Unternehmen
MANAGEMENT UND VERANTWORTUNG
Die BAUER Gruppe misst die gelebte Firmenpolitik an vier grundlegenden Zielen:
- Vertrauen unserer Kunden (Qualität)
- Sicherheit, Gesundheit und Zufriedenheit unserer Mitarbeiter
- Umweltfreundlichkeit unseres Tuns und unserer Produkte
- Optimale Wirtschaftlichkeit (Rentabilität)
Die Implementierung und Entwicklung einer selbststeuernden Organisation mit einzelnen Einheiten (Unternehmen), die nicht durch komplexe Entscheidungshierarchien belastet, sondern durch frühzeitige Verantwortung gefördert werden, ist das primäre Steuerungsmerkmal im BAUER Konzern.
Unter der obersten Führungsebene, dem Vorstand der BAUER AG, sind die drei wesentlichen Tochterfirmen BAUER Spezialtiefbau GmbH, BAUER Maschinen GmbH und BAUER Resources GmbH angesiedelt. Die Geschäftsführer und die Geschäftsleitung sind eigenverantwortlich und weitgehend unabhängig für die Entwicklung ihrer Unternehmen verantwortlich. Alle drei bilden jeweils die Mutterunternehmen in den drei Segmenten Bau, Maschinen und Resources. Unter den Muttergesellschaften sind alle weiteren Tochterunternehmen angesiedelt, die den Konzernverbund darstellen. Dies sind in Summe über 110 Unternehmen.
Eine rein zentrale Führung, die eine Entscheidungslinie für alle diese Unternehmen darstellen würde, wäre nicht praktikabel und würde den Gesamtkonzern unbeweglich und wenig anpassungsfähig machen. Daher wird seit jeher ein hohes Maß an Verantwortung an die Geschäftsführer der einzelnen Tochterunternehmen übertragen. Der Vorstandsvorsitzende Prof. Thomas Bauer, der das Unternehmen in siebter Generation leitet, hat diese Strategie in unten stehendem Leitsatz beschrieben.
Die Verantwortung im Konzern bezogen auf die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens und die Ausrichtung der Themen Qualität, Sicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz liegt im

Wesentlichen beim Vorstand selbst. Die gelebte Verantwortung wird nicht an Stabstellen ausgelagert, sondern analog der Konzernstruktur über den Vorstand, die Geschäftsführungen und Bereichsleitungen von jedem Einzelnen in dem für ihn angemessenen Umfang wahrgenommen.
Eine besondere Verantwortung kommt dabei den Geschäftsführungen der Holdinggesellschaften der jeweiligen Segmente Bau, Maschinen und Resources zu. Im Rahmen der monatlichen Sitzungen mit dem Vorstand des Gesamtkonzerns nehmen sich die Beteiligten der genannten Themen an, legen verbindliche Ziele fest und entwickeln entsprechende Strategien weiter. Die nachgelagerten Geschäftsführer der einzelnen Konzerntöchter haben schließlich die Aufgabe auch für ihre Unternehmen Maßnahmen und Ziele zu definieren, wobei für die Umsetzung die Festlegung eines Verantwortlichen gefordert wird.
Die weiteren Glieder dieser Verantwortungskette bilden die Abteilungsleiter und Vorgesetzten, die dafür verantwortlich sind, dass Qualität, Sicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz in ihrem Bereich bestmöglich gelebt werden. Das Bewusstsein der einzelnen Mitarbeiter wird über den gesamten Konzern hinweg durch Schulungen, Weiterbildungen und Aktionen fortlaufend gefördert.
LEITSATZ SELBSTSTEUERUNG
CORPORATE GOVERNANCE & COMPLIANCE
Der ursprüngliche Wesenszug von Corporate Governance, einen Ordnungsrahmen für die Leitung und Überwachung von Unternehmen darzustellen, wo wesentliche Kriterien, wie Wahrung der Interessen der Stakeholder, Transparenz und angemessener Umgang mit Risiken ausgerichtet auf eine langfristige Wertschöpfung, im Mittelpunkt stehen, ist in den letzten Jahren leider immer mehr in den Hintergrund gerückt.
Manch fragwürdige Compliance-Regeln, die die Wirtschaftsunternehmen paradoxerweise zu einem großen Teil selbst entwickelt haben und heute anwenden, stören empfindlich die gute Zusammenarbeit und Vernunft bei der Geschäftstätigkeit. Man kann nicht mit unmoralischen Methoden Moral erzwingen. Die Firmengruppe Bauer lehnt daher solch übertriebene Maßnahmen, wie sie heute leider oftmals gängige Praxis sind, entschieden ab.
Natürlich richtet sich der BAUER Konzern nach den nationalen und internationalen Werten und Grundsätzen für eine verantwortungsvolle und ordentliche Unternehmensführung und orientiert sich an den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Unser Ziel ist es, unsere Geschäfte an den Prinzipien Anstand und Fairness auszurichten. Wir glauben nicht daran, dass der Unanständige am Ende siegt.
Für eine gute Unternehmensführung ist es selbstverständlich mit den Themen Ethik und Moral richtig umzugehen. Mit der BAUER Spezialtiefbau GmbH war die Unternehmensgruppe Vorreiter und Mitbegründer des Vereins Ethikmanagement der Bauwirtschaft e.V. Hierbei hat man wesentlich zur Entwicklung des heutigen EMB-Wertemanagement Bau beigetragen. Neben der BAUER Spezialtiefbau GmbH sind auch die BAUER Umwelt GmbH und die BAUER Water GmbH, Unternehmen aus dem Segment Resources, auditierte Mitglieder. Das Ethikmanagement ist heute in der Rahmenleitlinie des Konzerns verankert und gilt für alle Unternehmen in der Gruppe.
Neue Mitarbeiter in Deutschland bestätigen bei Antritt ihrer Stellung den Erhalt des Werteprogramms; regelmäßige Schulungen greifen außerdem das Thema immer wieder auf. Auch unsere Mitarbeiter und Unternehmen im Ausland verpflichten wir, den im jeweiligen Land geltenden Maßstäben an ethischen Werten und Normen zu genügen.
In der Rahmenleitlinie des Konzerns ist festgelegt, dass aktiv korruptives Verhalten und passive Bestechlichkeit in der BAUER Gruppe nicht toleriert werden und die sofortige Kündigung des Mitarbeiters zur Folge haben. Wir erwarten von unseren Mitarbeitern ethisches Handeln nach den Maximen der Ehrlichkeit und Fairness.
AUSZEICHNUNG
Im Februar 2010 wurde die US-amerikanische Tochter Coastal Caisson Corp. von der Organisation Earth Charter US mit dem Sustainable Business Award 2010 ausgezeichnet. Der Preis wird in Zusammenarbeit mit der University of Tampa an Unternehmen verliehen, die ihre Geschäftsführung an sozialer, ökonomischer und ökologischer Verantwortung ausrichten. „Wir sind sehr stolz auf unsere Leistung und auf unsere Erfolgsgeschichte“, so Chuck Puccini, Geschäftsführer von Coastal Caisson.