DIVERSITY

Im BAUER Konzern sind weltweit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 74 verschiedener Nationalitäten beschäftigt. Jeder Mitarbeiter im Unternehmen genießt die gleiche Wertschätzung. Vielfalt und Chancengleichheit, bei der die Gesamtheit der Mitarbeiter in ihren Unterschieden und Gemeinsamkeiten im Fokus stehen soll, sind Themen, die wir mit Nachdruck verfolgen, denn jeder einzelne Mitarbeiter trägt mit seiner Individualität und seinem Erfahrungsschatz zum Erfolg der BAUER Gruppe bei.
 

Mitarbeiter nach Regionen

Der öffentliche Diskurs über Diversity scheint sich aber, das Thema sehr verkürzend, nur auf einen Aspekt zu konzentrieren: Das Verhältnis von Männern und Frauen in Führungspositionen sowie im Vorstand und Aufsichtsrat.

Branchenbedingt sind in der BAUER Gruppe nur etwa 12 % der Mitarbeiter weiblichen Geschlechts – ein Umstand, der hauptsächlich der technischen Ausrichtung des Konzerns geschuldet ist. Selbstverständlich ermutigen wir junge Frauen, sich für technische und ingenieurwissenschaftliche Berufe zu entscheiden. Dennoch entscheiden sich auch heute immer noch viele Frauen gegen eine technische oder ingenieurwissenschaftliche Laufbahn. So sind in der BAUER AG, die vor allem kaufmännische und administrative Dienstleistungen für die Konzerntöchter erbringt, die weiblichen Beschäftigten mit über 58 % in der Überzahl – ähnlich verhält es sich in entsprechenden Positionen bei den Tochterfirmen.

Insgesamt betrachtet bilden im Konzern die technischen und gewerblichen Positionen, also die des operativen Geschäfts, nach wie vor die Mehrheit, was wiederum den hohen Anteil an männlichen Beschäftigten im Gesamtkonzern erklärt.

Die Personalabteilung der BAUER AG, welche die Unternehmen am Standort Schrobenhausen und einige weitere Firmen betreut, hat Bewerberdaten ausgewertet. Betrachtet man die Bewerberzahlen von Frauen, für die entsprechenden Bereiche im Jahr 2010, dann zeigt sich sehr deutlich, wie schwierig es ist Frauen für bestimmte Positionen und Aufgaben zu gewinnen. Der Frauenanteil bei den Bewerbungen für gewerbliche Berufe lag bei 1,99% und bei Bewerbungen für technische Berufe bei 6,6 %.

In der BAUER Gruppe folgen wir prinzipiell dem Grundsatz, dass niemand aufgrund seines Geschlechtes benachteiligt werden darf. Daher fördern wir ausdrücklich beide Geschlechter gleichermaßen und sind der Überzeugung, dass nur durch Chancengleichheit echte Vielfalt entstehen kann. In diesem Zusammenhang erscheinen allerdings Regelungen, die vorschreiben, eine Person einer anderen aufgrund ihres Geschlechts anstatt ihrer Qualifikation vorzuziehen, den Prinzipien der Chancengleichheit zuwiderzulaufen.

Daher beziehen wir deutlich Stellung gegen die Einführung von Frauenquoten und die damit verbundene einseitige Bevorzugung eines Geschlechts. Einzig Leistungsvermögen und -bereitschaft sowie individuelle Interessenslage sind diejenigen Kriterien, die wir bei der Auswahl unserer Mitarbeiter ansetzen.

AKTIONEN

Bauer unterstützt die bundesweite Initiative Girls’ Day, bei der Mädchen der fünften bis zehnten Klassen einen Einblick in techniknahe Berufe erhalten. Ebenso sind wir im Careerbuilding-Programm für Ingenieurinnen und Nachwuchswissenschaftlerinnen, dem mentorING der TU München vertreten, u. a. mit dem Ziel, die in den entsprechenden Branchen studierenden bzw. arbeitenden Frauen zu unterstützen. Gerade vor dem Hintergrund des Wettbewerbs um qualifizierte Nachwuchskräfte im gewerblich-technischen Bereich sind wir bemüht, auch Mädchen und junge Frauen für technische und ingenieurwissenschaftliche Berufe zu begeistern.