BAUER AG blickt im Neunmonatsbericht zuversichtlich auf Wachstumschancen aus neuen Aufträgen

  • 14.11.2011
  •   irrelease
  • Gesamtkonzernleistung steigt um 4,8 Prozent auf 1.008,9 Millionen Euro.
  • Auftragsbestand wächst um mehr als 25 Prozent auf 740,0 Millionen Euro.
  • Nachsteuerergebnis von 14,2 Millionen Euro (Vj.: 21,0 Millionen Euro) durch Störungen und Verzögerungen im Baugeschäft negativ beeinflusst.
  • Angepasste Jahresprognose: Gesamtkonzernleistung von etwa 1,35 Milliarden Euro, EBIT von etwa 80 Millionen Euro und Nachsteuerergebnis von gut 30 Millionen Euro. Für 2012 Leistungswachstum von 5 bis 10 Prozent erwartet.

 

Schrobenhausen – Nachdem der internationale Bau- und Maschinenbaukonzern BAUER Aktiengesellschaft am 31. Oktober seine Jahresprognose korrigiert hatte, legt er heute den Neunmonatsbericht vor. Obwohl die Unternehmensgruppe im laufenden Geschäftsjahr bei Leistung und Ergebnis hinter den Erwartungen zurück bleiben wird, blickt sie zuversichtlich in die Zukunft: „Der hohe Auftragsbestand lässt für 2012 und die Folgejahre bei der Gesamtkonzernleistung Wachstumschancen von jährlich 5 bis 10 Prozent erwarten“, so Prof. Thomas Bauer, Vorstandsvorsitzender der BAUER AG. „Dabei sind die Chancen durch das mögliche Sanierungsprojekt am Mosul-Damm im Norden des Irak noch nicht berücksichtigt.“ Anfang November konnte die BAUER Spezialtiefbau GmbH, ein Unternehmen der BAUER Gruppe, mit der irakischen Regierung einen Letter of Understanding unterzeichnen, worin die Auftragserteilung, vorbehaltlich der Vereinbarung weiterer Vertragsdetails, in Aussicht gestellt wurde. Mit einem Volumen von insgesamt 1,9 Milliarden Euro und einer geplanten Bauzeit von etwa sechs Jahren wäre dies der bislang größte Auftrag der Unternehmensgeschichte.

 

Zum 30. September 2011 erhöhte die BAUER Gruppe ihre Gesamtkonzernleistung um 4,8 Prozent auf 1.008,9 Millionen Euro. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ist von 55,8 Millionen Euro auf 51,5 Millionen Euro gesunken. Das Nachsteuerergebnis blieb mit einem Gewinn von 14,2 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahreswert von 21,0 Millionen Euro hinter den Planungen zurück.

 

Im Geschäftssegment Bau hatten unverschuldete Verzögerungen bei Baubeginn einiger Großprojekte sowie Störungen im Bauablauf zu Leistungs- und Ergebnisminderungen geführt. Außerdem wirkten sich Leistungs- und Ergebnisausfälle in den Krisenregionen des Mittleren Ostens, speziell in Ägypten, negativ auf die Geschäftsentwicklung des Konzerns aus. Die Gesamtkonzern-leistung im Bausegment lag mit 415,7 Millionen Euro um 11,4 Prozent hinter dem Vorjahreswert (469,3 Millionen Euro) zurück. Das operative Ergebnis (EBIT) verringerte sich von 22,5 Millionen Euro auf 9,4 Millionen Euro. Der Auftragsbestand lag Ende September mit 423,8 Millionen Euro (Vj.: 326,2 Millionen Euro) auf hohem Niveau. Neben dem Dammsanierungsprojekt am Lake Okeechobee in Florida und dem im September neu gewonnen Großauftrag Center Hill Damm in Tennessee zählen Spezialtiefbauarbeiten für große Infrastrukturvorhaben in Hongkong, Panama und Malaysia zu den wesentlichen Projekten.

 

Das Segment Maschinen steigerte seine Gesamtkonzernleistung im Berichtszeitraum um 18,1 Prozent auf 487,1 Millionen Euro (Vj.: 412,3 Millionen Euro). Das operative Ergebnis (EBIT) erhöhte sich von 27,9 Millionen Euro auf 34,8 Millionen Euro. Der Auftragsbestand ist gegenüber dem Vorjahreszeitpunkt um 8,2 Prozent auf 136,9 Millionen Euro leicht gestiegen. Insgesamt haben Nachfrage und Absatz etwas langsamer Fahrt aufgenommen als erwartet. Einen weiteren Schritt in einen neuen Produktbereich stellte die Präsentation der zweiten großen Tiefbohranlage im Oktober am Unternehmenshauptsitz in Schrobenhausen dar. Die auf eine Bohrtiefe von mehr als 5.000 Meter ausgelegte Anlage stieß beim Fachpublikum auf großes Interesse.

