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BAUER AG liegt nach neun Monaten hinter den Erwartungen zurück

  • 14-11-2016
  •   irrelease
  • Gesamtkonzernleistung um 4,1 % auf 1.146,3 Mio. EUR gesunken;
  • EBIT verbessert sich um 4,4 % auf 38,0 Mio. EUR (Vj.: 36,4 Mio. EUR); Ergebnis nach Steuern beträgt -4,0 Mio. EUR (Vj.: -2,7 Mio. EUR).
  • Auftragsbestand mit 1.019,0 Mio. EUR auf hohem Niveau stabil
  • Jahresprognose korrigiert

 
Schrobenhausen – Nach den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahrs liegt die BAUER Gruppe hinter den Erwartungen zurück. Der international tätige Bau- und Maschinenbaukonzern legte heute seine Quartalsergebnisse vor, nachdem er am 3. November in einer Ad-hoc-Mitteilung seine Prognose korrigiert hatte.

Die Gesamtkonzernleistung belief sich zum Ende des dritten Quartals auf 1.146,3 Mio. EUR und lag um 4,1 % unter dem Vorjahr (1.194,9 Mio. EUR). Das EBIT verbesserte sich um 4,4 % von 36,4 Mio. EUR auf 38,0 Mio. EUR. Das Ergebnis nach Steuern lag mit -4,0 Mio. EUR unter Vorjahr (-2,7 Mio. EUR). Grund dafür sind etwas höhere Finanzaufwendungen sowie ein leicht negatives Ergebnis aus at-Equity bewerteten Anteilen. Der Auftragsbestand blieb stabil auf hohem Niveau bei etwa einer Milliarde Euro. Konkret betrug er zum Quartalsende 1.019,0 Mio. EUR (Vj.: 1.017,6 Mio. EUR). Der Zuwachs stammt vor allem aus den Segmenten Bau und Resources.


Geschäftssegmente

Mit seinen drei Segmenten Bau, Maschinen und Resources und dem breit diversifizierten Geschäftsmodell ist der Konzern mit mehr als 110 Tochterunternehmen in rund 70 Ländern der Welt tätig.

Die schwächeren Geschäftszahlen sind im Wesentlichen auf das Segment Bau zurückzuführen. Zum einen sind in einzelnen Tochterfirmen im Ausland finanzielle Belastungen durch Auftragslücken entstanden. Zum anderen verzögerten sich einige Großprojekte, was die erwartete Leistung negativ beeinflusste. Die Gesamtkonzernleistung lag mit 516,4 Mio. EUR um 8,5 % unter Vorjahr. Das EBIT stieg von 12,4 Mio. EUR um 1,7 % auf 12,6 Mio. EUR an. Der Auftragsbestand ist um 1,1 % leicht zurückgegangen, liegt aber mit 578,0 Mio. EUR weiterhin auf sehr hohem Niveau.


Im Segment Maschinen reduzierte sich die Gesamtkonzernleistung um 6,2 % von 496,6 Mio. EUR auf 465,7 Mio. EUR. Das EBIT lag mit 22,8 Mio. EUR um 7,3 % unter dem Vorjahr von 24,6 Mio. EUR. Dabei ist zu berücksichtigen, dass im dritten Quartal des Vorjahres ein Sondereffekt durch den Verkauf von 50 % der Anteile und die Neubewertung der verbliebenen 40 % der Anteile an der SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH entstanden war. Das im Vorjahresvergleich damit bessere operative Ergebnis ist unter anderem auf die Auslieferung einiger Groß- und Sondergeräte zurückzuführen. Der Auftragsbestand fiel von 159,7 Mio. EUR auf 150,6 Mio. EUR. Der Grund dafür liegt im Wesentlichen im Geschäft mit Tiefbohranlagen. Das Tiefbohrgeschäft wurde zum Jahresbeginn in das Joint Venture mit Schlumberger eingebracht, das unter dem Namen NEORig auf dem Markt auftritt. Die Auftragslage dort ist erfreulich. Bei den Spezialtiefbaugeräten haben sich die Auftragseingänge besser als im Vorjahr entwickelt.


Bei der Neuausrichtung des Segment Resources beginnen die Restrukturierungsmaßnahmen zu greifen. Die Gesamtkonzernleistung stieg um 15,9 % auf 205,4 Mio. EUR (Vj.: 177,2 Mio. EUR). Hier schlagen größere Projekte im Umweltbereich positiv zu Buche. Das EBIT betrug 3,4 Mio. EUR nach -1,2 Mio. EUR im Vorjahr. Mit 290,3 Mio. EUR weist das Segment beim Auftragsbestand ein Plus von 6,1 % aus. Auch die Tochterfirma in Jordanien konnte wieder größere Aufträge gewinnen und so ihre Auslastung deutlich verbessern.


Ausblick

Bereits am 3. November hatte das Unternehmen seine Prognose für das Gesamtjahr 2016 per Ad-hoc-Mitteilung korrigiert. Bislang war man von einer Gesamtkonzernleistung in Höhe von etwa 1,65 Mrd. EUR, einem EBIT von etwa 75 Mio. EUR und einem Ergebnis nach Steuern von etwa 20 bis 25 Mio. EUR ausgegangen. Nun erwartet das Unternehmen, bis zum Jahresende eine Gesamtkonzernleistung leicht unterhalb von 1,65 Mrd. EUR, ein EBIT von etwa 65 Mio. EUR und ein Ergebnis nach Steuern von etwa 10 bis 15 Mio. EUR zu erreichen.


„Unsere Geschäfte finden unter sehr schwierigen Rahmenbedingungen statt und sind durch viele politische und wirtschaftliche Krisenherde in der Welt beeinflusst“, so Prof. Thomas Bauer, Vorstandsvorsitzender der BAUER Aktiengesellschaft. „Wenn sich dann die Vergabe größerer Projekte unerwartet verzögert oder in der Anlaufphase länger benötigen, lässt sich das kurzfristig nicht kompensieren. Positiv ist dagegen die gute Auftragslage, die eine solide Basis für das kommende Jahr darstellt.“



Ansprechpartner:
Christopher Wolf
Investor Relations
BAUER Aktiengesellschaft
BAUER-Straße 1
86529 Schrobenhausen
Tel.: +49 8252 97-1797
Fax: +49 8252 97-2900
Email: investor.relations@bauer.de
Internet: www.bauer.de