UMWELTMANAGEMENT

Das Umweltmanagementsystem der BAUER Gruppe ist konzernübergreifend gültig und definiert Umweltschutz als ganzheitlichen Bestandteil der HSE-Politik (Health, Safety & Environment) der Gruppe. Entscheidend dabei ist, dass Umweltschutz in allen Bereichen und Abschnitten der betrieblichen Abläufe – insbesondere in der Produktion und auf der Baustelle – stetig im Bewusstsein des Handelns zugegen ist. Dies kann nur erreicht werden, wenn die grundsätzliche Philosophie des Unternehmens mit seinen selbststeuernden Einheiten auch bei diesem Thema Anwendung findet.

Jeder Vorgesetzte ist daher dafür verantwortlich, dass Umweltschutz in seinem Bereich bei angemessenem wirtschaftlichem Aufwand optimal gewährleistet ist und stetig verbessert wird. Die zentralen Personen hinsichtlich des Umwelt- und Klimaschutzes sind die Geschäftsführer der einzelnen Bauer-Firmen. Sie definieren verbindliche Zielvorgaben. Die Firmen sind angehalten, einen Verantwortlichen zu benennen, der deren Einhaltung überwacht. In monatlichen Meetings mit dem Vorstand des Gesamtkonzerns werden auch Umweltbelange behandelt. Hierzu gehört es auch Strategien festzulegen, die sich aus dem Klimawandel und seinen Folgen ergeben.

Ebenso wollen wir durch regelmäßige Schulungen und Aktionen zum Thema Umweltschutz und Verantwortung das Bewusstsein der Mitarbeiter schärfen. Auch diverse Maßnahmen der internen Kommunikation, bspw. über die Mitarbeiterzeitung, kommen hier zum Einsatz.

Als weltweit agierender Konzern mit über 110 Tochterunternehmen und als Hersteller von Geräten für den Spezialtiefbau und für angrenzende Bereiche sind wir uns bewusst, dass wir durch unsere Geschäftstätigkeit einen Einfluss auf die Umwelt (Luft, Wasser, Boden, etc.) haben. In der Umweltpolitik des Konzerns ist daher klar festgelegt, bei allen Tätigkeiten den Einfluss auf die Umwelt so gering wie möglich zu halten.

Die schlüsselfertig übergebene Biogasanlage der Schachtbau
in Uthleben produziert 1,4 MW Strom.

Die Einhaltung der gesetzlichen Umweltschutzvorschriften und Auflagen sehen wir dabei als Mindeststandard an. Durch vorbeugende Maßnahmen wollen wir aber darüber hinausgehend unser Umweltschutzniveau stetig verbessern.

Diverse Standorte und Unternehmen des Konzerns, darunter der Standort Schrobenhausen mit den ansässigen Firmen BAUER Aktiengesellschaft, BAUER Maschinen GmbH und BAUER Spezialtiefbau GmbH, sind bereits nach Umweltmanagementsystemen, wie bspw. EMAS, zertifiziert. Die BAUER Aktiengesellschaft als Konzernmutter ist zudem Teilnehmer am Umweltpakt Bayern, einer Kooperation zwischen Bayerischer Staatsregierung und der Bayerischen Wirtschaft.

Beim Neu- und Ausbau unserer Produktions- sowie Verwaltungsstandorte prüfen wir konsequent den Einsatz erneuerbarer Energien und energiesparender Maßnahmen. Im Jahr 2009 konnten wir das größte Investitionsprogramm der Firmengeschichte abschließen, in dessen Rahmen zahlreiche Energiesparmaßnahmen umgesetzt wurden. In unserem letzten Nachhaltigkeitsbericht haben wir darüber ausführlich informiert.

SOLARANLAGE BLEICHERODE

Solaranlage Bleicherode In einer Rekordzeit von nur neun Monaten entstand auf den Hügeln der früheren Kaliabraumhalde Bleicherode eine der größten Photovoltaikanlagen Thüringens. Auf rund 1,6 Hektar reihen sich mehr als 7.100 Solarmodule aneinander, die das Sonnenlicht einfangen und in Strom umwandeln. Wie groß die neu gebaute Anlage ist, lässt sich vom Boden aus nur erahnen. Erst der Blick aus der Vogelperspektive zeigt, dass ein beachtlicher Teil der Haldenoberfläche des ehemaligen Bergwerkgeländes mit den silbrigschwarz glänzenden Kollektoren bedeckt ist. Bis zu 1,2 MW Strom werden hier produziert und ins Netz eingespeist – genug, um rund 250 Einfamilienhäuser n mit Energie zu versorgen. Im September 2009 fiel der Startschuss für das wohl zukunftsträchtigste Bauvorhaben der Region. Errichtet wurde die Anlage auf der Halde des einstigen Kaliwerkes, wo nach der Wende der Abbau eingestellt wurde. Bald darauf liefen Anfang der 1990er Jahre die Maßnahmen der NDH-Entsorgungsbetreibergesellschaft mbH (NDH-E), einer Tochter der SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, zur Sanierung durch Bergversatz und der Rekultivierung der Halde an, die in zehn bis 15 Jahren abgeschlossen sein werden.