Hausausstellung der BAUER Maschinen Gruppe: Spannende Zeitreise ins Gestern, Heute und Morgen

  • 04-05-2018
  •   Fachpressemeldungen

Schrobenhausen – Im Jahr 1976 kam mit der BAUER BG 7 ein Drehbohrgerät auf die Baustellen, das viele Konkurrenzgeräte in den Schatten stellte. Es war der Beginn einer Erfolgsgeschichte – für die BG 7 und für Bauer. Seitdem hat sich vor allem technisch viel verändert: Eine Vielzahl an Assistenzsystemen entlastet heute den Gerätefahrer und erhöht den Fahrerkomfort. Aber wie sieht die Zukunft in Sachen Digitalisierung aus? Und wie hat sich der Bauer-Maschinenbau in den letzten Jahren verändert? Die BAUER Maschinen Gruppe nahm Ende April während ihrer traditionellen Hausausstellung über 1.800 Besucher aus der ganzen Welt mit auf eine spannende Zeitreise ins Gestern, Heute und Morgen.

 

Bei frühsommerlichen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein begrüßte Dieter Stetter am 21. April die Gäste zur Eröffnung der dreitägigen Ausstellung in Schrobenhausen. „Auch in diesem Jahr haben wir wieder alles daran gesetzt, um unseren Kunden, Gästen und Partnern das Gefühl zu geben, dass sie hier zu Hause sind“, so der Vorsitzende der Geschäftsführung der BAUER Maschinen GmbH. Mehr als 35 Exponate mit einem Gesamtwert von über 30 Mio. Euro waren in diesem Jahr aufgebaut, darunter einige brandneue Modelle, aber auch unzählige kleinere Innovationen.

 

Prof. Thomas Bauer hieß die Gäste ebenfalls herzlich willkommen und blickte auf die politischen Geschehnisse und das Marktumfeld, in dem sich das Unternehmen aktuell bewegt. Trotz vieler Krisenherde zeige die Weltwirtschaft ein konstantes Wachstum. „Speziell für die Bauindustrie birgt diese Entwicklung gute Chancen“, so der Vorstandsvorsitzende der BAUER AG, „für unseren Spezialtiefbau wie auch den Maschinenbau ergeben sich daraus hervorragende Aussichten.“ Auch habe sich das abgelaufene Geschäftsjahr aus operativer Sicht für die Unternehmensgruppe überaus erfreulich entwickelt.

 

 Nach dem offiziellen Teil hatten die Gäste schließlich Gelegenheit, die Exponate ausgiebig zu besichtigen. Zu den brandneuen Geräten, die erstmals präsentiert wurden, zählte die komplett neu entwickelte BG 15 H der ValueLine-Serie. Diese erfüllt speziell die Anforderungen an ein hochfunktionelles sowie wirtschaftliches Gerät im kleinen Bohrgerätesegment und punktet obendrein mit extrem kompakten Transportabmessungen. Das vollständig neu entwickelte Grundgerät BT 50 bietet nun auch bei kleinen Geräten eine ganze Reihe von Vorteilen: Die integrierte Serviceplattform ermöglicht den bequemen Zugang zu allen Wartungsstellen im Oberwagen und erfüllt gleichzeitig höchste Standards in Sachen Arbeitssicherheit. In Kombination mit einer Transportbreite von nur 2,5 m ist dieses System weltweit einzigartig. Niedrige Lärmemissionswerte sorgen für ein angenehmes Arbeitsumfeld. Die optimal auf die Motorleistung abgestimmte Hydraulik schlägt sich direkt auf den Kraftstoffverbrauch nieder und verleiht der BG 15 H hohe Effizienz im täglichen Bohrbetrieb.

 

Mit der Neuvorstellung des BAUER MC 86 hatte die BAUER Maschinen GmbH bereits im vergangenen Jahr ein echtes Messe-Highlight im Gepäck. Als Komplettierung der mittleren Plattform der Bauer-Seilbaggerreihe folgte mit der Präsentation des innovativen und hochfunktionellen MC 76 heuer nun das nächste. „Durch konsequente Ausrichtung auf Kundennutzen, Funktionalität und Wirtschaftlichkeit bieten wir mit dem neuen 90-Tonner ein exzellentes Preis-Leistungsverhältnis bei unseren Seilbaggern“, erklärt Steffen Fuchsa, Geschäftsbereich Seilbagger. Der BAUER MC 76 wurde speziell für den Einsatz mit Greifer optimiert, präsentiert sich aber auch bei der dynamischen Bodenverdichtung, als Hebekran oder als Träger für andere Ausrüstungen, beispielsweise Rüttler oder Einsätze mit Mäkler, sehr universell. Wie bereits der MC 86 punktet auch der MC 76 mit den derzeit schnellsten Winden im Bauer-Seilbaggerprogramm und neuem Universalmastkopf für Greifer- und Hebearbeiten. Der ebenfalls komplett neu entwickelte Unterwagen wurde mit seinen zuverlässigen Komponenten speziell für den MC 76 äußerst robust und kompakt ausgelegt.

