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Neuer Tiefenrekord erzielt

  • 28-12-2017
  •   bma

Die BAUER Maschinen GmbH stellt ihre Innovationskraft immer wieder unter Beweis, vor allem dann, wenn neben typischen Standardgeräten spezielle „Nischenprodukte“ benötigt werden. Ein gutes Beispiel dafür ist das Meeresboden-Bohrgerät MARUM-MeBo 200. Dabei handelt es sich um ein robotisches Bohrgerät, das auf dem Meeresboden abgesetzt und vom Schiff aus gesteuert wird. Ohne störende Einflüsse durch Schiffsbewegung, Wind, Wellen und Strömung können so Kernbohrungen durchgeführt und hochwertige Proben vom Meeresboden gewonnen werden. Das MeBo 200 – die zweite Generation dieses Bohrgeräts – ist auf eine maximale Bohrtiefe von 200 m ausgelegt und wurde von der BAUER Maschinen GmbH gemeinsam mit dem MARUM-Zentrum für marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen im Rahmen eines vom Bundesministeriums für Bildung und Forschung geförderten Projekts entwickelt.

 

 Ende 2017 brach das deutsche Forschungsschiff METEOR zu einer Forschungsreise in den rumänischen Teil des Schwarzen Meeres auf.  Das wichtigste Forschungsgerät an Bord: das MeBo 200. Am 10. November 2017 wurde das Bohrgerät schließlich zu Wasser gelassen und konnte seine Bohraktivitäten beginnen.

 

Tobias Greindl und Patrick Riemer, Mitarbeiter der Abteilung Entwicklung und Konstruktion bei Bauer Maschinen, waren zusammen mit der MARUM-Crew mit dem Betrieb des MeBo betraut. „Beharrlich setzte das Bohr‐Team ein Kernrohr nach dem nächsten ein, bis wir mit 42 Kernsegmenten eine Endteufe von bisher für das MeBo 200 einmaligen 147,3 m erreicht hatten“, so Prof. Dr. Gerhard Bohrmann, leitender Wissenschaftler der Expedition.

 

 

 

„Die Freude an Bord über diesen Rekord beim Bohren war riesig.“ Der bisherige Bohrtiefenrekord des MeBo 200 lag zuvor bei 105 m und konnte auch bei den beiden folgenden Bohrungen mit 144 m und 136 m deutlich übertroffen werden. Zudem kamen die Kerne der Rekordbohrung mit sehr gutem Kerngewinn aus 870 m Wassertiefe an Bord und alle Wissenschaftler auf dem Forschungsschiff waren äußerst zufrieden mit der Leistung des MeBo 200. Denn trotz der für das Schwarze Meer typischen schlechten Sicht am Meeresboden konnte zuverlässig und ohne technische Probleme gebohrt werden. Die Expedition der METEOR war also ein voller Erfolg – und das nicht zuletzt dank eines speziellen „Nischenprodukts“.