BAUER AG im Geschäftsjahr 2018 mit weiter erhöhter operativer Ertragskraft

  • 15.04.2019
  •   irrelease
  • Gesamtkonzernleistung im Rahmen der letzten Prognose bei 1.686,1 Mio. EUR (Vj.: 1.772,0 Mio. EUR); Umsatzerlöse bei 1.589,1 Mio EUR (Vj.: 1.667,9 Mio. EUR)
  • EBIT steigert sich um 11,7 % auf 100,1 Mio. EUR; Ergebnis nach Steuern erhöht sich auf 24,1 Mio. EUR (Vj.: 3,7 Mio. EUR).
  • Auftragseingang mit 1.721,9 Mio. EUR entwickelte sich auf hohem Niveau; Auftragsbestand mit 1.013,6 Mio. EUR um 3,7 % über Vorjahr
  • Dividendenvorschlag für 2018: 0,10 EUR je Aktie
  • Prognose für 2019: Konzern erwartet Gesamtkonzernleistung von etwa
    1,7 Mrd. EUR und ein EBIT von etwa 95 Mio. EUR. Das Ergebnis nach Steuern soll deutlich über dem Vorjahr liegen.

 

Schrobenhausen / München – Die BAUER Gruppe hat ihre operative Ertragskraft auch im Geschäftsjahr 2018 weiter gesteigert. Obwohl die Gesamtkonzernleistung zurückging, konnte sie ihre Ergebnisziele erreichen. „Damit sind wir mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr zufrieden, wollen uns aber noch weiter verbessern“, so Michael Stomberg, der Anfang November das Amt des Vorstandsvorsitzenden des internationalen Bau- und Maschinenbaukonzerns übernommen hatte und heute erstmals die Bilanz präsentierte. Sein Resümee der ersten Monate: „Das Unternehmen ist strategisch gut aufgestellt und unsere drei Segmente Bau, Maschinen und Resources werden auch in den kommenden Jahren die Richtung des Konzerns bestimmen. Dass wir operativ vor allem im Bereich Resources noch Hausaufgaben zu machen haben, ist bekannt. Potenzial sehe ich auch in der konzernübergreifenden Zusammenarbeit in Entwicklung, Innovation und Digitalisierung.“

Auf ihrem Weg, die operative Ertragskraft nachhaltig zu erhöhen, ist die BAUER AG im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut einen Schritt weitergekommen. Mit 1.686,1 Mio. EUR lag die Gesamtkonzernleistung um 4,9 % unter dem Vorjahr (1.772,0 Mio. EUR) und damit im Rahmen der letzten Prognose vom November 2018. Die Umsatzerlöse betrugen 1.589,1 Mio. EUR (Vj.: 1.667,9 Mio. EUR). Das operative Ergebnis (EBIT) erhöhte sich um 11,7 % von 89,6 Mio. EUR auf 100,1 Mio. EUR. Das Ergebnis nach Steuern legte von 3,7 Mio. EUR auf 24,1 Mio. EUR deutlich zu. Im Vergleich mit dem Vorjahr ist zu beachten, dass zwei wesentliche Effekte die Ergebniskennzahlen des Jahres 2017 belasteten: deutliche Währungsverluste sowie eine notwendige Neubewertung bilanzierter Forderungen aus einem Schiedsgerichtsverfahren Hongkong im Segment Bau.

Eine gute Grundlage für die weitere Entwicklung bietet die Auftragslage. Mit 1.721,9 Mio. EUR (Vj.: 1.741,7 Mio. EUR) befand sich der Auftragseingang im Jahr 2018 auf einem hohen Niveau. Der Auftragsbestand, der sich relativ gleichmäßig über die Regionen der Welt verteilt, legte um 3,7 % auf 1.013,6 Mio. EUR zu.

Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung vorschlagen, für 2018 eine gleichbleibende Dividende in Höhe von 0,10 EUR je Aktie auszuschütten.

 

Geschäftssegmente

Der Konzern ist mit seinen drei Segmenten Bau, Maschinen und Resources, mit mehr als 110 Tochterunternehmen und einem breit diversifizierten Geschäftsmodell in rund 70 Ländern der Welt tätig.

Die Baumärkte weltweit zeigten in der Gesamtsicht ein unvermindertes Wachstum. Der Bedarf an Infrastruktur, wie Straßen, Brücken, Dämme oder Energieversorgung ist groß. Die zunehmende Urbanisierung erfordert vermehrt Spezialtiefbauleistungen, die es ermöglichen, in immer komplexeren und schwierigeren Verhältnissen Gebäude zu errichten.

