BAUER AG bestätigt Ergebnisprognose; Michael Stomberg nimmt Arbeit als Vorstandsvorsitzender auf

  • 13.11.2018
  •   irrelease
  • Gesamtkonzernleistung liegt mit 1.235,8 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert (1.378,9 Mio. EUR); Umsatzerlöse gingen auf 1.122,2 Mio. EUR zurück (Vj.: 1.265,6).
  • EBIT liegt bei 56,8 Mio. EUR (Vj.: 66,4 Mio. EUR); Ergebnis nach Steuern verbessert sich von 6,9 Mio. EUR auf 13,1 Mio. EUR.
  • Prognostiziertes Gesamtjahresergebnis wird bestätigt.
  • Geplanter Wechsel im Vorstand vollzogen: Michael Stomberg ist neuer Vorstandsvorsitzender, Prof. Thomas Bauer ist an die Spitze des Aufsichtsrats gewechselt

 

Schrobenhausen – Die BAUER Gruppe hält nach dem dritten Quartal 2018 weiter Kurs und bestätigt ihre Ergebnisprognose. Die wesentlichen Kennzahlen des international tätigen Bau- und Maschinenbaukonzerns und insbesondere die Auftragslage sind eine gute Basis für die weitere Entwicklung der Geschäfte.

Michael Stomberg hat im November seine Arbeit als neuer Vorstandsvorsitzender der BAUER AG aufgenommen. Er hat planmäßig Prof. Thomas Bauer abgelöst. Damit steht zum ersten Mal eine externe Führungspersönlichkeit, die nicht der Gründerfamilie angehört, an der Unternehmensspitze. Stomberg war zuvor für den international agierenden Mittelständler EagleBurgmann aus Wolfratshausen tätig, einem Anbieter industrieller Dichtungstechnik. Dieser gehört zum Familienkonzern Freudenberg. Stomberg fungierte dort als Chief Operating Officer (COO) und war in der Unternehmensführung für die Produktion, die Produktentwicklung und die Abwicklung des Projektgeschäfts verantwortlich. Bei der BAUER AG wird Stomberg im vierköpfigen Vorstandsteam in erster Linie die Bereiche Beteiligungen, Prozess- und Qualitätsmanagement, Health Safety Environment (HSE) sowie IT verantworten. Der bisherige Vorstandsvorsitzende Prof. Thomas Bauer ist inzwischen in den Aufsichtsrat bestellt und vom Gremium zum Vorsitzenden gewählt worden.

Zum Ende des dritten Quartals liegt die Gesamtkonzernleistung der BAUER Gruppe bei 1.235,8 Mio. EUR und damit um 10,4 % unter dem Vorjahreswert von 1.378,9 Mio. EUR. Dieser war aufgrund zahlreicher Großprojekte im Segment Bau außergewöhnlich hoch ausgefallen. Die Umsatzerlöse sind nach dem dritten Quartal um 11,3 % auf 1.122,2 Mio. EUR gesunken. Das operative Ergebnis (EBIT) ging dabei von 66,4 Mio. EUR auf 56,8 Mio. EUR zurück. Deutlich verbessert hat sich das Ergebnis nach Steuern, das von 6,9 Mio. EUR im Vorjahr auf 13,1 Mio. EUR angestiegen ist. Das ist vor allem darauf zurückzuführen, dass Währungseffekte keinen so negativen Einfluss hatten wie 2017. Der Auftragsbestand ist gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres (977,3 Mio. EUR) leicht auf 979,2 Mio. EUR gestiegen und befindet sich damit weiter auf hohem Niveau. Der Auftragseingang ging um 8,2 % von 1.348,1 Mio. EUR auf 1.237,2 Mio. EUR zurück.

 

Geschäftssegmente

Mit seinen drei Segmenten Bau, Maschinen und Resources und dem breit diversifizierten Geschäftsmodell ist der Konzern mit mehr als 110 Tochterunternehmen in rund 70 Ländern der Welt tätig.

