BASIS UNTERNEHMERISCHEN ERFOLGS

Die Mitarbeiter sind die wichtigste Basis für den Unternehmenserfolg. Die Personalentwicklung hat deshalb obersten Stellenwert in der Führung der BAUER Gruppe. Daher existieren einige Grundprinzipien, die Richtschnur für die Personalpolitik sein und den Mitarbeitern die Sicherheit einer guten Förderung und gerechten Behandlung geben sollen.

Die Unternehmen der BAUER Gruppe beschäftigten zum Jahresende 2010 weltweit im Jahresdurchschnitt 9.094 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr: 8.872).

Alle Mitarbeiter in der BAUER Gruppe genießen dabei die gleiche Wertschätzung, ohne Ansehen ihrer Nationalität. Wir versuchen daher unsere Mitarbeiter soweit wie möglich im Einsatzland zu rekrutieren. In jedem Land verfolgen wir eine einheitliche, für dieses Land spezielle Personal- und Vergütungspolitik. Für die Koordination dieser Politik ist der Personalverantwortliche der jeweiligen Tochterfirma im Land verantwortlich.

Unsere Leistungen liegen über den gesetzlichen Standards. Dazu zählen in Deutschland mindestens ein tariflicher Lohn, leistungsgerechte Zulagen, eine betriebliche Altersversorgung sowie u. a. Einkaufsvergünstigungen oder ein breites Angebot an Versicherungen. In Firmen mit entsprechendem Regelungsbedarf erhalten Mitarbeiter mit längerer Verweildauer im Ausland genau definierte Zulagen für die Auslandstätigkeit, für Flüge, Unterkunft und sonstige Kosten der Lebenshaltung.

MITARBEITERBINDUNG

Die Zielsetzung, Mitarbeiter lange an das Unternehmen zu binden, ist für Bauer sehr wesentlich. In der Positionierung im Wettbewerb um Führungskräfte sehen wir unsere Firmen sehr gut aufgestellt. Mit einem umfassenden Konzept von der Aus- und Weiterbildung sowie der gezielten Förderung und Unterstützung haben wir eine langjährige Treue der Mitarbeiter gegenüber dem Unternehmen erreicht.

Betriebszugehörigkeit

Mitarbeiterbefragungen verschiedener Konzernfirmen belegen immer wieder, dass die Identifikation mit dem Unternehmen und der eigenen Arbeit bei unseren Mitarbeitern sehr hoch ist. Die Umfragen ergeben einen gewissen Stolz, bei Bauer zu arbeiten. Die niedrige Fluktuationsquote, gerade bei den deutschen Firmen, spiegelt dies wieder.

Es kommt nicht selten vor, dass im Familienunternehmen Bauer auch viele Mitglieder einer Familie tätig sind – und das über mehrere Generationen hinweg. Bauer bietet jedem die Möglichkeit, bei einer der vielen Tochterunternehmen die Welt kennenzulernen ohne dabei die Heimat aufgeben zu müssen. Durch diverse Programme, wie dem Be- Mobil-Programm, das es den Mitarbeitern ermöglicht, für einige Zeit Erfahrungen im Ausland zu sammeln, fördern wir den Austausch von Wissen und Know-how.

Neue Mitarbeiter unterstützen wir in vielen Belangen bereits vor Antritt der neuen Stelle, beispielsweise bei der Wohnungssuche. Am ersten Tag im Unternehmen wird den zukünftigen Kollegen in besonderen Einführungsseminaren das Unternehmen vorgestellt. Zudem bietet ein Laufzettel die Chance, verschiedene wichtige Abteilungen kennenzulernen. Speziell für ausländische Mitarbeiter bieten wir eine mehrsprachige Orientierungsmappe, die beim Start in den neuen Job und beim Eingewöhnen und Zurechtfinden in der neuen Umgebung helfen soll.