 

 

Kam die innovative Freifalltechnologie bisher überwiegend bei den Seilbaggern zum Einsatz, so zeigte die BAUER Maschinen GmbH diese nun erstmals auch im Bereich der Schlitzwandtechnik. In Kombination mit dem kompakten Spezialgerät GB 50 markiert diese Weiterentwicklung einen Meilenstein bei den hydraulischen Greifern. „Wir verdoppeln die Auftreffgeschwindigkeit und vervierfachen somit den Impuls“, erklärt Leonhard Weixler, Leiter des Geschäftsbereichs Schlitzwandtechnik. Das bringe den entscheidenden Vorteil mit sich, dass das Greifern künftig auch bei schwierigen Bodenverhältnissen möglich werde.

 

Auch in der BG 23 H-Klasse der PremiumLine führte Bauer Maschinen ein hocheffizientes, innovatives Trägergerät mit leistungsgesteigertem Dieselmotor und der neuesten, vielfach prämierten Energie-Effizienz-Antriebstechnologie EEP vor. „Mit dieser konsequenten Weiterentwicklung unseres Produktportfolios wollen wir unsere Philosophie der Technologieführerschaft auch im Bereich der PremiumLine-Einstiegsklasse weiter ausbauen“, erklärt Christian Heinecker, Leiter des Geschäftsbereichs PremiumLine. Insbesondere bei der Herstellung von Pfählen durch leistungsfordernde Bohrverfahren punktet diese Weiterentwicklung mit einem optimalen Wirkungsgrad und zusätzlicher Dynamik, sodass sich diese Geräteklasse beispielhaft mit einem VdW-Doppelkopfbohrantrieb DKS 50 /140 der neuesten Generation zeigt. Mit der BG 33 H hat Bauer Maschinen ein hochflexibles PremiumLine-Gerät im Gepäck, das im Vergleich zum Vorgängermodell mit einem deutlich gesteigerten Drehmoment sowie einem weiter verbesserten Verhältnis von Leistung und Gewicht punktet. Ein optimiertes Mastdesign und ein erweitertes Vorschubsystem ermöglichen bei der BAUER BG 45 jetzt eine Bohrtiefe von 36 m im Endloschneckenbohrverfahren. Der Gigant unter den ausgestellten Drehbohrgeräten ragte – inklusive Single-Pass-Anbau – 43,7 m in den Himmel.

 

Die Tochterfirmen der BAUER Maschinen Gruppe waren natürlich ebenfalls wieder mit zahlreichen Neu- und Weiterentwicklungen vertreten. Mit neuer Steuerung und neuem Motor warteten die Klemm-Geräte KR 801-3GK und KR 909-3G auf. BAUER MAT Slurry Handling Systems präsentierte ihre neuen Plungerpumpen der PP-Serie, die sich mit Förderleistungen von bis zu 750 l pro Minute künftig auch hervorragend zum Bodenmischen und zum Spülen bei Ankerbohrungen eignen. Neben dem bewährten Suspensionsdurchlaufmischer SKC-30-K und der Dekanterzentrifuge BD-90/75 stellte MAT unter anderem auch eine neue Baureihe der Chargenmischanlage vom Typ SCA-40-K vor. Ein Highlight war die imposante, aus sechs Einzelanlagen bestehende BE-2550 von MAT, die im nahegelegenen Werksgelände besichtigt werden konnte. 2017 war sie mehrere Monate lang in der Schweiz beim Vortrieb des Eppenbergtunnels im Einsatz.

 

Darüber hinaus waren auch die Tochterfirmen RTG Rammtechnik, Hausherr, Prakla und ABS wieder mit Exponaten vertreten. Im Innenbereich der Alten Schweißerei präsentierten sich zudem der Geschäftsbereich Parts & Service, der Elektronik- und Steuerungsbereich der Bauer Maschinen-Entwicklung sowie die BAUER Training Center GmbH. Auf reges Interesse stieß nicht nur der Bohrsimulator, sondern auch die Virtual Reality-Technologie, mit der sowohl die BAUER Maschinen GmbH als auch Schlumberger und NEORig die Stand-Besucher auf eine eindrucksvolle virtuelle Besichtigung eines Öl- und Gasbohrgeräts mitnahm. Auf dem Trainingsparcours im nahegelegenen Maschinenwerk in Aresing fanden Live-Gerätevorführungen statt, an denen über 1.000 Besucher teilnahmen.


Mehr denn je bot die BAUER Maschinen GmbH ihren Gästen aus aller Welt in diesem Jahr auch in Sachen Rahmenprogramm: Eine unvergessliche Reise in eine authentische Vergangenheit ließ sich bei einem Besuch eines altbayrischen Bauernhofdorfes am Schliersee erleben. Die eindrucksvolle Historie von Bauer wurde bei exklusiven Führungen im BAUER Museum erlebbar und ein Ausflug zum Münchner Olympiastadion erinnerte an die Anfänge des Spezialtiefbaus – schließlich war das Zeltdach 1971 mit Bauer-Dauerankern im Boden fixiert worden die heute, nach 47 Jahren, immer noch Ihren Dienst leisten. Den zünftigen Abschluss bildete wieder der Bayerische Abend, bei dem auch zahlreiche Gäste aus aller Herren Länder in Dirndl und Lederhosen die Veranstaltung in weißblauer Gemütlichkeit ausklingen ließen.