebnis mit -7,9 Mio. Euro deutlich unter Vorjahr (-2,8 Mio. Euro)
  • Angepasste Jahresprognose: Gesamtkonzernleistung von etwa 1,5 Mrd. Euro, EBIT von etwa 70 Mio. Euro und Nachsteuerergebnis von etwa 20 Mio. Euro

 

Schrobenhausen – Die BAUER Aktiengesellschaft musste am 1. August aufgrund des schwachen Geschäftsverlaufs im ersten Halbjahr seine Jahresprognose korrigieren. Die Entwicklung des Segments Bau war vor allem durch das verzögerte Anlaufen einiger Großprojekte geprägt. Im Maschinenbereich beeinflussten margenschwache Geschäfte das Ergebnis und im Segment Resources blieb die Leistung hinter den Planungen, da erwartete größere Projekte noch nicht vergeben wurden.

 

Die Gesamtkonzernleistung des weltweit agierenden Bau- und Maschinenbaukonzerns lag zum Halbjahr 2013 mit 724,5 Mio. Euro um 3,3 Prozent über Vorjahr (701,5 Mio. Euro). Das operative Ergebnis (EBIT) ging von 19,4 Mio. Euro auf 8,4 Mio. Euro zurück. Das Periodenergebnis lag mit einem Verlust von 7,9 Mio. Euro ebenfalls deutlich unter dem des Vorjahrs von 2,8 Mio. Euro. Der Auftragsbestand konnte dagegen deutlich um 11,6 Prozent auf 868,6 Mio. Euro (Vorjahr: 778,6 Mio. Euro) gesteigert werden und befindet sich damit auf Rekordniveau.


Geschäftssegmente

 

Die Gesamtkonzernleistung im Segment Bau lag mit 347,3 Mio. Euro um 8,4 Prozent über Vorjahr. Das operative Ergebnis (EBIT) reduzierte sich von 6,5 Mio. Euro auf 3,3 Mio. Euro. Insgesamt lag das Wachstum unter den Erwartungen, da einige Großprojekte durch Verzögerungen nur schleppend begonnen haben. Inzwischen sind diese Projekte sehr gut angelaufen, eines davon ist bereits annähernd abgeschlossen. Der Auftragsbestand hat sich mit 9,6 Prozent auf 531,3 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr (484,6 Mio. Euro) nochmals deutlich erhöht. Ein wesentlicher Grund war die Erteilung des bislang größten Spezialtiefbauauftrags in Deutschland mit einem Volumen von rund 47 Mio. Euro: Bauer wird die Spezialtiefbauarbeiten für die Tunnel und Stützwände des Neubaus der Bahnumfahrungsstrecke zwischen Hanau und Nantenbach ausführen.

Im Segment Maschinen stieg die Gesamtkonzernleistung um 6,7 Prozent auf 310,8 Mio. Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) ging von 11,7 Mio. Euro auf 5,8 Mio. Euro zurück. Verantwortlich waren margenschwächere Geschäfte im ersten Halbjahr, die das Ergebnis negativ beeinflussten. Der Auftragsbestand hat sich mit 154,0 Mio. Euro im Vergleich zu den ersten Monaten des Jahres auf ein stabileres Niveau verbessert. Das Geschäft ist im Vergleich zu den Boomjahren aber weiterhin sehr kurzfristig.

Die Gesamtkonzernleistung im Segment Resources ist mit 23,8 Prozent auf 94,1 Mio. Euro deutlich zurückgegangen. Das operative Ergebnis (EBIT) lag mit -1,9 Mio. Euro deutlich unter dem Vorjahr (1,0 Mio. Euro). Im Jahr 2012 wurden Großprojekte bearbeitet, die nun in der Leistung und im Ergebnis fehlen. Für die ersten Monate des Jahres erwartete größere Aufträge konnten nicht hereingenommen werden. Das Geschäft mit Brunnenausbaumaterialen war zudem vom schlechten Wetter zu Beginn des Jahres in Deutschland beeinflusst. Der Auftragsbestand lag Ende Juni mit 183,2 Mio. Euro um 15,5 Prozent über Vorjahr auf gutem Niveau.