Für besondere Anlässe führt die über das Stammhaus Schrobenhausen betreute Belegschaft seit Jahren eine solidarisch organisierte Betriebskasse. Zuwendungen oder Präsente bei Hochzeiten, Geburten, Jubiläen aber auch Trauerfällen werden aus ihren Mitteln finanziert. Dadurch haben Mitarbeiter – auf diskrete Art und Weise - Anteil am Lebensweg ihrer Kollegen. Dies wissen auch die Empfänger der Zuwendungen zu schätzen. Besonders das Engagement der Familie Bauer spiegelt hier die besondere Kultur des Unternehmens wider. Die Geschenke zu den genannten Anlässen werden von Margit Bauer, Ehefrau des Vorstandsvorsitzenden Prof. Thomas Bauer, selbst eingepackt und verteilt. Eine Tradition die einst Marlies Bauer, Gattin des Seniorchefs Dr. Dr. Karlheinz Bauer begründete, und die heute liebevoll fortgeführt wird.

FLEXIBLE ARBEITSZEITEN

Als eines der ersten Unternehmen in der Baubranche führte die BAUER Unternehmensgruppe auf Baustellen eine Jahresarbeitszeitregelung ein. Monatsarbeitszeitkonten gewährleisteten einerseits die notwendige Flexibilität, die die Arbeit auf der Baustelle in vielen Fällen erfordert, andererseits konnte so den Mitarbeiter n Ende der achtziger Jahre endlich ein konstantes Einkommensniveau und damit ein planbarer Lebensstandard ermöglicht werden.

Speziell in den Krisen, die die Bauwirtschaft in den darauffolgenden Jahren vor allem auch im deutschen Markt durchlebte, zeigte sich der Nutzen einer Gleitzeitregelung für Arbeitnehmer wie Arbeitgeber: Nach einem Bauboom zu Beginn der neunziger Jahre war die BAUER Gruppe in der Lage, selbst schwierige Zeiten ohne betriebsbedingte Kündigungen zu überstehen.

Auch während und nach der Finanzmarktkrise im Jahr 2009 profitierten vor allem Mitarbeiter aus dem Segment Maschinen von der Gleitzeitregelung im Unternehmen: Da in den vorangegangenen Boomjahren intensiv mit Überstunden und flexibler Urlaubsregelung gearbeitet wurde, war es möglich, den Personalbestand auf einem vernünftigen Niveau zu halten. So war in der Krise kein Personalabbau notwendig, auf betriebsbedingte Kündigungen konnte die Unternehmensgruppe verzichten.

EHEMALIGE MITARBEITER

Auch beim Gang in den wohlverdienten Ruhestand sind die Ehemaligen natürlich weiterhin an der Entwicklung ihres Unternehmens interessiert. Viele der deutschen Unternehmen im Konzern veranstalten regelmäßig Rentnertreffen, bei denen sich Gelegenheit zum Beisammensein und Austausch mit den früheren Kollegen bietet.

Auch Werksführungen gehören hier zum Rahmenprogramm. Am Standort Schrobenhausen nimmt Seniorchef Dr. Dr. Karlheinz Bauer, nebst Gattin Marlies Bauer, immer wieder gerne selbst an den Treffen teil.

ANGEBOT 57plus

Viele Mitarbeiter wünschen sich einen flexiblen Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand. Anderseits möchte das Unternehmen die steigenden Lebensarbeitszeiten bestmöglich mit der Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter übereinbringen. Mit dem neuen Angebot 57plus versucht Bauer die starre Altersgrenze zu flexibilisieren. Zwei verschiedene Modelle stehen dabei zur Verfügung: Bei der ersten Variante „Zusatzurlaub“ können Mitarbeiter ab Vollendung des 57. Lebensjahres – bei entsprechender Entgeltkürzung – zusätzliche freie Tage zu ihrem regulären Erholungsurlaub beantragen. Die zweite Variante „Verlängerung der Lebensarbeitszeit“ ermöglicht eine Verschiebung der Regelaltersgrenze nach hinten, maximal aber bis zur Vollendung des 67. Lebensjahres.

