KENNZAHLEN DER PRODUKTION
Für den Standort Schrobenhausen wird jährlich eine (vereinfachte) Umwelterklärung erstellt und veröffentlicht. Das Umweltschutzmanagement der großen Produktionsstandorte der BAUER Gruppe ist nach ISO 14001 bzw. EMAS zertifiziert. Eine konsolidierte Darstellung kann aufgrund unserer dezentralen Unternehmensstruktur nicht erbracht werden. Die dargestellten Kennzahlen repräsentieren die Verwaltung und Werke in Schrobenhauen, Aresing und Edelshausen (zusammenfassend als „Standort Schrobenhausen“ bezeichnet).
In den vergangenen Jahren konnten wir beim Umbau der alten Hauptverwaltung, dem Ausbau des Werks Aresing und dem Neubau des Werks Edelshausen sowie der neuen Hauptverwaltung durch viele energetische Maßnahmen eine Verbesserung der Emissionswerte und Reduzierung des Energiebedarfs erreichen. Dies ist bei den dargestellten Grafiken nicht immer ersichtlich, da man das Hinzukommen des neuen Werks Edelshausen im Jahre 2009 berücksichtigen muss. Umweltrelevante Maßnahmen werden auch in Niederlassungen, Tochterunternehmen und bei Auslandsprojekten geprüft und die Umsetzung von der Konzernzentrale aus unterstützt.
ENTWICKLUNG DES ENERGIEVERBRAUCHS
Nach Fertigstellung der neuen Hauptverwaltung in Schrobenhausen und dem Abschluss der Sanierung des bestehenden Bürogebäudes ist der Strombedarf wegen der zusätzlichen Nutzung für Heizzwecke insgesamt angewachsen. Mit Beginn der Bauphase im alten Verwaltungsgebäude im Jahr 2008 wurde der Erdgasverbrauch eingestellt. Die Geothermie-Anlage und Wärmepumpen in Verbindung mit den Maßnahmen zur Wärmedämmung decken nahezu den kompletten Heizölbedarf der Gebäude ab. Nur im Winter wird Heizöl zur Deckung von Spitzen benötigt. Seit 2008 erzielt das Werk Edelshausen Energiegewinne aus Geothemie-Anlagen und der Photovoltaikanlage. Der spezifische Heizbedarf konnte für beide Gebäude um mehr als die Hälfte gesenkt werden.
Im Werk Aresing verringerte sich der Energiebedarf ebenfalls. Auch hier wurde eine Geothermie-Anlage realisiert, welche Büro- und Sozialtrakte versorgt. Die Lackierereien gewinnen einen Teil der Prozesswärme durch effiziente Wärmeräder zurück. Der Anstieg des Gesamtenergieverbrauchs ist im Wesentlichen auf das neue Werk Edelshausen zurückzuführen. Die großen Dachflächen des Werks sind in Teilbereichen mit Photovoltaikanlagen ausgestattet. Deren Anteil konnte im Jahr 2010 nahezu verdoppelt werden, über 30 MWh wurden in das Versorgungsnetz zurückgespeist.
Die Treibstoffversorgung teilt sich in eine inner- und außerbetriebliche Betankung von Fahrzeugen auf. Die Eigenverbrauchs- Tankstellen in den Werken Schrobenhausen und Aresing dienen einerseits zur Betankung der Bauer-Fahrzeugflotte und andererseits zur Maschinenbetankung. Unter die Bauer-Fahrzeugflotte fallen zum großen Teil Fahrzeuge, welche nicht dem Standort direkt zuzuordnen sind.
ENTWICKLUNG DER EMISSIONEN
Die NOx-, SO2-, und CO2-Emissionen wurden aufgrund der Heizöl-, Erdgas- und Treibstoffverbräuche berechnet. Die Inbetriebnahmen der Geothermie-Anlagen an der Hauptverwaltung in Schrobenhausen und im Werk Aresing – verbunden mit dem Abbau von Heizöl-Anlagen – wirken sich positiv auf die Vermeidung von Schwefeloxiden aus. Die Zunahme der CO2-Emissionen und der Stickoxide resultiert aus dem höheren Heizbedarf in den Werken.
Ein Teil der fossilen Brennstoffe konnte durch umweltfreundliche und emissionsarme Energieträger ersetzt werden. Durch die Installation der Geothermie-Anlagen und der Solaranlage in Edelshausen, sowie der energetischen Sanierung der Verwaltungsgebäude konnten CO2-Einsparungen am Standort Schrobenhausen erzielt werden. Ein Teil des gewonnenen Solar-Stroms wird in das Versorgungsnetz des Stromlieferanten eingespeist.
WASSERVERBRAUCH
Der Wasserverbrauch am Standort Schrobenhausen ist durch die Erweiterung an Gebäuden und Hallen kontinuierlich angestiegen. Der Anstieg der Verbrauchsmengen ist auf den hohen Wasserverbrauch während der Baumaßnahmen an der Hauptverwaltung 2007 und der Inbetriebnahme des Werks Edelshausen im Jahr 2009 zurückzuführen. Im Jahr 2010 konnte der Wasserverbrauch leicht gesenkt werden. In der Abbildung entspricht der Verbrauch für Frischwasser gleich dem Abwasseraufkommen.
LÖSEMITTELEMISSIONEN
Nachdem durch die gestiegene Produktion der Bau von neuen Lackierereien in den Werken geplant wurde, wurde durch die BAUER Maschinen GmbH bereits in dieser frühen Phase der Umstieg auf lösungsmittelarme Wasserbasislacke eingeleitet und im Jahr 2009 umgesetzt. In allen drei Lackierereien am Standort Schrobenhausen ist ein Rückgang bei den VOC-Emissionen zu verzeichnen.
Die Lacke werden auch beim letzten Produktionsschritt – dem Finishing, also der Vorbereitung für den Versand an den Kunden – eingesetzt. Die SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH investierte ebenfalls in den Neubau einer Farbund Logistikhalle. Auch dort werden wasserverdünnbare Farben im Sinne eines modernen Umweltschutzes eingesetzt.


