BAUER AG mit Wachstum bei der Gesamtkonzernleistung im ersten Halbjahr und vorsichtigerem Ausblick

  • 12.08.2011
  •   irrelease
  • Gesamtkonzernleistung steigt um 7,9 Prozent auf 639,9 Millionen Euro
  • Auftragsbestand wächst um 2,5 Prozent auf 671,1 Millionen Euro
  • EBIT: 28,3 Millionen Euro (Vj.: 27,2 Millionen Euro)
  • Nachsteuerergebnis: 5,6 Millionen Euro (Vj.: 6,1 Millionen Euro)
  • Prognose den gedämpften Markterwartungen angepasst

 

Schrobenhausen – Die BAUER Aktiengesellschaft konnte in der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahrs ein Wachstum bei der Gesamtkonzernleistung und dem operativen Ergebnis verbuchen.

In den ersten sechs Monaten steigerte die BAUER Aktiengesellschaft ihre Gesamtkonzernleistung um 7,9 Prozent auf 639,9 Millionen Euro. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erhöhte sich um 3,9 Prozent auf 28,3 Millionen Euro. Das Nachsteuerergebnis kam mit 5,6 Millionen Euro nicht ganz an den Vorjahreswert von 6,1 Millionen Euro heran. Ursache dafür waren im Wesentlichen die andauernden politischen Unruhen in den Krisenländern des Mittleren Ostens und unverschuldete Verzögerungen bei Bauprojekten in weiteren Ländern. Diese Entwicklungen veranlassen den international tätigen Bau- und Maschinenbaukonzern nun dazu seine Markterwartungen für das zweite Halbjahr leicht anzupassen.

Vor allem das Geschäftssegment Bau ist von den Unruhen und den Projektverzögerungen betroffen. Dort blieb die Gesamtkonzernleistung mit 262,2 Millionen Euro um 10,4 Prozent unter dem Vorjahreswert (292,8 Millionen Euro) zurück. Das operative Ergebnis (EBIT) verringerte sich von 9,6 Millionen Euro auf 3,0 Millionen Euro. Der Auftragsbestand befand sich Ende Juni mit 350,7 Millionen Euro (Vj.: 383,1 Millionen Euro) weiter auf hohem Niveau. Zu den größeren Projekten zählen unter anderem die Dammsanierung am Lake Okeechobee in Florida/USA, U-Bahn-Baugruben in Panama und London/England sowie Spezialtiefbauarbeiten für große Infrastrukturvorhaben in Hongkong und Malaysia.

Das Segment Maschinen steigerte seine Gesamtkonzernleistung um 28,1 Prozent auf 322,7 Millionen Euro (Vj.: 252,0 Millionen Euro). Das operative Ergebnis (EBIT) erhöhte sich um 6,9 Millionen Euro auf 23,2 Millionen Euro. Der Auftragsbestand ist gegenüber dem Vorjahreszeitpunkt um 4,3 Prozent auf 140,1 Millionen Euro leicht zurückgegangen, was speziell auch mit der Auslieferung der ersten Tiefbohranlage im Berichtszeitraum zusammenhängt. Wachsende Nachfrage nach Maschinen verzeichnet der Konzern vor allem im Fernen Osten, was zu einer hohen Auslastung der Werke in China führt. Insgesamt haben Nachfrage und Absatz etwas langsamer Fahrt aufgenommen als erwartet. Die dadurch angewachsenen Lagerbestände sollen im zweiten Halbjahr abgebaut werden.

Das Segment Resources, das sich auf zukunftsträchtige Produkte und Dienstleistungen in den Bereichen Wasser, Energie, Bodenschätze und Umwelttechnik konzentriert, entwickelte sich durchweg positiv. Die Gesamtkonzernleistung des Segments konnte um 23,6 Prozent auf 95,5 Millionen Euro (Vj.: 77,3 Millionen Euro) gesteigert werden. Das operative Ergebnis (EBIT) lag mit 2,8 Millionen Euro um 1,2 Millionen Euro über dem Vorjahr. Auch der Auftragsbestand zeigt mit 180,3 Millionen gegenüber 125,3 Millionen Euro ein starkes Wachstum und sorgt für eine sehr gute Auslastung. Im Berichtszeitraum verbuchte Bauer ein Großprojekt im Oman - ein Folgeauftrag, der die Erweiterung einer Schilfkläranlage umfasst, die der Reinigung von durch Ölförderung kontaminiertem Wasser dient.