Davon profitiert das Segment Bau. 2018 konnten die Projekte wirtschaftlich und technisch in Summe erfolgreich abgewickelt werden. Bei der Gesamtkonzernleistung konnte das Segment jedoch nicht an das außergewöhnlich starke Vorjahr anschließen. Im Laufe des Jahres kam es zu einer zu geringen Auslastung sowie Projektverschiebungen. Ein Großprojekt im Nahen Osten war kurz vor Beginn plötzlich vollständig eingestellt worden. So konnte das Ziel für die Gesamtkonzernleistung nicht wie geplant erreicht werden: Sie betrug 767,6 Mio. EUR und lag damit um 8,1 % unter dem Vorjahr mit 835,0 Mio. EUR. Deutlich erhöht haben sich dagegen das EBIT mit 39,1 Mio. EUR (Vj.: 19,6 Mio. EUR) und das Ergebnis nach Steuern mit 9,6 Mio. EUR (Vj.: -15,2 Mio. EUR). Gerade das vierte Quartal brachte durch die Abwicklung größerer Projekte einen sehr hohen Leistungs- und Ergebnisbeitrag. Der Auftragsbestand lag mit 547,3 Mio. EUR um 11,1 % über dem Vorjahr von 492,7 Mio. EUR und ist damit eine gute Grundlage für das laufende Geschäftsjahr.

Das Segment Maschinen setzte seine positive Entwicklung fort und verzeichnete eine unverändert gute Nachfrage nach Groß- und Spezialgeräten sowie nach After-Sales-Services. Haupttreiber waren die Märkte in Europa und Asien, insbesondere China. Die Gesamtkonzernleistung lag mit 723,1 Mio. EUR um 4,2 % leicht unterhalb des Vorjahres von 754,5 Mio. EUR. Ebenso gingen die Umsatzerlöse um 3,2 % von 660,9 Mio. EUR auf 640,1 Mio. EUR zurück. Entsprechend reduzierte sich das EBIT leicht von 80,6 Mio. EUR auf 74,9 Mio. EUR und das Ergebnis nach Steuern von 41,0 Mio. EUR auf 34,0 Mio. EUR. Die Ergebniskennzahlen sind beeinflusst durch zusätzlich vorgenommene Abschreibungen auf Tiefbohranlagen in Höhe von etwa 15 Mio. EUR. Der Auftragseingang lag in Summe mit 723,7 Mio. EUR um 4,8 % unter dem Vorjahr mit 759,9 Mio. EUR. Der Auftragsbestand belief sich zum Jahresende mit 149,9 Mio. EUR in etwa auf Höhe des Vorjahres von 149,3 Mio. EUR.

Das Segment Resources blieb im Jahr 2018 hinter den Erwartungen zurück und schloss nochmals mit deutlichen Verlusten ab. Diese stammten hauptsächlich von der Tochterfirma für Brunnenbohrungen in Jordanien und sind im Wesentlichen durch Überkapazitäten entstanden. Hinzu kamen Projektverluste im Bereich der Brauerei- und Getränketechnologie. Die seit Jahren profitabel arbeitende Umwelttechnik, das Kerngeschäft des Segments, konnte dies nicht ausgleichen. Die Gesamtkonzernleistung lag mit 261,5 Mio. EUR um 5,3 % über dem Vorjahreswert von 248,2 Mio. EUR. Das EBIT verringerte sich leicht von -10,0 Mio. EUR auf -11,0 Mio. EUR und das Ergebnis nach Steuern betrug -16,0 Mio. EUR nach -22,4 Mio. EUR im Vorjahr. Der Auftragseingang lag 2018 mit 242,2 Mio. EUR um 20,6 % unter dem Vorjahreswert von 305,2 Mio. EUR. Dies ist vor allem auf das sehr hohe Vorjahresniveau zurückzuführen, das den Großauftrag zur Erweiterung der Schilfkläranlage im Oman mit einem Volumen von etwa 160 Mio. EUR beinhaltete. Der Auftragsbestand zum Jahresende war mit 316,5 Mio. EUR um 5,7 % geringer als im Vorjahr mit 335,8 Mio. EUR.

 

Nettoverschuldung nochmals deutlich reduziert

Das Geschäftsmodell der BAUER Gruppe ist gekennzeichnet durch einen erheblichen Bedarf an Vorfinanzierung. Dies bringt typischerweise eine hohe Verschuldung mit sich. Im Berichtsjahr konnte diese um 5,4 % nochmals reduziert werden: Die Nettoverschuldung lag mit 561,9 Mio. EUR (Vj.: 593,7 Mio. EUR) auf dem niedrigsten Niveau seit 2012. Bereits im Vorjahr konnte Verschuldung um 12,3 % verringert werden. Die Eigenkapitalquote betrug 26,5 % und befindet sich damit über dem Vorjahr von 25,9 %.

 

Ausblick

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der Konzern eine Gesamtkonzernleistung in Höhe von etwa 1,7 Mrd. EUR und ein EBIT von etwa 95 Mio. EUR. Das Ergebnis nach Steuern soll deutlich über dem Vorjahr liegen.

„Unsere Auftragslage ist gut, die Baumärkte entwickeln sich solide und mit Umwelt und Wasser besetzen wir wichtige Zukunftsthemen. Deshalb gehen wir davon aus, dass sich unser Geschäftsmodell auch 2019 als robust erweisen wird“, so Michael Stomberg. „Unser Fokus liegt unverändert auf einer weiteren Verbesserung des Ergebnisses nach Steuern, was auch in unserer Prognose zum Ausdruck kommt. Wir sind überzeugt, dass wir gerade beim Segment Resources einen deutlichen Fortschritt hin zu einem positiven operativen Ergebnis erzielen können.“

 

 

Ansprechpartner:
Christopher Wolf
Investor Relations
BAUER Aktiengesellschaft
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