INTERNE KOMMUNIKATION

Natürlich erhalten die Ruheständler auch das Hausmagazin Bohrpunkt zugesandt. Die jährliche Firmenzeitschrift richtet sich an Mitarbeiter, Freunde und Kunden des Unternehmens und fasst mit zahlreichen Bildern und interessanten Berichten immer das vergangene Geschäftsjahr in eindrucksvoller Weise zusammen. Auch andere Unternehmen, wie die Schachtbau Nordhausen (Schachtbau Report), pflegen die regelmäßige Veröffentlichung von Publikationen.

Wichtiges Informationsmedium für die Mitarbeiter ist die hauseigene Mitarbeiterzeitung BAUERnews. Seit 2008 werden hier Berichte zu interessanten Projekten, großen Veranstaltungen, wie der Bauma oder der Hauausstellung, sowie wichtige Meldungen, informativ und spannend aufbereitet. Grundgedanke ist es, die offene und lebendige Gesprächskultur im ganzen BAUER Konzern zu verbreiten. Daher bekommen alle Mitarbeiter jeden Monat eine gedruckte oder digitale Ausgabe zugestellt.

MITARBEITERZEITUNG

Seit 2010 werden der BAUERnews regelmäßig Lokalteile beigelegt. Die BAUER Gruppe hat über alle Segmente hinweg mehrere Standorte in Deutschland. Dort befinden sich größere Niederlassungen und zum Teil Produktionsstätten. Natürlich ist für die Mitarbeiter dort besonders spannend, was gerade vor Ort geschieht. Daher beteiligen sich die Firmen auch gerne an der Entstehung und Umsetzung des Lokalteils, der dann am jeweiligen Standort interessiert gelesen wird.

MITBESTIMMUNG

Natürlich spielt auch das Thema Mitbestimmung im Konzern eine wichtige Rolle. Bereits seit Mitte der 50er-Jahre gibt es am Stammhaus in Schrobenhausen und bei der Schachtbau Nordhausen einen Betriebsrat. Im gemeinsamen Bestreben zwischen Betriebsrat und Vorstand bzw. Geschäftsführung zum Wohle der Mitarbeiter und der Unternehmen findet hier ein offener und konstruktiver Austausch statt. Auch hier spielt die Unternehmenskultur, die auf das Wohl der Belegschaft ausgerichtet ist, eine wichtige Rolle.

An etlichen internationalen Standorten vertreten "Unions" die Interessen der Arbeitnehmer. Zusätzliche Möglichkeiten für die Mitarbeiter, ihren Arbeitsplatz mitzugestalten und Ideen einzubringen, bietet das betriebliche Vorschlagswesen, das bereits 1972 im Unternehmen etabliert wurde. Über die Jahre konnten viele gute Ideen in den Bereichen Bau und Maschinenbau in fertige Produkte überführt werden – einige Ideen wurden sogar patentiert. Im Jahr 2010 wurden im erweiterten Stammhaus 688 Vorschläge eingereicht, von denen 425 angenommen und prämiert wurden.

MITARBEITER MIT BEHINDERUNG

In der BAUER Gruppe werden selbstverständlich auch Mitarbeiter mit Behinderung beschäftigt, denn es ist unbestreitbar, dass Menschen mit Handicap einen ebenso wertvollen Beitrag für das Unternehmen leisten können, wie alle anderen Mitarbeiter. Über die Leistungsfähigkeit eines Menschen sagt die Behinderung nichts aus.

Die Zahl der schwerbehinderten Mitarbeiter steigt seit Jahren kontinuierlich an. Aufgrund der Tätigkeit des Unternehmens in den Segmenten Bau und Maschinen können wir den gesetzlich festgelegten Beschäftigungsanteil von 5 % je Firma dennoch zumeist nicht erreichen. Zum Ausgleich vergeben wir Arbeiten an Behindertenwerkstätten. Darüber hinaus unterstützen unsere Unternehmen die Werkstätten durch Spenden und Mitarbeiteraktionen.