Unternehmen
STAKEHOLDER-DIALOG
Als international tätiger Konzern hat man es mit diversen Gruppen von Stakeholdern zu tun. Dies sind einerseits die zahlreichen Kunden, Lieferanten oder Partner des Unternehmens, andererseits fordert die Notierung an der Börse einen regen Austausch mit verschiedenen Interessensgruppen, wie Aktionären, Analysten oder den Medien. All diesen unterschiedlichen Anforderungen gerecht zu werden und in guter Weise nachzukommen, sehen wir als wichtige Aufgabe an.
KUNDEN UND PARTNER
Gerade für unsere Bau- und Maschinenbaufirmen sind die langjährigen geschäftlichen und partnerschaftlichen Beziehungen zu unseren Kunden besonders wichtig. Natürlich hat für uns die Zufriedenheit des Kunden oberste Priorität. Wesentlich dabei ist die Qualität sowie Effizienz unserer Maschinen und Dienstleistungen. Auch durch hauseigene Veranstaltungen, wie unsere mittlerweile traditionsreiche Hausausstellung, versuchen wir unseren Partnern ein stückweit die gelebte Unternehmenskultur zu vermitteln.
Im Jahr 2010 war die BAUER Maschinen Gruppe mit ihren Unternehmen wieder auf der größten Baumaschinenmesse Bauma in München vertreten. Dort wurden zahlreiche Neuerungen, wie das größte jemals gebaute Drehbohrgerät BG 50 und der neue vollhydraulische Seilbagger MC 128 vorgestellt. Natürlich konnte auch dieses Event wieder zum Beisammensein und Austausch mit unseren Kunden genutzt werden.
Regelmäßig prüfen wir die Zufriedenheit des Kunden nach Abschluss eines Bauprojekts. Das Modell „BAUER Partnering" haben wir für den deutschen Baumarkt entwickelt und soll zu einer partnerschaftlichen Kundenbeziehung beitragen. Die Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001 spiegelt ebenfalls den hohen Anspruch wieder, den wir in puncto Qualität an uns selbst stellen.
Die konzerneigene Aus- und Weiterbildungsstätte BAUER Training Center GmbH (BTC) hat ihren Schwerpunkt neben der Weiterbildung eigener Mitarbeiter auch auf der Schulung von Kunden. In zahlreichen Seminaren bietet die BTC technische und praktische Aus- und Fortbildungen für Gerätekunden an.
FÜHRERSCHEIN
LIEFERANTEN UND NACHUNTERNEHMER
Insbesondere bei Lieferanten und Nachunternehmern ist uns eine vertrauensvolle, faire und partnerschaftliche Zusammenarbeit wichtig. Diese versuchen wir nach dem Win- Win-Prinzip aufzubauen und zu pflegen. Insbesondere für die Qualität des Vor- und somit auch des Endprodukts ist diese Art Zusammenarbeit entscheidend. Wir verpflichten uns ebenso zu einem fairen und offenen Wettbewerb. Neben den größeren Einkaufsabteilungen am Konzernsitz, gibt es auch vor Ort Einkaufsstrukturen nach dem Lead- Buyer-Konzept.
Für alle Mitarbeiter, die in den Beschaffungsprozess eingebunden sind, existieren ethische Verhaltensgrundsätze und Einkaufsleitlinien. Die Beschaffung externer Leistungen unterliegt grundsätzlich einem Compliance Check unserer Einkaufs- und Zollabteilungen. Hierbei werden die Lieferanten anhand von EG- und US-Sanktionslisten überprüft. Die Abteilung Qualitätsmanagement führt zugelassene Lieferanten in einer eigenen Datenbank. Neue Lieferanten müssen standardisierte Zulassungskriterien erfüllen und eine Verpflichtungserklärung abgeben, mit der sie unsere moralischen Maßstäbe anerkennen. Regelmäßige Audits bei unseren Lieferanten und Nachunternehmern im In- und Ausland stellen unsere Ansprüche auf Dauer sicher.