 

Ausblick
Insgesamt verzeichnete der Konzern beim Auftragseingang ein leichtes Minus von 5,8 Prozent auf 696,1 Millionen Euro (Vj.: 738,8 Millionen Euro). Der Auftragsbestand konnte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,5 Prozent auf 671,1 Millionen Euro gesteigert werden und befindet sich damit wieder deutlich über dem Niveau während der Finanz- und Wirtschaftskrise. Leichten Rückgängen im Maschinengeschäft und im Bausegment stehen deutliche Zuwächse im Segment Resources gegenüber.

„Unsere Prognose zum Jahresanfang war eher konservativ und hatte angesichts der politisch und wirtschaftlich unruhigen Zeiten einige Unwägbarkeiten einkalkuliert“, so Prof. Thomas Bauer, Vorstandsvorsitzender der BAUER AG. „Die deshalb eingerechnete Reserve ist nun durch die vielen externen Störungen aufgebraucht, so dass wir unsere Prognose nicht voll aufrecht erhalten können.“ Für 2011 erwartet die Unternehmensgruppe nunmehr eine Gesamtkonzernleistung von 1,35 bis 1,4 Milliarden Euro und ein Nachsteuerergebnis zwischen 40 und 45 Millionen Euro. Zuvor war von einer Gesamtkonzernleistung von 1,4 Milliarden Euro und einem Nachsteuerergebnis von gut 45 Millionen Euro ausgegangen worden.

„Bei der weltumspannenden Ausrichtung der BAUER Gruppe sind Probleme im einen oder anderen Markt natürlich auch nicht schön, aber relativ gut zu verkraften. Strategisch setzen wir auf die Chancen und die stabilisierende Wirkung, die sich aus unserer Präsenz in rund 70 Ländern ergeben“, so Bauer. „Die größten Wachstumschancen für die kommenden Jahre liegen im Segment Resources.“

Den vollständigen Quartalsbericht mit einer ausführlichen Analyse der einzelnen Segmente und Teilmärkte finden Sie im Internet unter http://www.bauer.de.

 

Über Bauer

Bauer ist Anbieter von Dienstleistungen, Maschinen und Produkten für Boden und Grundwasser. Der Konzern ist mit seinen Leistungen und Produkten auf den weltweiten Märkten vertreten. Infolge der globalen Präsenz ist Bauer in hohem Maße von konjunkturellen Schwankungen unabhängig.

 

Die Geschäftstätigkeit des Konzerns ist in drei Geschäftsbereiche aufgeteilt: Bau, Maschinen und Resources. Das Segment Bau umfasst Spezialtiefbauleistungen für Gründungen und Baugruben in aller Welt und deren Projektentwicklung sowie Bauleistungen in angrenzenden Bereichen. Im Segment Maschinen bietet Bauer als Weltmarktführer ein umfassendes Sortiment von Maschinen, Geräten und Werkzeugen für den Spezialtiefbau an. Das Segment Resources umfasst die Aktivitäten des Konzerns im Bereich der Gewinnung und Förderung von Rohstoffen, Umwelttechnik, Geothermie sowie Materialien zum Brunnenbau und Brunnenausbau (Pumpen- und Bohrtechnik, Filter und Rohre).

 

Bauer profitiert in hohem Maße durch das Ineinandergreifen der drei Geschäftsbereiche und positioniert sich als innovativer, hoch spezialisierter Anbieter von Komplettlösungen und Serviceleistungen für anspruchsvolle Spezialtiefbauarbeiten und angrenzende Märkte.

 

Gegründet 1790 erwirtschaftet Bauer heute über zwei Drittel seiner Leistung im Ausland. Der Konzern erzielte 2009 mit rund 8.900 Mitarbeitern eine Gesamtkonzernleistung von 1,28 Milliarden Euro (Vj. 1,53 Milliarden Euro). Die BAUER Aktiengesellschaft ist seit dem 4. Juli 2006 im amtlichen Markt der Frankfurter Wertpapierbörse (Prime Standard, ISIN DE0005168108) gelistet.

 

 

 

Die hier dargestellte Gesamtkonzernleistung umfasst gegenüber der in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung dargestellten konsolidierten Leistung Leistungsanteile von assoziierten Unternehmen sowie Leistungen nicht konsolidierter Tochterunternehmen und Arbeitsgemeinschaften.

* Vorjahreszahl geändert