Ausblick

 

Der Auftragsbestand ist vor allem aufgrund der sehr guten Entwicklung im Bau, aber auch aufgrund eines wieder besseren Auftragseingangs im Maschinengeschäft um 11,6 Prozent auf das Allzeithoch von 868,6 Mio. Euro (Vorjahr: 778,6 Mio. Euro) angewachsen.

„Das erste Halbjahr war für unsere Unternehmen insgesamt enttäuschend. In allen drei Segmenten hatten wir mit unterschiedlichsten Problemen und Verzögerungen zu kämpfen“, so Prof. Thomas Bauer, Vorstandsvorsitzender der BAUER AG. Der hohe Auftragsbestand gibt allerdings Zuversicht für die Zukunft. „Der Bedarf nach Infrastrukturleistungen in der Welt ist weiterhin enorm. Insgesamt blicken wir positiv in die Zukunft, auch wenn wir leider unsere Jahresziele nicht mehr erreichen können.“

Mit der breiten internationalen Aufstellung im Baubereich und der Fokussierung auf Spezialmaschinen sieht sich das Unternehmen gut positioniert. Neue Produkte für das Bohren unter Wasser sowie für tiefe Bohrungen nach Öl, Gas und Geothermie sowie für die Bergung bei Minenunglücken bieten dem Konzern gute Chancen.

Die BAUER AG erwartet nun für das Geschäftsjahr 2013 eine Gesamtkonzernleistung in Höhe von etwa 1,5 Mrd. Euro und ein Ergebnis nach Steuern von etwa 20 Mio. Euro, was rechnerisch ein EBIT in Höhe von etwa 70 Mio. Euro bedeutet.

Den vollständigen Halbjahresbericht mit einer ausführlichen Analyse der einzelnen Segmente und Teilmärkte finden Sie im Internet unter http://www.bauer.de.


Über Bauer

 

Bauer ist Anbieter von Dienstleistungen, Maschinen und Produkten für Boden und Grundwasser. Der Konzern ist mit seinen Leistungen und Produkten auf den weltweiten Märkten vertreten. Infolge der globalen Präsenz ist Bauer in hohem Maße von konjunkturellen Schwankungen unabhängig.

 

Die Geschäftstätigkeit des Konzerns ist in drei Segmente aufgeteilt: Bau, Maschinen und Resources. Das Segment Bau umfasst Spezialtiefbauleistungen für komplexe Baugruben und Gründungen für große Infrastrukturmaßnahmen und Gebäude, Dichtwände sowie Baugrundverbesserungen in aller Welt und deren Projektentwicklung. Im Segment Maschinen bietet Bauer als Weltmarktführer ein umfassendes Sortiment von Maschinen, Geräten und Werkzeugen für den Spezialtiefbau sowie für Bohrarbeiten im Untergrund wie für Minen, Wasserbrunnen, Geothermie, Öl und Gas. Das Segment Resources umfasst die Aktivitäten des Konzerns in den Bereichen Wasser, Energie, Bodenschätze und Umwelttechnik.

 

Bauer profitiert in hohem Maße durch das Ineinandergreifen der drei Geschäftsbereiche und positioniert sich als innovativer, hoch spezialisierter Anbieter von Komplettlösungen und Serviceleistungen für anspruchsvolle Spezialtiefbauarbeiten und angrenzende Märkte.

 

Gegründet 1790 erwirtschaftet Bauer heute etwa drei Viertel seiner Leistung im Ausland. Der Konzern erzielte 2012 mit etwa 10.300 Mitarbeitern eine Gesamtkonzernleistung von rund 1,45 Milliarden Euro (Vj. 1,37 Milliarden Euro). Die BAUER Aktiengesellschaft ist seit dem 4. Juli 2006 im amtlichen Markt der Frankfurter Wertpapierbörse (Prime Standard, ISIN DE0005168108) gelistet.

 

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Ansprechpartner:
Christopher Wolf
Investor Relations
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