Die BAUER Spezialtiefbau GmbH verpflichtet ihre Nachunternehmer am Bau, für ihre Arbeitnehmer die in der Europäischen Union gültigen sozialen Standards und Mindestlöhne zu gewährleisten. Im Segment Maschinen stammt ein Großteil der Lieferanten aus Ländern, in denen Gesundheits- und Sicherheitsstandards über gesetzliche Regelungen gewährleistet sind. Qualitätskontrollen unserer Einkaufsabteilungen minimieren aus der Beschaffung resultierende Sicherheitsrisiken bei der Anwendung unserer Produkte. Zusätzlich finden regelmäßige Lieferantenbefragungen zu Umweltgesichtspunkten statt.
MITARBEITER
Die Basis eines Unternehmens sind ganz klar die Mitarbeiter, die mit ihrem Einsatz und Know-how entscheidend zum Erfolg beitragen. Daher widmen wir ihnen ein ganzes Kapitel in diesem Berichts.
ANTEILSEIGNER
Eine kontinuierliche Investor Relations-Arbeit und eine offene Informationspolitik des Vorstands gegenüber Aktionären, Analysten und Investoren sind uns ein wichtiges Anliegen. Im Jahr 2010 berichteten 15 Analysten regelmäßig in aktuellen Studien über das Unternehmen. Das Interesse der Privataktionäre, die jedes Jahr die Hauptversammlung am Firmensitz in Schrobenhausen besuchen, ist ebenso weiter ungebrochen – gerade die „Alte Schweißerei“, in der die Veranstaltung alljährlich stattfindet, bietet ein eindrucksvolles Ambiente.
Ebenso wichtig ist uns eine angemessene Beteiligung unserer Anteilseigner – gerade für ein vertrauensvolles Miteinander. Geprägt ist unsere Dividendenpolitik von den drei wesentlichen Bausteinen Ertrag, Kontinuität und Sicherung der Eigenkapitalbasis. Seit 2010 beteiligt sich die BAUER AG am Klimareporting des Carbon Disclosure Project (CDP), welches im Auftrag der weltweit größten Investoren arbeitet, und Daten zu Emissionen sowie Klimastrategien von Unternehmen sammelt.
MEDIEN
Zur Aufgabe eines Unternehmens gehört auch, die Öffentlichkeit über die aktuellen Geschäftsentwicklungen zu informieren. Dazu pflegen wir Kontakte zu diversen Medien aus Print, Funk oder TV. Die Bandbreite reicht dabei von den Lokalzeitungen über die Wirtschafts- und Finanzpresse und den großen Agenturen bis hin zur Fachpresse. Wir versuchen dabei möglichst allen Interessen gerecht zu werden und stehen auch für weiterführende Themen und Diskussionen, die über die Geschäftstätigkeit hinausgehen, zur Verfügung. Im Jahr 2010 haben wir neben größeren Interviews mit dem Vorstand beispielsweise auch im Rahmen eines Beitrags über Familienunternehmer eng mit einem Radiosender zusammengearbeitet oder gemeinsam mit einem Fernsehsender ein Portrait über die Ausbildung zum Baugeräteführer erstellt.
BUND, LÄNDER, KOMMUNEN
Als großes mittelständisches Unternehmen spielen wir durch die Abführung von Steuern eine wichtige Rolle für die Allgemeinheit. Der Sitz des Unternehmens befindet sich in der rund 17.000 Einwohner zählenden oberbayerischen Kleinstadt Schrobenhausen, wo wir mit Abstand größter Arbeitgeber sind. Am Standort Schrobenhausen arbeiten alleine etwa 1.900 Mitarbeiter. Auch die zahlreichen anderen Standorte, an denen wir in der ganzen Welt vertreten sind, profitieren von unserer Wirtschaftsleistung.
FORSCHUNG UND WISSENSCHAFT
Begeistert für Fortschritt – dieser Slogan, den sich die Bauer-Unternehmen auf die Fahnen geschrieben haben, deutet bereits darauf hin, dass für uns als Weltmarktführer im Maschinenbau Innovationen eine wesentliche Rolle spielen. Auch im Segment Bau ist die Entwicklung und Verbesserung von Bauverfahren ein wichtiger Schritt zur Erhöhung der Effizienz und zur Lösung der Probleme vor Ort auf der Baustelle. Gleiches gilt für das jüngste Segment Resources. Daher pflegen wir viele Kontakte und Kooperationen mit Hochschulen und setzen mit der 2007 gegründeten BAUER Forschungsgemeinschaft noch intensiver auf die Entwicklung neuer Technologien – immer mit dem Ziel, aus Grundlagenforschung ein marktreifes Produkt oder Verfahren entstehen zu lassen.