Die Kennzahlen des Segments Bau liegen deutlich unter den Werten des Vorjahres, das aufgrund von Großprojekten ausgesprochen positiv verlaufen war. Die Gesamtkonzernleistung zum Ende des dritten Quartals 2018 ist auf 537,1 Mio. EUR (Vj.: 658,4 Mio. EUR) gesunken. Gründe für den Rückgang um 18,4 % sind die bislang schwächere Auslastung, Verschiebungen bei Projektvergaben und eine insgesamt schwächere Marktlage im Nahen Osten. Das EBIT verringerte sich von 21,4 Mio. EUR auf 12,7 Mio. EUR. Da einige größere Projekte in den nächsten Monaten fortgesetzt werden, erwartet man bis zum Jahresende eine weitere Verbesserung des Ergebnisses. Der Auftragsbestand ist zwar um 2,6 % auf 503,2 Mio. EUR (Vj: 516,5 Mio. EUR) zurückgegangen, er ist aber weiter eine gute Basis für die Zukunft. Der Auftragseingang liegt mit 547,6 Mio. EUR um 7,1 % unter dem Vorjahreswert von 589,6 Mio. EUR.

Im Segment Maschinen zeigt sich weiterhin eine sehr zufriedenstellende Ergebnis- und Margenentwicklung, bei der davon auszugehen ist, dass sie sich bis zum Ende des Geschäftsjahres fortsetzen wird. Nach neun Monaten ist die Gesamtkonzernleistung des Segments gegenüber dem Vorjahr um 2,5 % von 568,6 Mio. EUR auf 554,7 Mio. EUR leicht zurückgegangen. Die Umsatzerlöse fielen um 7,2 % von 480,8 Mio. EUR auf 446,3 Mio. EUR, wobei 2017 der Verkauf zweier Tiefbohranlagen zu Buche geschlagen waren, so dass sich im Kerngeschäft nur ein leichter Rückgang ergibt. Das EBIT ist gegenüber dem Vorjahr von 48,8 Mio. EUR auf 52,1 Mio. EUR angestiegen. Der Auftragsbestand liegt mit 151,8 Mio. EUR auf Vorjahresniveau (153,1 Mio. EUR). Der Auftragseingang ist um 3,6 % auf 557,1 Mio. EUR zurückgegangen (Vj.: 577,7 Mio. EUR).

Im Segment Resources liegt die Gesamtkonzernleistung nach neun Monaten mit 189,1 Mio. EUR nur noch um 1,9 % unter der des Vorjahres (192,8 Mio. EUR). Das Segment befindet sich weiter in einer Reorganisationsphase, daher verschlechterte sich das EBIT von -4,5 Mio. EUR auf -7,8 Mio. EUR. Es weist aber mit 324,1 Mio. EUR einen guten Auftragsbestand aus. Dieser liegt 5,3 % über dem Vorjahr (307,7 Mio. EUR). Grund dafür ist vor allem ein Großauftrag zur Erweiterung der Schilfkläranlage im Oman mit einem Volumen von etwa 160 Mio. EUR, der aufgrund seiner langen Laufzeit jedoch nicht in voller Höhe in den Auftragsbestand eingerechnet ist. Der Auftragseingang liegt mit 177,5 Mio. EUR deutlich unter dem Vorjahr (221,7 Mio. EUR).

 

Ausblick

Mit der Entwicklung des Geschäftsjahres ist die BAUER Gruppe bisher zufrieden, die Ergebniskennzahlen liegen im Rahmen der Planungen. Die Gesamtkonzernleistung liegt bislang unter den Erwartungen, daher geht man nun von etwa 1,7 Mrd. EUR (bisher: etwa 1,8 Mrd. EUR) zum Jahresende aus. Das EBIT soll unverändert bei etwa 90 Mio. EUR liegen und das Ergebnis nach Steuern deutlich über dem Vorjahr.

 

„Dieses Ergebnis ist eine solide Basis und unterstreicht den positiven Trend der vergangenen Jahre, an den wir nun anknüpfen werden“, sagt der neue Vorstandsvorsitzende Michael Stomberg. Er freut sich auf die bevorstehenden Aufgaben bei der BAUER AG. „Die Erfolgsgeschichte, die hier in sieben Generationen geschrieben wurde, ist mehr als beeindruckend. In der Entwicklung vom kleinen Mittelständler zum Weltkonzern ist es gelungen, die Werte und die Firmenkultur, die das Unternehmen ausmachen, zu bewahren. Dies fortzusetzen sehe ich auch für mich als eine zentrale Aufgabe.“

 

 

Ansprechpartner:
Christopher Wolf
Investor Relations
BAUER Aktiengesellschaft
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