BAUER AG durch Einmaleffekte mit Nettoverlust im dritten Quartal

  • 13.11.2013
  •   irrelease
  • Gesamtkonzernleistung mit 1.109,5 Mio. Euro um 4,4 Prozent über Vorjahr
  • Auftragsbestand um 6,7 Prozent auf 836,7 Mio. Euro gewachsen
  • Nachsteuerergebnis mit -21,4 Mio. Euro deutlich unter Vorjahr (+6,6 Mio. Euro)
  • Aufgrund von Einmaleffekten angepasste Jahresprognose: unveränderte Gesamtkonzernleistung von etwa 1,5 Mrd. Euro, EBIT von rund 25 Mio. Euro und Nettoverlust von etwa 20 Mio. Euro

 

Schrobenhausen – Die BAUER Aktiengesellschaft legt heute ihren Neunmonatsbericht vor. Wie bereits am 28. Oktober per Ad-hoc-Mitteilung angekündigt, muss der weltweit agierende Bau- und Maschinenbaukonzern seine für das Gesamtjahr 2013 gegebene Prognose auf ein negatives Ergebnis reduzieren. Ursache hierfür sind Einmaleffekte, vor allem durch ein Brunnenbauprojekt in Jordanien. Außerdem wurden die zu erwartenden Ergebnisse aus dem Maschinen- und Baugeschäft neu bewertet und Restrukturierungsaufwendungen im Rahmen eines Kostensenkungsprogramms berücksichtigt.

 

In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres hat sich die Gesamtkonzernleistung der BAUER Gruppe um 4,4 Prozent auf 1.109,5 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum (1.063,2 Mio. Euro) erhöht. Das operative Ergebnis (EBIT) ging von 45,7 Mio. Euro auf 13,4 Mio. Euro zurück. Das Periodenergebnis lag mit einem Verlust von 21,4 Mio. Euro um 28,0 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert (+6,6 Mio. Euro). Der Auftragsbestand hat sich weiter gut entwickelt: Er konnte gegenüber Vorjahr um 7,9 Prozent auf 836,7 Mio. Euro gesteigert werden.
 

Geschäftssegmente

 

Im Segment Bau lag die Gesamtkonzernleistung mit 529,7 Mio. Euro um 9,4 Prozent über Vorjahr. Das operative Ergebnis (EBIT) erhöhte sich um 2,2 Mio. Euro auf 18,5 Mio. Euro. Großprojekte in Russland, Saudi-Arabien, Hongkong und den USA lieferten dazu einen guten Beitrag, obwohl die zeitlichen Verzögerungen im ersten Halbjahr zu niedrigeren Deckungsbeiträgen führten. Der Auftragsbestand entwickelte sich erfreulich und weist ein Wachstum um 5,1 Prozent auf 497,7 Mio. Euro auf.

 

Die Gesamtkonzernleistung im Segment Maschinen stieg um 6,6 Prozent auf 473,6 Mio. Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) ist von 20,4 Mio. Euro auf 13,3 Mio. Euro zurückgegangen. Das Segment leidet unter margenschwächeren Geschäften: Zum einen wurden deutlich weniger Großgeräte verkauft, zum anderen wirkt sich die größere Konkurrenz aus. Der Auftragsbestand ist mit 162,1 Mio. Euro gegenüber 140,9 Mio. Euro im Vorjahr etwas angestiegen. Das Maschinengeschäft bleibt weiterhin geprägt von Überkapazitäten und kurzfristigen Bestellungen.