GESELLSCHAFT
In der heutigen, sehr schnelllebigen Welt, Zeit und Geld für die Allgemeinheit aufzuwenden, ist für viele Menschen wie auch Unternehmen leider nicht mehr selbstverständlich. Doch die Gesellschaft braucht dieses Engagement, denn die vielen Ehrenamtlichen, die täglich Arbeit in Vereinen, Verbänden, Schulen und Hochschulen – um nur wenige Beispiele zu nennen – leisten, sind seit heute mehr denn je unverzichtbar. Diese Einstellung unterstützen auch die Unternehmen der BAUER Gruppe sowie deren Mitarbeiter und sie wird von Firmenchef Prof. Thomas Bauer vorgelebt: „Ich bin der Auffassung, dass Unternehmer verpflichtet sind, einen Teil ihrer Zeit der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen. Dafür verwende ich bisher etwa ein Viertel meiner Zeit und so soll es auch bleiben.“
Neben seiner Tätigkeit als Präsident des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie und des Bayerischen Bauindustrieverbands ist Prof. Bauer außerdem Landesschatzmeister der CSU, Honorarprofessor an der TU München und war viele Jahre Kreisrat im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen. Auch Finanzvorstand Hartmut Beutler engagiert sich als Vorsitzender des IHK-Gremiums Neuburg-Schrobenhausen oder als Vorstand der Initiative Regionalmanagement Region Ingolstadt e.V. Heinz Kaltenecker, drittes Mitglied im Vorstand der BAUER AG, ist Vorstandsmitglied in der Deutschen Gesellschaft für Geotechnik e.V. Der Personalchef der BAUER AG ist Vorstandsmitglied im Förderverein der SIS Swiss International School Ingolstadt (SISI) e.V.
Dies sind nur vier Beispiele, wie sich Vorstand und Mitarbeiter engagieren. Etliche Mitarbeiter halten regelmäßig Vorlesungen und Vorträge an Hochschulen und engagieren sich so für die Bildung.
Neben den Mitarbeitern sind auch die diversen Firmen des Konzerns engagiert. Dies reicht von der Unterstützung von Vereinen, Hochschulen oder besonderen Projekten durch Spenden und Know-how, über die aktive Mitgliedschaft in Verbänden bis hin zum Angebot von Werksführungen und Besichtigungen für Kindergärten, Schulen, Studenten oder weiteren interessierten Gruppen.
FÖRDERUNGEN DER BAUER AG
- Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft e.V.
- Förderverein der SIS Swiss International School Ingolstadt e.V.
- Initiative Regionalmanagement Region Ingolstadt e.V.
- Ostasiatischer Verein e.V.
- Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e.V.
- Verein für Bildung und Wissenschaft Neuburg e.V.
Die BAUER Stiftung als eigene Institution wendet jedes Jahr erhebliche Geld- oder Sachspenden auf, um Kunst, Kultur, Forschung und Bildung oder gemeinnützige Einrichtungen zu unterstützen.
SPENDEN DER FAMILIE
Weitere 50.000 Euro spendete die Familie an die TUM (Technische Universität München) Universitätsstiftung. Die im Jahr 2010 gegründete Organisation hat sich zum Ziel gesetzt, die Wettbewerbsfähigkeit und Unabhängigkeit der Universität von staatlichen Mitteln zu sichern. Gefördert werden unter anderem die besten Doktoranden in der TUM Graduate School.WERTSCHÖPFUNG
Der weltweit tätige BAUER Konzern trägt in großem Maß zur Wertschöpfung bei. Im Jahr 2010 mit 377 Mio. Euro, wovon die einzelnen Volkswirtschaften profitieren. Der größte Teil ging an unsere Mitarbeiter. Der im Unternehmen verbliebene Anteil kann für Investitionen und zukünftiges Wachstum eingesetzt werden.


