25 Jahre Bauer-Fräsentechnik

  • 05.01.2011
  •   Fachpressemeldungen

Schrobenhausen, Germany – Auf eine Erfolgsgeschichte blickt die BAUER Maschinen GmbH zurück: Vor 25 Jahren wurde das erste große Projekt mit einer Bauer-Schlitz-wandfräse bewältigt. Seither hat Bauer die Fräsentechnik immer weiter entwickelt. Mittlerwei-le sind über 200 Geräte in die ganze Welt verkauft. Auf allen Kontinenten wurden größte Pro-jekte ausgeführt, teils unter extrem schwierigen Bedingungen.

Den Anstoß zum Bau der ersten Schlitzwandfräse gab ein Projekt in Nordbayern. Weil eine gekaufte Fräse nicht auf Leistung kam, sah Bauer den vertraglich festgelegten Endtermin in Gefahr. In dieser Situation entschloss sich das Führungsteam zu einer eigenen Fräse. Binnen weniger Monate wurde das Gerät konstruiert und gebaut und bewältigte auf der Baustelle alle Anforderungen. Innerhalb der ursprünglich gesetzten Frist wurde das Projekt erfolgreich abgeschlossen.

Seither wurde die Fräsentechnik im Bauer-Maschinenbau mit großen Entwicklungsschritten vorangetrieben. Immer stärkere Wände wurden möglich. In immer weitere Tiefen konnte sich die Technik vorarbeiten, nachdem man die langen Schläuche auf vertikal gestellte Rollen brachte. Immer exakter entwickelte sich die Vertikalität durch den Einsatz von Steuerklappen. Seit Beginn der neunziger Jahre arbeiten Bauer-Schlitzwandfräsen mit Rollenmeißelbesatz erfolgreich in härtestem Fels.

Der Maschinenbau zeigte seine Kreativität besonders dort, wo Schlitzwandfräsen den spezi-fischen Verhältnissen angepasst werden mussten. So entstand 1991 zusammen mit dem französischen Partner Bachy die wendige Fräse BC 15 „City-Cutter“, die unter beengten Verhältnissen eingesetzt wurde.

Wenig später wurde der – auch auf Schienen bewegte – „Mini-Cutter“ zum großen Erfolg, eine Fräse mit oben quer liegender Schlauchaufrollung für geringe Arbeitshöhen von nur fünf Metern. Zuerst arbeitete das Gerät in Tokio, anschließend in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul. Auf der Bauma 1995 zeigte Bauer die Kompaktfräse CBC 33 auf einem speziell konstruierten Geräteträger, auf der Bauma 1998 wurde die CBC 25 ausgestellt.

Neue Chancen ermöglichte die Low-Headroom-Maschine, die 1999 innerhalb weniger Mona-te konstruiert und gebaut wurde. Nachdem in Singapur die Umschließung eines U-Bahn-Bahnhofs unter einem bestehenden Gebäude des Flughafens ausgeführt war, wurde 2003 die nun auch als „Tunnelfräse“ bezeichnete Maschine in China eingesetzt; beim Projekt Yeleh-Damm wurde in einem engen Tunnel die Abdichtungswand für einen Staudamm hergestellt.
Im zurückliegenden Jahrzehnt waren Bauer-Schlitzwand-fräsen mehrfach bei extremen Auf-gaben gefragt. In äußerst schwieriger Geologie wurden Schlitzwände für das Staudamm-Projekt Dhauligangha im indischen Himalaya ausgeführt, für den Staudamm des Wasser-kraftwerks Peribonka in Kanada wurde in hartem Fels bis auf 120 Meter Tiefe gefräst. In Australien wurde die Abdichtung des Hinze-Damms ausgeführt.

Mittlerweile entwickelte Bauer Maschinen eigene Spezialtiefbau-Kräne, die in den Versionen MC 64 und MC 128 als Trägergeräte für Schlitzwandfräsen eingesetzt werden. Auf der Bauma 2010 wurde eine Schlitzwand-fräse für 150 Meter Tiefe vorgestellt. Heute arbeitet man an einer Konstruktion für Tiefen über 200 Meter.

Auf der Fräsentechnik beruht auch das CSM-System – Cutter Soil Mixing –, für das Bauer 2004 mit dem  Innovationspreis der Bauma ausgezeichnet wurde und das mehr als 50mal in alle Welt verkauft wurde.