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40 Jahre Esau & Hueber: Brauereitechnolgie aus Schrobenhausen in der ganzen Welt gefragt

  • 02-08-2017
  •   Fachpressemeldungen

Schrobenhausen – Ob kleinere Privatbrauereien, Hersteller individueller Craft Biere oder die ganz großen Global Player der Brauindustrie, sie alle setzen auf Technologie und Know-how der Esau & Hueber GmbH. Mit rund 70 Mitarbeitern plant, baut und liefert das Unternehmen aus dem oberbayerischen Schrobenhausen aber nicht nur komplexe Anlagen für Brauereien, sondern auch für Unternehmen der Biotechnologie-, Pharma- und Kosmetikindustrie. Edelstahl ist hier das verbindende Element. Der Traditionsbetrieb – seit 2008 Teil der BAUER Resources Gruppe – feiert in diesem Jahr sein 40-jähriges Jubiläum. Gemeinsam mit den Mitarbeitern, deren Familien und einigen Gästen aus dem Mutterkonzern stießen die beiden Geschäftsführer Christoph Sedlaczek und Harald Koch Mitte Juli auf das Jubiläum an und erinnerten an wichtige Meilensteine des Unternehmens.

 

Seine Wurzeln hat Esau & Hueber in München, wo Hans Hueber bereits in den 1920er Jahren als Brauereizulieferer begann. 1977 folgte der Zusammenschluss mit dem Armaturen- und Maschinenbetrieb von Klaus Esau. 1981 verlegte Esau & Hueber – mittlerweile unter Geschäftsführer Klaus Sedlaczek – den Firmensitz und die Produktionsstätte von München ins rund 60 km entfernte Schrobenhausen. Im Jahr 1998 und 2000 traten dessen Söhne Christoph und Bastian Sedlaczek den Betrieb ein, 2008 wurde Christoph Sedlaczek vorerst alleiniger Geschäftsführer.

 

Zwei Jahre später wurde eine neue Modulbauhalle am Standort Schrobenhausen erbaut, im Jahr darauf erfolgte dann ein Schritt mit weitreichenden Auswirkungen auf das heutige Geschäft: Mit dem Zukauf des Freisinger Sudhausspezialisten Nerb konnte Esau & Hueber seine Produkt- und Angebotspalette im Brauereibereich vervollständigen. „Während wir vorher nur den Kaltblock des Brauprozesses anbieten konnten, liefern wir heute auch die Anlagen für den Heißbereich“, erläutert Christoph Sedlaczek, der nun zusammen mit Harald Koch – seit 2016 im Unternehmen – die Doppelspitze bildet. „Damit sind wir Komplettanbieter für unsere Brauereikunden in aller Welt.“

 

Erst kürzlich lieferte Esau & Hueber für die Privatbrauerei Hofmann im fränkischen Ort Pahres eine komplette Brauerei als Turn-Key-Projekt auf die grüne Wiese. Seit über 350 Jahren wird hier Bier gebraut, vor einiger Zeit legten die Eigentümer des Familienbetriebs den Grundstein für einen Brauereineubau. Für die Gesamtkonzeption und die technische Planung bis zur Abnahme zeichnete Esau & Hueber in Zusammenarbeit mit dem Kunden verantwortlich. Das neue Sudhaus – ein Fünf-Geräte-Sudwerk mit einer Ausschlagmenge von 70 hl – ist für eine Jahresproduktion von gut 100.000 hl ausgelegt, mit der Möglichkeit der Produktionssteigerung auf 150.000 hl pro Jahr. Es besteht aus einem Maischegefäß, einem Läuterbottich, einem Vorlaufgefäß, einer Würzepfanne mit Außenkochung sowie einem Whirlpool. Mittels moderner Sudhaustechnologie ist es der Privatbrauerei Hofmann möglich, bis zu zehn Sude pro Tag zu brauen.

 

Ein weiterer Meilenstein in der Unternehmensgeschichte von Esau & Hueber befindet sich aktuell in Ohio, USA, in der finalen Phase der Inbetriebnahme. Craft Beer-Hersteller BrewDog hatte bei Esau & Hueber die komplette Brauprozesstechnik einschließlich eines 200 hl Sudhaus geordert – der bislang größte Auftrag in der Geschichte des bayerischen Anlagenbauers. „Die Craft Beer-Szene in den USA ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Vor fünf, sechs Jahren haben wir diesen Markt verstärkt in den Fokus genommen“, erklärt Christoph Sedlaczek. Inzwischen könne man auch hier zahlreiche Referenzen vorweisen. „Unsere Auftraggeber schätzen, dass wir ihnen die gesamte Technik und auch den nötigen Service aus einer Hand bieten können“, so Christoph Sedlaczek. Daneben zählen aber auch – teils seit Jahrzehnten – die großen Brauereigruppen der Welt, darunter Carlsberg mit über 150 Braustätten, Miller oder Heinecken, zum Kundenkreis von Esau & Hueber. „Hier bieten wir allerdings hauptsächlich bestimmte Kerntechniken an, zum Beispiel im Kaltteil, dem Hefemangement oder Würzebelüftungen“, so Christoph Sedlaczek.

 

Aufgrund der guten Auftragslage erweiterte Esau & Hueber in den vergangenen Jahren schließlich die Produktionskapazitäten: Während in Steingriff weiterhin Baugruppen und Kleinmodule für Unternehmen aus dem Biotechnolgie-, Pharma- und IT-Bereich entstehen, werden in einer neuen Halle unweit des Firmensitzes aktuell die Module und Anlagen für die Getränkeindustrie hergestellt. Für die künftige Entwicklung des Unternehmens wurden also die Weichen bereits gestellt. Christoph Sedlaczek gibt sich angesichts der aktuellen Geschäftsentwicklung optimistisch: „Unser Ziel ist es, weiterhin profitabel zu wachsen. Dabei wollen wir verstärkt unsere nationalen und internationalen Referenzen nutzen, um weitere Projekte in unserem noch verhältnismäßig ‚jungen‘ Heißbereich zu akquirieren.“