 

Das Segment Resources verzeichnet einen deutlichen Rückgang der Gesamtkonzernleistung um 23,2 Prozent auf 146,9 Mio. Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) lag mit -19,5 Mio. Euro erheblich unter Vorjahr (+8,7 Mio. Euro). Die Ursache dafür ist ein großes Brunnenbauprojekt in Jordanien. Komplexe Projektbedingungen hatten bei den beteiligten Bauunternehmen zu erheblichen Kostenerhöhungen geführt. Da diese – auch wegen der schwierigen finanziellen Lage des Landes Jordanien – noch nicht gütlich geregelt werden konnten, musste eine Reduzierung des ursprünglich erwarteten Ergebnisses aus dem Projekt um etwa 20 Mio. Euro vorgenommen werden. Außerdem belasteten erhöhte Fixkosten das Segmentergebnis: Die Aufträge für zwei Großprojekte, mit denen zu Jahresbeginn gerechnet wurde, konnten noch nicht realisiert werden. Zusätzlich arbeiteten die Konzernunternehmen, die Brunnenausbaumaterial herstellen, aufgrund geringer Nachfrage nicht gewinnbringend. Der Auftragsbestand liegt bei 176,9 Mio. Euro (Vorjahr: 160,7 Mio. Euro).


Ausblick

 

Der Konzern reagiert auf den Verlustausweis mit einem umfassenden Programm, das die Kosten in allen Unternehmensbereichen auf den Prüfstand stellt. Außerdem ist vorgesehen, einige kleinere, wirtschaftlich schwierige Geschäfte aufzugeben. Insgesamt sollen durch diese Maßnahmen rund 20 Mio. Euro eingespart werden.

 

„Die ersten neun Monate des Jahres 2013 waren für unsere Unternehmensgruppe insgesamt sehr unbefriedigend. Durch Sondereinflüsse sind wir seit vielen Jahren erstmals wieder gezwungen ein negatives Ergebnis auszuweisen“, so Prof. Thomas Bauer, Vorstandsvorsitzender der BAUER AG. „Auf die Ertragskraft der kommenden Jahre hat dies allerdings keinen Einfluss. Wir planen für 2014 mit einem kleinen Wachstum und gehen auch von positiven Ergebnissen in allen Segmenten aus, so dass wir in Summe an die Entwicklung des Geschäftsjahrs 2012 anknüpfen können.“

 

Die BAUER AG erwartet nun für das Geschäftsjahr 2013 einen Nettoverlust von etwa 20 Mio. Euro und ein EBIT von rund 25 Mio. Euro. Die Prognose für die Gesamtkonzernleistung von etwa 1,5 Mrd. Euro bleibt unverändert.


Über Bauer

 

Bauer ist Anbieter von Dienstleistungen, Maschinen und Produkten für Boden und Grundwasser. Der Konzern ist mit seinen Leistungen und Produkten auf den weltweiten Märkten vertreten. Infolge der globalen Präsenz ist Bauer in hohem Maße von konjunkturellen Schwankungen unabhängig.

 

Die Geschäftstätigkeit des Konzerns ist in drei Segmente aufgeteilt: Bau, Maschinen und Resources. Das Segment Bau umfasst Spezialtiefbauleistungen für komplexe Baugruben und Gründungen für große Infrastrukturmaßnahmen und Gebäude, Dichtwände sowie Baugrundverbesserungen in aller Welt und deren Projektentwicklung. Im Segment Maschinen bietet Bauer als Weltmarktführer ein umfassendes Sortiment von Maschinen, Geräten und Werkzeugen für den Spezialtiefbau sowie für Bohrarbeiten im Untergrund wie für Minen, Wasserbrunnen, Geothermie, Öl und Gas. Das Segment Resources umfasst die Aktivitäten des Konzerns in den Bereichen Wasser, Energie, Bodenschätze und Umwelttechnik.

 

Bauer profitiert in hohem Maße durch das Ineinandergreifen der drei Geschäftsbereiche und positioniert sich als innovativer, hoch spezialisierter Anbieter von Komplettlösungen und Serviceleistungen für anspruchsvolle Spezialtiefbauarbeiten und angrenzende Märkte.
Gegründet 1790 erwirtschaftet Bauer heute etwa drei Viertel seiner Leistung im Ausland. Der Konzern erzielte 2012 mit etwa 10.300 Mitarbeitern eine Gesamtkonzernleistung von rund 1,45 Milliarden Euro (Vj. 1,37 Milliarden Euro). Die BAUER Aktiengesellschaft ist seit dem 4. Juli 2006 im amtlichen Markt der Frankfurter Wertpapierbörse (Prime Standard, ISIN DE0005168108) gelistet.

 

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