 

Das Segment Resources, das sich auf zukunftsträchtige Produkte und Dienst-leistungen in den Bereichen Wasser, Energie, Bodenschätze und Umwelttechnik konzentriert, entwickelte sich weiter positiv. Die Gesamtkonzernleistung des Segments konnte in den ersten drei Quartalen um 30,6 Prozent auf 162,7 Millionen Euro (Vj. 124,6 Millionen Euro) gesteigert werden. Das operative Ergebnis (EBIT) lag mit 8,2 Millionen Euro um 3,3 Millionen Euro deutlich über dem Vorjahreswert. Mit 179,4 Millionen Euro weist das Segment einen ausgezeichneten Auftragsbestand aus, der klar über dem Vorjahreswert von 135,8 Millionen Euro liegt.


Ausblick

 

Der Auftragsbestand im Konzern erhöhte sich nach neun Monaten um 25,8 Prozent auf 740,0 Millionen Euro. „Die Auftragsentwicklung verdeutlicht die Chancen für eine spürbar bessere Entwicklung im kommenden Jahr“, so Prof. Thomas Bauer. „Obwohl wir in diesem Jahr von den zahlreichen Beeinträchtigungen deutlich erfasst wurden, blicken wir zuversichtlich in die Zukunft, da die aufgetretenen Störungen nur wenig Wirkung über das laufende Geschäftsjahr hinaus haben werden.“

 

Für das Gesamtjahr 2011 erwartet die Unternehmensgruppe eine Gesamtkonzernleistung von etwa 1,35 Milliarden Euro, ein EBIT in Höhe von etwa 80 Millionen Euro und ein Nachsteuerergebnis von gut 30 Millionen Euro zu erreichen.

 

Den vollständigen Quartalsbericht mit einer ausführlichen Analyse der einzelnen Segmente und Teilmärkte finden Sie im Internet unter http://www.bauer.de.

 

Über Bauer

 

Bauer ist Anbieter von Dienstleistungen, Maschinen und Produkten für Boden und Grundwasser. Der Konzern ist mit seinen Leistungen und Produkten auf den weltweiten Märkten vertreten. Infolge der globalen Präsenz ist Bauer in hohem Maße von konjunkturellen Schwankungen unabhängig.

 

Die Geschäftstätigkeit des Konzerns ist in drei Geschäftsbereiche aufgeteilt: Bau, Maschinen und Resources. Das Segment Bau umfasst Spezialtiefbauleistungen für Gründungen und Baugruben in aller Welt und deren Projektentwicklung sowie Bauleistungen in angrenzenden Bereichen. Im Segment Maschinen bietet Bauer als Weltmarktführer ein umfassendes Sortiment von Maschinen, Geräten und Werkzeugen für den Spezialtiefbau und angrenzende Tätigkeitsfelder an. Das Segment Resources umfasst die Aktivitäten des Konzerns im Bereich der Gewinnung und Förderung von Rohstoffen, Umwelttechnik, Geothermie sowie Materialien zum Brunnenbau und Brunnenausbau (Pumpen- und Bohrtechnik, Filter und Rohre).

 

Bauer profitiert in hohem Maße durch das Ineinandergreifen der drei Geschäftsbereiche und positioniert sich als innovativer, hoch spezialisierter Anbieter von Komplettlösungen und Serviceleistungen für anspruchsvolle Spezialtiefbauarbeiten und angrenzende Märkte.

 

Gegründet 1790 erwirtschaftet Bauer heute etwa drei Viertel seiner Leistung im Ausland. Der Konzern erzielte 2010 mit rund 9.100 Mitarbeitern eine Gesamtkonzernleistung von 1,30 Milliarden Euro (Vj. 1,28 Milliarden Euro). Die BAUER Aktiengesellschaft ist seit dem 4. Juli 2006 im amtlichen Markt der Frankfurter Wertpapierbörse (Prime Standard, ISIN DE0005168108) gelistet.

 

 


Kontakt:

Bettina Erhart / Christopher Wolf
Investor Relations
BAUER Aktiengesellschaft
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