Spezialtiefbau in St. Petersburg: Bauer gründet nach Lakhta Tower auch Bürokomplex im Lakhta Center

  • 01-02-2018
  •   Fachpressemeldungen

Sankt Petersburg, Russland – Sankt Petersburg, die wohl glanzvollste Metropole an der Ostsee, bewegt sich im Spannungsfeld zwischen einer großen Vergangenheit und den Ansprüchen an eine moderne Weltstadt. Auch städtebaulich sucht die nördlichste Millionenmetropole der Welt heute nach neuen Identitäten. So entsteht derzeit am Stadtrand ein Bau der Superlative: Bald schon wird direkt am Meer der Lakhta Tower – das künftig höchste Gebäude Europas – fertiggestellt. Er soll neben Büros unter anderem auch Geschäfte, Cafés sowie Restaurants, ein Theater und sogar ein Museum beherbergen. Die Gründung für das 462 m hohe Gebäude führte im Jahr 2013 die russische Tochter der BAUER Spezialtiefbau GmbH aus: OOO BAUER Technologie stellte 260 Bohrpfähle mit 2 m Durchmesser bis in eine Tiefe von 85 m her. Mehrere Bauer-Drehbohrgeräte der Typen BG 40 und BG 28 kamen dafür zum Einsatz.

 

Nach den Bohrarbeiten für den Lakhta Tower wurde die russische Bauer-Tochter auch mit den Gründungsarbeiten für das angrenzende Podiumsgebäude und das Stylobat beauftragt. Insgesamt über 1.000 Pfähle mit Durchmessern zwischen 620 und 1.180 mm wurden dafür 2013 und 2014 hergestellt.

 

Im vergangenen Jahr führte OOO BAUER Technologie die Gründungsarbeiten für weitere Gebäudeteile im angrenzenden Lakhta Center aus, dessen markantes Zentrum der im Bau befindliche Tower bilden wird. Im Mai 2017 erhielt OOO BAUER Technologie mit den Pfahlbohrarbeiten und der Erstellung der Baugrube für einen zusätzlichen Bürokomplex den Zuschlag für ein Projekt, das die Ausführungsplanung und Herstellung von 1.449 Pfählen, von 870 m Schlitzwand sowie weitere Nebenleistungen umfasste. Bei den Bodenverhältnissen handelt es sich zunächst um sandiges Füllmaterial, gefolgt von alluvialen Ablagerungen. Darunter befindet sich eine sehr weiche Schluff-/Tonschicht, in der immer wieder sehr große Granitfindlinge mit Durchmessern von bis zu 2 m anzutreffen sind. Es folgt eine Schicht aus extrem hartem Tongestein, die bis in eine Tiefe von über 100 m reicht. Im Einsatz waren sechs Bauer-Drehbohrgeräte der Größenklassen BG 28 bis BG 40 sowie zwei hydraulische Greifereinheiten an Seilbaggern. Die Arbeiten wurden im Dezember 2017 abgeschlossen.